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Die Wodka-Methode

- oder wie setze ich eine Kohlenstoffquelle erfolgreich als Filtermedium ein - Der Artikel von Heinz Mahler behandelt seine langjährigen Erfahrungen mit der "Wodka" Methode.

Kohlenstoff als Filtermedium gegen die Nitrat/Nitrit und Phosphat-Belastung in unseren Meerwasser-Aquarien einzusetzen ist ja durchaus nichts neues, jeder engagierte Meerwasser- Aquarianer weiß das.


Schon vor vielen Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten, wurden - und werden nach wie vor - diverse „Kohlenstoffquellen“ zur Nitrat/Nitrit/PO4 Reduktion eingesetzt. Ob sie nun Zucker, Honig, Methanol, Baumwollwatte oder eben auch Wodka (um nur die wichtigsten zu nennen) einsetzen, alle vorgenannten sind mehr oder weniger gut geeignet die No2/3 sowie PO4 Belastung in unseren meist überbesetzten Aquarien in vertretbaren Grenzen zu halten. Alleine die Handhabung und die Möglichkeit einer exakten Dosierung unterscheiden die vorgenannten Quellen in ihrer Verwendbarkeit. Die einzige der vorgenannten Kohlenstoffquellen die einen immer gleich bleibenden, durch den Alkoholgehalt vorgegebene, „Kohlenstoffgehalt“ hat, ist Wodka. Sowohl in Zucker und Honig als auch der Baumwollwatte sind recht unterschiedliche Mengen von Kohlenstoff enthalten, sie lassen sich somit nur schwer exakt dosieren. Eine möglichst genaue Dosierbarkeit ist in meinen Augen aber mit ausschlaggebend für einen erfolgreichen Einsatz dieser „Filtermedien“ im Aquarium.


In vielen Artikel und diversen Foren- und Fachbeiträgen rund um den Globus, wurde schon über den Einsatz von Wodka als Filtermedium geschrieben. Hervorheben möchte ich hier die Beiträge von Michael Mrutzek und Jörg Kokott zum Thema Wodka-Methode, die sehr ausführlich und detailliert über den von ihnen beschrittenen Weg in verschiedenen Fachartikeln und Vorträgen sowie Forenbeiträgen berichtet haben. Die Resonanz auf diese Beiträge und Artikel reichte von 100%tiger Zustimmung bis zur strikten Ablehnung. Seltsamer weise befinden sich unter denen die z.B. Wodka als Filtermedium generell ablehnen meist Aquarianer die noch niemals Wodka genutzt, ihn aber trotzdem für schlecht oder gar gefährlich eingestuft haben. Was man von solchen Zeitgenossen halten muss überlasse ich Ihrer Fantasie. Sicher kann man eine Filtermethode ablehnen weil sie nicht als „natürliche Methode“ gilt, sie aber generell als schlecht oder gar gefährlich einzustufen ohne je eigene Erfahrungen damit gesammelt zu haben ist in meinen Augen mehr als nur übertrieben, um nicht zu sagen fragwürdig.


Erstmalig las bzw. hörte ich vor einigen Jahren in den USA über die Verwendung von Wodka bzw. Ethanol als „Filtermedium„ und entschloss mich daraufhin es ebenfalls zu versuchen. Obgleich die Anwendung von Wodka/Ethanol schon damals in den USA, wie ich Heute weiß auch hier in Deutschland, mehr als nur kontrovers diskutiert wurde, entschloss ich mich zur Anwendung. Da auch von Fehlschlägen berichtet wurde, wenn auch eher selten, war eine sehr vorsichtige und eher langsame Vorgehensweise angebracht. Die damals angegebenen Mengen je 100 Gallonen Aquariumwasser erschienen mir jedoch deutlich überhöht. Da ich es nicht besser wusste, entschloss ich mich mit einem 99 gal. (375 Liter) Aquarium den ersten Versuch zu starten. Besetzt war das Aquarium mit diversen Weichkoralle und Anemonen sowie Anemonenfischen, einem Paar Grundeln und diversen höheren Algen. Der Aufbau bestand aus Loch- und „lebend Gestein“ aus dem Pazifik (hatte ich damals vor der „Haustür“ Carmel/CA). Das Aquarium war schon über ein Jahr eingefahren, hatte aber permanent mit Nitratwerten um 20 ppt „zu kämpfen“. Ich betrieb das Aquarium nach dem „Berliner System“ mit einem starken Abschäumer und drei Strömungspumpen (gesamt ca. 4.900 gal/h) sowie einem Technikbecken (120 L). Filterschwämme oder gar Bioballs verwendete ich keine, obwohl die zu der Zeit als Nitratfilter recht „angesagt“ waren.


Ich besorgte mir eine Flasche Wodka und je eine 5 sowie 1 ml Einwegspritze zur besseren und möglichst genauen Dosierung und startete mit 1ml auf umgerechnet 100 Liter Aquariumwasser. Die erste Dosiermenge bestand also aus 3,75ml Wodka. 3ml aus der 5ml Spritze und 0,75 aus der 1ml Spritze. Lieber etwas zu vorsichtig, als auch nur ein wenig zu nachlässig, war meine Devise. Der Nitratwert lag wie schon zuvor beschrieben bei ca. 20 ppt, Nitrit war nicht Nachweisbar und PO4 maß ich mit ca. 0,2 ppt.


Nach 7 Tagen war keine bzw. kaum eine Veränderung in den Nitrat- und PO4-Werten feststellbar und ich erhöhte die Dosierung um 1ml auf insgesamt 5 ml für die nächsten 7 Tage. Nun waren allerdings einige Veränderungen zu beobachten. Den Abschäumertopf musste ich an manchen Tagen zweimal leeren. Der Inhalt des Abschäumertopfes war deutlich heller und der Schaum selbst bestand aus wesentlich größeren Blasen. Am Ende der zweiten Woche konnte ich ein langsames sinken des Nitratwerts feststellen, der PO4 Wert blieb allerdings unverändert. Den Tieren, sowohl Korallen als auch den Anemonen und Fischen, schien es gut zu gehen. Ich konnte jedenfalls keinerlei Veränderung zu vorher feststellen.


Ich startete in die dritte Woche mit einer weiteren Steigerung der Dosiermenge um 1ml auf nun insgesamt 6ml Wodka und entschloss mich von nun an auch mindestens 2-mal am Tag die Werte zu messen. Gegen Mitte der dritten Woche sank der Nitratwert kontinuierlich weiter auf ca. 15ppt. An den Scheiben des Aquariums sowie den Aufbauten bildete sich ein dünner weiß-grauer Bakterienbelag, sehr deutlich erkennbar auf dem sonst schwarzen Pumpengehäusen. Am Ende der Woche war der Nitratwert auf ca. 10ppt gesunken und eine erste „Bewegung“ beim PO4 zu vermerken, er war inzwischen deutlich unter 0,1ppt gesunken.


Die vierte Woche startete ich mit einer weiteren Erhöhung der Dosiermenge auf nun insgesamt 7ml und war gespannt was sich wohl diesmal tun würde. Ich hatte gehofft es ginge weiter „abwärts“ mit den Nitrat- und PO4-Werten, aber „Pustekuchen“…. nichts dergleichen. Dafür bildeten sich jetzt „Bakterienfäden“, ich vermutete zumindest das es welche waren (Heute weiß ich DAS es Bakterien waren). Es waren zunächst nur sehr wenige die ich einfach mit einem Schlauch absaugte. Den Topf des Abschäumers musste ich nun regelmäßig zweimal am Tag leeren. Nach Ende der vierten Woche war keine weitere Veränderung zu sehen und ich erhöhte die Dosiermenge auf 8ml Wodka und starte in die fünfte Woche.


Im verlauf der fünften Woche konnte ich die stärksten Veränderungen feststellen. Die weißen Beläge auf den Aufbauten und dem Glas wurden immer mehr, ich reinigte die Scheiben bis zu zweimal am Tag. Die Korallen schienen mit dem Bakterienbelag recht gut klar zu kommen, ich konnte zumindest keine Anzeichen von „Unwohlsein“ feststellen. Den Fischen schien es ebenfalls nichts auszumachen. Der Nitratwert sank auf einen Wert von unter 5ppt und PO4 war mit einem Wert um ca. 0.03ppt ebenfalls gesunken.


Mein Ziel, Nitrat auf einen Wert zwischen 1-5 zu reduzieren, rückte näher und ich startete in die sechste Woche mit einer weiteren Erhöhung der Wodkadosierung auf jetzt 9ml täglich. Langsam wurde es dramatisch. Der Nitratwert sank innerhalb der ersten drei Tage in der sechsten Woche auf annähernd NULL, PO4 war bei ca. 0.01ppt, mein Ziel war somit „fast erreicht“. Die Bakterienbeläge und Fäden wurden allerdings immer mehr und ich entschloss mich die Dosierung zunächst wieder um die Hälfte zu reduzieren. Die richtige Entscheidung wie sich später herausstellen sollte. Innerhalb von nur 3 Tagen verschwanden die weißen Beläge fast vollständig. Auch die Bakterienfäden verschwanden auf „nimmer wieder sehen“. Das Wasser war auf einmal kristallklar, lediglich auf den Pumpen und den Scheiben bildete sich noch ein allerdings sehr dünner Film den ich täglich entfernte. Die Dosiermenge war nun bei 4ml täglich, die Bakterienstämme mussten ja ernährt werden um weiter ihre Wirkung tun zu können. Ich hoffte nur dass die Werte nicht wieder ansteigen würden. Mein Hoffen wurde erhört. Der Nitratwert pendelte sich in den kommenden Tagen zwischen 1-5 ppt ein, der PO4 Wert zischen 0,01 und 0,03ppm. Besser konnte es nicht sein, doch blieb das jetzt auch so in den nächsten Wochen ohne wieder die Dosiermenge steigern zu müssen?

Ich dosierte weiter lediglich 4ml jeden Tag, die Werte veränderten sich aber nicht mehr gravierend, es waren nur marginale Veränderungen zu messen. Sie schwankten leicht wie schon zuvor beschrieben. NO3 zwischen 1-5ppt und PO4 zwischen 0.01 und 0.03ppt. Nitrit, Ammonium oder gar Ammoniak war nicht nachweisbar.

Nach mehreren Monaten der erfolgreichen Anwendung reduzierte ich die Dosiermenge sogar auf lediglich 3ml Wodka täglich da der Nitratwert weiter fiel und zeitweise nicht mehr nachweisbar war.

Inzwischen ist es zwar ein anderes Aquarium in dem ich die "Wodka-Methode" anwende, die Größe (Volumen) ist allerdings annähernd gleich. Da ich zwischenzeitlich auch mehrere andere Aquarien, bei gleicher Vorgehensweise, auf die schon zuvor genannten niedrigen Werte brachte, möcht ich diese Methode als problemlos anwendbar bezeichnen. Bei einer dauerhaften Dosierung von nur wenigen Milliliter Wodka täglich verschwanden in aller Regel in allen Aquarien nach dem „Einpegeln“ der Werte und der Reduzierung der Dosiermenge auf das absolutes Minimum, nach wenigen Tagen auch die letzten weißen Beläge auf Scheiben und Aufbauten. Die Werte stabilisierten sich in aller Regel dauerhaft.

Einen angenehmen Nebeneffekt hat die Anwendung der Wodka-Methode zusätzlich zur dauerhaften und kostengünstigen Senkung der Nitrat und PO4 Belastung. Phosphat Absorber wird nicht mehr benötigt, dessen Job übernimmt der Wodka mit, was mir einige Euro im Jahr an Unterhaltskosten für meine diversen Aquarien einspart.

In meinem derzeitigen Riff-Aquarium verwende ich 3ml Wodka täglich, im reinen Fisch-Aquarium sind es 8ml täglich und die Werte sind schon seit vielen Monaten, teilweise sogar seit Jahren, absolut stabil.

Für größere Aquarien benötigt man selbstverständlich auch eine größere Menge Wodka, mein 1000 Liter Aquarium kommt allerdings inzwischen auch mit einer täglichen Dosierung von lediglich 7 ml Wodka aus. Die Werte sind auch hier, wie in allen anderen Aquarien, seit Monaten unverändert stabil. Wichtig ist eine sehr vorsichtige Steigerung und sofortige Reduzierung um ca.50% der Dosiermenge bei einer zu starken Entwicklung der Bakterienbeläge. Geht man vor wie weiter oben beschrieben, kommt es meist erst gar nicht dazu. Auch kann man vollkommen Problemlos nach einer 50% Senkung der Dosiermenge langsam wieder steigern falls notwendig. Wie schon gesagt, man muss in kleinen Schritten und mit viel Geduld vorgehen, dann ist diese Methode durchaus erfolgreich und ohne jeglichen Verlust anwendbar.

Heinz Mahler © Mai 2008

Nachfolgend sehen sie noch einen kleinen Video-Ausschnitt aus Heinz Mahler´s Tank. [1 min.]

Besuchen Sie doch mal die sehr interessante und vor allem gute gemachte Homepage des Autors unter Reefdreams.de. Dort finden Sie viele weitere, sehr lesenswerte Berichte zum Thema Meerwasseraquaristik.

 

Weiterführende Links:
Michael Mrutzek und Jörg Kokott: Die Wodka Methode
Manuela Kruppas und Robert Baur: Erfahrungen zur Wodkamethode



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Kommentare Zum Anfang


robertbaur am 22.07.08#1
Hallo zusammen

zunächst mal möchte ich Dir, lieber Heinz, für die Erfahrungen zur Wodka Methode ganz herzlich Danken.
Ich bzw. wir haben ja selber vor Jahren hinreichend Erfahrungen sammeln dürfen. Wir hatten damals nur positive wie Du.

Andererseits aber würden mich die Erfahrungen von den Usern interessieren? Ich bin überzeugt, dass es welche gibt. Positive, Negative?

Lasst mal hören :-)

Gruß zur Nacht
Robert


wiki911 am 11.11.08#2
Wodka ist eine organische Substanz und kann auch von Korallen als Futter verwendet werden.Man kann dies aber mit einen einfachen Trick umgehen ,das man trotz Fütterung organischer Kohlenstoffquellen nicht die Korallen versorgt.Jeder der Wodka oder sonstige organische Versorgung für Bakterienwachstum benutzt ist es sicherlich schon aufgefallen das die besonders klein/fein Polypige Korallen wie Pocci´s braun werden,das liegt zu 90% an den an/organischen Nährstoffen. Um diesen Zustand zu bekämpfen muss das Wasser quasi Keimfrei und Bakterienfrei sein bzw.die Population muss sehr niedrig sein,aber trotz alledem muss der Biofilter keimig und bakteriell sein.Das ist der Zustand des Erfolges!

swd am 24.08.09#3
Hallo zusammen,
mit der Wodka Methode habe ich keine Erfahrung. Wodka im Aquarium finde ich schon fast unerhört!
Wenn man das ganze mit Aktiv Bak durchfürht, erreicht mann den selben Efekt und es ist vor allem natürlch!

Gruß
Stefan
KS am 26.08.09#4
Hi Stefan,
Wodka ist genau wie Aktiv Bak eine Kohlenstoffquelle die zur Bakterienfütterung genutzt wird. Was ist daran unerhört? Übrigens kommt beides in der Natur nicht im Meer vor.
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Heinz Mahler am 31.08.09#5
Würde auch gerne wissen was daran so unerhört sein soll, aber wurscht .... übrigens Kohelstoff soll es im Meer nicht geben Klaus? Na dann solltest Du aber einmal hier einen Lesen: de.wikipedia.org

Ist zwar "nur" nen Wiki Artikel und man muss nicht alles Glauben was da so geschrieben steht, in diesem Fall allerdings stimmts und ist recht anschaulich bebildert.
swd am 31.08.09#6
Hallo zusammen,
naja ok, unerhört ist ein wenig hart, wir betreiben unsere Becken seit ca. 1 1/2 Jahren, vor ein paar Wochen stieg der Nitratwert auf ca 50 an (Warum auch immer). Mann ließt meistens "Kipp Wodka rein"...
Wenn ich das ganze aber auch auf rein biologische Art machen kann, indem ich einfach die Filterbakterien füttere, finde ich das persönlich die bessere Methode.

Gruß
Stefan
Heinz Mahler am 31.08.09#7
Klaus (KS) hat es schon einmal versucht Dir zu erklären. Die von Dir preferierten Bakterien Stefan, sind/bzw. machen NICHTS anderes als die Bakterien die durch die Anwendung der Wodka-Methode entstehen. Ich betreibe meine Aquarien erst seit ca. 30 Jahren, vielleicht nicht lang genug wenn ich Deine Zeilen lese. Die verantwortungsvollen Aquarianer die ich kenne (und ich kenne eine Menge davon) kippen nicht ein mal eben Wodka in ihre Aquarien, die WISSEN was sie tun und sie wissen vor allem warum sie es tun und wie es zu händeln ist.
george am 05.10.09#8
Die Dosierung macht mich etwas stutzig, in anderen Beiträgen geht man von 0,1 ml je 100 Liter Wasser aus.
Ich habe bis vor Wochen mit der Dosis von Heinz Maler experimentiert - ohne wirklich zu einem befriedigenden Ergebnis zu gelangen.
Habe dann mit dem Nitratfilter von Schuran den Nitratwert drastisch reduzieren können.
Den Filter habe ich dann vor ca. 6 Wochen abgestellt - allerdings gehen jetzt die Werte langsam wieder nach oben.
Ich denke, dass es daran liegt, weil ich in meinem Becken unter anderem ein zu groß gewordenes Paar (über 20 cm)
Naso Vlamingii pflege - ich sollte mich von ihnen trennen.

George
Heinz Mahler am 09.10.09#9
Hallo george,

mhhhh Dein Statement finde ich wiederum seltsam. Wie schreibst Du " ... in anderen Beiträgen geht man von 0,1 ml je 100 Liter Wasser aus" das diese Menge schnell wirken soll (zumindest nicht in Wochen) bezweifele ich , sie ist 10x GERINGER als die von mir empfohlene. Meine Empfehlung ( im übrigen die gleiche Empfehlung wie auch von Michael Mrutzek/Jörg Kokott, Claude Schuhmacher u.a.) hat jedenfalls NACHWEISLICH im Verlauf der letzten Jahre hunderten Aquarianern geholfen. Ich vermute einen Anwendungsfehler, wer wie von mir empfohlen JEDE Woche um 1 ml steigert, wird unweigerlich im Verlauf von wenigen Tagen bis einigen Wochen (je nach Belastung und Besatz) die richtige Dosiermenge "treffen" und sowohl Nitrat als auch Phosphat sollte langsam sinken bis zur n.N. Grenze.
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robertbaur am 10.10.09#10
Hallo zusammen,
hallo George..

Ich möchte doch auch gerne dazu Stellung nehmen, Vor allem auch deshalb, weil wir ebenfalls unsere Erfahrungen mit der Ethanol-Dosierung machen konnten. Auch wir haben ganz klar mit 1 ml Wodka je 100 Liter Wasser angefangen und die Dosierung, unter gleichzeitigem Messen (täglich!!) dann je Tag um 0,1 ml erhöht. Aus heutiger Sicht würde ich mir damit sogar noch etwas mehr Zeit lassen und eher wächentlich vorgehen als täglich.

Bei uns hat es damals gut einen Monat gedauert bis die Werte, wie gewünscht, unten waren
Aber auch gut so. Das schnelle und oft ungeduldige vorgehen kann zudem schaden. Die Tiere sollten auch Zeit haben sich an die veränderten Bedingungen anzupassen.

Wir haben damals auch unserer Erfahrungen in einem Bericht niedergeschrieben, dort haben wir die selbe Angabe wie Heinz.. also 1 ml je 100 Liter Wasser.
www.korallenriff.de

Salzige Grüße
Robert


skywalker1 am 20.04.10#11
Hallo zusammen,

ich wende seit 2 Jahren auch die Wodkamethode an. Vorher hab ich es mit reiner Zeolith Methode probiert. Hat aber bei mir nicht richtig funktioniert. Jetzt ist nur noch der Zeolithfilter übrig und täglich 3-4 ml Wodka bei einem Becken mit 420 Liter. Hab mich auch sehr langsam (über 2 Monate tägliches messen der Werte und minimaler Erhöhung der Wodkazugabe )an diese Dosierung rangetastet.
Muss sagen es klappt einwandfrei. Hab keinerlei Verluste an Tieren und spar noch viel Geld, da ich keine anderen Filtermedien mehr brauche.
Meine Korallen wachsen wie verrückt und such daher ständing nach Aquarianeren die Ableger brauchen.
Kanns jedem nur empfehlen.
viele Grüsse Andreas

566 am 03.03.11#12
hallo hat bei mir super geklappt habe bei meineim 500 liter becken 5ml täglich angefangen und dan jede woche um 1ml gesteigert. als ich dan bei 11ml angekommen war phospaht und nitrat auf 0.jetzt gebe ich nur noch 4ml täglich hinzu. und es bleib bei dem wert. einfach super
Steffen Henschelmann am 13.04.11#13
Hallo,
auch bei mir funktioniert die Wodka-Methode gut. Ich wende sie in ein Sera Cube 130 ca. schon ein Jahr lang an.
Einen guten Bericht und die Anleitung zur Ethanolisierung fand ich in einer Ausgabe der Fachzeitschrift „MeerwasserAquarianer“.
Fische und Wirbellose haben keinen Schaden genommen und die Korallen sehen alle gut aus.
Kann die Wodka-Methode nur empfehlen.

Grüsse Steffen

robertbaur am 13.04.11#14
Hi Steffen,

wir beziehen uns ja auch am Ende des Berichtes auf die beiden Autoren (Michael Mrutzek und Dipl. Biologe Jörg Kokott) des Artiekls im Meerwasseraquarianer, sogar mit Link zum Artikel der bei Michael hinterlegt ist :-)

Ansonsten schön wenn alles gut klappt :-)
Gruß Robert
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willi71 am 19.04.11#15
Hallo,

habe mit der Wodka-Methode leider eine negative Erfahrung gemacht. Mein 650 Liter Becken habe ich ca. ein Jahr mit der Wodka-Methode betrieben. 5ml Dosierung täglich, Werte ständig gemessen. Hatte keine Baktierenbeläge, die Korallen standen prächtig. Seesterne, Seeigel und Garnelen waren alle Wohl auf. Nitrat lag immer bei 1 -2 mg/l und Phosphat war nicht zu messen (Tropic Marin).

Dann nach einem Jahr plötzlich sank der Nitratwert ganz auf Null. Nach ca. 14 Tagen extremer Algenwuchs, wahrscheinlich Dinoflagellate.
Habe dabei die Dosierung verringert.
Kurz darauf fingen meine Acroporas und Euphyllias sich täglich, Koralle für Koralle, aufzulösen. Die Fische und niederen Tiere zeigten keinerlei Zeichen von Unwohlsein.

Es half dann nur noch das berühmte Algenmittel von Herrn Mrutzek. Nach 14 Tagen machte ich ein großen Wasserwechsel von 300 Liter mit eingefahren Wasser vom meinem Händler.
Den Wodka hatte ich bis dato komplett abgesetzt.

Habe jetzt einen Phosphatfilter und Schwefelfilter und die Wasserwerte nach einem viertel Jahr wieder neu eingestellt. Dazu habe ich eine menge Platz im Becken für neue Korallen.

Es war ein sehr trauriger, schmerzhafter und teurer Crash. Werde den Wodka jetzt lieber selber saufen und kann nur jedem Raten der mit der Wodka-Methode fahren möchte, diese auch sehr genau einzuhalten und nie auf die leichte Schulter nehmen.

Mit salzigen Grüssen
Volkmar
Urbos am 25.10.13#16
Hallo,

Was mich nicht Überzeugt sind die zu dem Thema gezeigten Aquarien. Bunt ist was anderes. Also wieso die Mühe und das Risiko, wenn das Ergebnis nicht stimmt? Gibt es vorher/nachher Bilder?

Grüße
Wagenmeister am 12.09.17#17
Moin habe eine Frage bei der Wodka Methode auf der ich umgestellt habe muss man dann noch UV Filter benutzen weil meiner ist kaputt gegangen und bin beim überlegen ob ich einen neuen hole
robertbaur am 12.09.17#18
Hallo Wagenmeister

vielen Dank für die Meldung. Ich persönlich würde bei der Pflege von heikleren Fischen immer einen UV Filter im Dauerlauf haben. Die Wodkamethode birgt ja nun auch gewisse Gefahren, da man nie genau weiß welche Baktieren man erhöht. Allerdings bei einer langsamen herangehensweise sollte das schon klappen. Nicht zu schnell erhöhen und die Werte immer gut im Auge halten.
PS:
wiki911 hat als zweites ein ganz gutes Statement geschrieben :-)

viel Erfolg und Grüße
Robert



Wagenmeister am 12.09.17#19
Danke für die schnelle Antwort dann werde ich ich lieber morgen einen neuen UV Filter kaufen weil ich habe 2 Doktor Fische drin und zwerg Kaiser
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frapo am 12.09.17#20
@ Wagenmeister: wie groß ist denn Dein Aquarium?

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