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Wie ein Meerwasseraquarium entsteht-Teil 18: Versorgung KH, Calzium und Magnesium

Bereits nach kurzer Zeit nach dem Start des Meerwasser-Aquarium muss man sich Gedanken machen wie man den seine Werte auf Stand hält. Bekannt sind hier vor allem der Kalkreaktor und die Balling Methode. Kalkwasser war früher verbreitet, das wendet heute aber kaum mehr jemand an.

Steinkorallen, Muscheln aber auch die gerne gewünschten Kalkrotalgen benötigen Calcium und Carbonate zum Aufbau ihrer Skelettstrukturen. Bei konstantem Wachstum der Korallen entziehen sie dem Wasser diese wichtigen Mineralien. Es findet daher im Aquarium ein ständiger Verbrauch von Calcium und Carbonaten statt. Wenn wir nichts tun, führt das zum Wachstumsstopp und langfristig sogar zum Absterben von Steinkorallen. Ein Wasserwechsel reicht in der Regel nicht aus um den Fehlbedarf zu Ergänzen.

Bekannt sind eigentlich drei Methoden:

  • die Kalkwassermethode nach Wilkens (Calciumhydroxid-Lösung)
  • der Kalkreaktor
  • die Balling-Methode

 

Die Kalkwasser Methode (Calziumhydroxid)

Calciumhydroxid ist vereinfacht eine Substanz aus Calcium (Ca), Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H). 

Die Kalkwassermethode liefert lediglich Calcium, aber keine Carbonate. Wer sich zu Kalkwasser etwas belesen möchte, kann dies gerne auf dem Link in unser Archiv tun. Dort gibgt es eine sehr gute Abhandlung von Lars Sebralla zum Thema Kalkwasser, Kalkreaktor oder sogar beide zusammen: Link ARCHIV: 

 

Der Kalkreaktor:

Der Kalkreaktor ist ein technisch Verfahren, dass nicht immer in allen Aquarien optimal funktioniert.

Im Kalkreaktor wird Kohlendioxidgas (CO2) in Lösung gebracht um die Kalkpartikel in ihre Bestandteile, also Calcium und Carbonat, zu spalten. Allerdings reagiert CO2 dabei selbst mit Wasser unter Entstehung von Kohlensäure, was die Karbonathärte zusätzlich erhöht. Dabei kann ein Ungleichgewicht zwischen dem Calcium und dem Carbonat entstehen, so dass unmittelbar nach dem Kalkreaktor der im Reaktor gelöste Kalk im Aquarium erneut chemisch ausfällt. Die Freisetzung des Rest-CO2 in das Aquarium kann zudem zu unerwünschtem Algenwachstum führen. 

 

Die Balling Methode:

Benannt ist die Methode nach Ihrem Erfinder Hans Werner Balling, sowie weitererer Veröffentlichungen um 2000 bis 2001, unter anderem in der Fachzeitschrift Der MeerwasserAQUARIANER. Ich meine es gab damals mehrere relevante Veröffentlichungen, eine von Erwin Renke und natürlich die von Hans-Werner Balling selbst. Später folgte eine vereinfachte Veröffentlichung von Stefan Lindner, einem Aquarianer. Man kann schon sagen dass sich diese Methode weltweit ziemlich durchgesetzt hat.


Die Ballingmethode dient zur Versorgung des Meerwasseraquariums mit  Calcium (Ca), Karbonathärte (KH) und Spurenelementen. Vorteil der Ballingmethode ist eine verbrauchsabhängige Zugabe Ca, KH und den Spurenelementen. Diese Balling Methode wurde bereits vor vielen Jahren von FaunaMarin abgerändert und nennt sich dort die Balling Light Methode.

Hier seht ihr das Video zum anmischen:

 

Bevor man mit der täglichen Dosierung anfängt, sollte man optimaler Weise alle Werte auf den Sollwert bringen.

Erst mit korrekten Wasserwerten mit der Zugabe der 3 Lösungen zu beginnen.

Die Optimalen Werte liegen für:

KH: 7° - 8° 

Ca: 420mg - 440mg/Liter

Mg: 1290 - 1350 mg /Liter

Die tägliche Zugabemenge der 3 Parameter ist abhängig vom Verbrauch und beim Balling Light System immer getrennt voneinander zu betrachten.

Hierzu ist der Aqua Calculator (www.aquacalculator.com) ein sehr hilfreiches Programm das Euch dabei helfen kann. Dort kann man die gemessenen Werte eingeben und der Calculator errechnet einem die genaue Zugabemenge. 

Also alles auf Stand bringen, dann nach einem Tag Ca, MG und KH messen.

Die dann veränderten Werte eingeben und das Programm sagt einem was man zugeben muss. 

Richtig Sinn macht das natürlich auf Dauer mit einer Dosieranlage, also das Ganze dann zu automatisieren. Der Markt hält viele einfache aber auch teurere Geräte parat.  

Gerade in der ersten Zeit muss man sicherlich öfter messen, da sich z.B. Calzium und KH mehr verbrauchen als Magnesium.  Bei MG reicht es später aus, jede Woche oder sogar jede 2. Woche die Zugabemenge zu errechnen und zu dosieren, da sich Magnesium wesentlich langsamer verbraucht als das Calcium.  So sind dann die Zugabemengen hier deutlich kleiner als z.b bei der KH.

Die Zugabezeiten sind im übrigen nicht relevant. Man sollte nur nicht Calzium und KH zusammen dosieren. Am besten immer mind. 10 Minuten Pause zwischen den Dosierungen lassen. 

Die 3 Flüssigkeiten sind lange haltbar. Eine Braunfärbung der Calzium Lösung ist normal.



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