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Wie ein Meerwasseraquarium entsteht-Teil 11: der Abschäumer wird installiert

Nach dem das Armatus 400 nun läuft wird es Zeit den Abschäumer zu installieren. Wir haben uns aufgrund einer Empfehlung für den K2 von Aqua Medic entschieden. Hier seht ihr wie dieser installiert wird.

Der Eiweiß-Abschäumer ist auch heute noch das gebräuchlichste Gerät zur Wasserreinigung und hat sich über viele Jahre etabliert. Es gibt natürlich auch andere Systeme, die ohne Abschäumer arbeiten, z.b. das Schlammfiltersystem oder das Jaubert System. 

Auch kleinere Aquarien, die durch regelmässige Wasserwechsel betrieben werden verzichten bisweilen darauf. Hier kann mit regelmässigen Wasserwechseln gut gegen zu hohe Nährstoffwerte agiert werden.


Das Schlammfilter System (Miracle Mud)

Durch ein Extra Becken, (Hang on, oder Zusatzbecken unter dem Hauptbecken) erhält man ein Refugium in dem der Schlamm (auch Miracle Mud) genannt, sowie schnellwüchsige Algen (Caulerpa) eingebracht werden. Eine Pumpe befördert Wasser in das System, es passiert dann drei Kammern und läuft wieder zurück. Auf einen Abschäumer wird in diesem System gänzlich verzichtet, da der Schadstoffabbau komplett über den Schlamm und das Algenwachstum erreicht werden soll.

 

Das Jaubert System

Das eigentlich Jaubert System ist eine hohe Schicht Bodengrund, am besten nicht unter 10 cm. Wie wir aus der Aquaristik sicher alle wissen, findet in einer Sauerstoffarmen Zone die für uns wichtige Denitrifikation statt.

Durch den hohen Bodengrund ist diese anaerobe Zone gegeben. Das Jaubert System hat sich hier zu Lande aber nicht durchgesetzt !

 

Am gebräuchlichsten ist daher immer noch die sog. Berliner Methode, in der neben lebender Steine, auch ein Abschäumer in Gebrauch ist.

 

Was macht ein Abschäumer und wie funktioniert das Prinzip?

In allen Abschäumern werden durch verschieden Systeme wie Venturi, Nadelrad, Fadenrad, Gitterrad, oder einer Mischung daraus, möglichst viele Luftblasen erzeugt. (Hinweis: Lindenholzausströmer finden heute meist  kaum mehr Anwendung. )

Es wird dabei der Auftrieb von Stoffen durch die Anlagerung feiner Luftblasen künstlich erhöht. Damit die an der Wasseroberfläche ankommenden Luftblasen nicht platzen, was ein Absinken der Schmutzteilchen nach sich ziehen würde, müssen die Luftblasen sehr kleingehalten werden. An der Oberfläche der Luftblasen lagern sich dann Eiweissmoleküle an. Sie bilden einen festen, oft dunklen Schaum. Dieser Schaum wird nun durch das Kontaktrohr gedrückt und steigt nach oben in den Auffangbehälter.

Entscheidend sind dabei einige Faktoren. Sehr feine Blasen bedeuten oft eine wesentlich längere Verweilzeit im Kontaktraum des Abschäumers. Je länger die Verweilzeit desto besser ist das Anlagern der Eiweissmoleküle an die Blasen. Das Eiweißmolekühl lagert sich nun an der Grenzfläche von Luft und Wasser an.

Gerade bei Abschäumer scheiden sich ja bisweilen die Geister, es gibt sie von einfach bis sehr hochwertig, von wenigen 100 bis über 1000 Euro. Auf Empfehlung von Claude Schuhmacher haben wir uns für unser 400 Liter Becken den K2 Skimmer von Aqua Medic ausgesucht. Er ist funktionabel und schäumt gut ab, so der Tenor. Zudem ist der preislich in der Mittelklasse angesiedelt.

 

 

Abschäumer der K-Serie werden in drei Baugrößen angeboten:
- K 1
für Aquarien von 100 bis 500 Liter
- K 2 für Aquarien von 200 bis 1.000 Liter
- K 3 für Aquarien von 300 bis 1.500 Liter.

Ausstattung:

- Regelbare 24 V Pumpe DC Runner inkl. Controller mit Futterstopptaste und 0-10 V Anschluss

- Hoher Lufteintrag, optimales Blasenbild durch neues Power Wheel

- Leiser Betrieb durch regelbaren Wasserauslauf am Gehäuseboden

- Frei positionierbarer Schalldämpfer

- Schaumentwicklung elektronisch und manuell regelbar

- geringe Stellfläche durch kompakte Bauweise

- Vollständig zerlegbar für leichte Reinigung

Technische Details K1, K2, K3

Und hier nun das Video von der Inbetriebnahme des K2:



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