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Aquazoo Löbbecke in Düsseldorf


Aquazoo Löbbecke, in Düsseldorf


Endlich fand es statt: Das erste NRW Meerwassertreffen.

Entstehungsort war hier, wie so oft, das Meerwasserforum. Organisiert wurde das Treffen von Jürgen Dröge aus Düren. Frank Diehl aus Krefeld, stand ihm bei der Wahl des Restaurants hilfreich zur Seite. Jürgen hatte für uns eine Führung hinter den Kulissen des Aquazoo Löbbecke gebucht. Kostenpunkt 40 € pro Führungsgruppe (ca. 12 Personen). Gerade für uns Meerwasseraquarianer war es schon interessant zu sehen was hinter einer solchen Großanlage steckt.

Das Aquazoo Löbbecke ist eigentlich eine Mischung aus Museum und Zoo, wobei ich meinen Bericht auf die Meerwasseranlage beschränken möchte.


Da ich doch schon recht früh losgefahren war, bin ich durch einen Tipp von Jürgen Schmitt [Miniriff.de] vorher noch bei Meerwasser Böttcher in Pulheim bei Köln vorbeigefahren. Und Jürgen hat nicht übertrieben! Ein sehr schönes Fachgeschäft mit absolut netten Leuten. Auch macht mir Herr Boettcher einen sehr kompetenten Eindruck. Wie das immer so ist, man kommt ins Fachsimpeln und Quatschen... . Auf jeden Fall habe ich schnell mal das mit T5, und dem Oloid laufende Schauaquarium fotografiert.

Durch die Tiefe von 130 cm und die Verwendung von Riffkeramik hat es eine sehr gute Tiefenwirkung.

Als ich gegen 13.20 Uhr auf die Uhr sah musste ich mich schon sehr sputen um es rechtzeitig nach Düsseldorf zu schaffen. Denn um 13.45 war ja dort vor dem Aquazoo der Trefftermin. Es waren zwar nicht ganz die angekündigten 36, aber immerhin 26 Personen die sich dann doch dort eingefunden hatten. Für´s erste Treffen in NRW absolut in Ordnung :-) Einige wie Jürgen Schmitt [Miniriff.de], Michael Hannig, Stefan Phillip, Frank Diehl, Joachim Woschnik, sein Sohn Daniel und Oliver Pritzel kannte ich ja schon. Das Schöne aber ist dann, das man auch viele mit denen man schon lange mailt auch endlich kennenlernen konnte. Diese waren: Minou, Schlotti, Wensi, Elke aus Köln, Gerd Guddat [Holzaquarium.de] und noch einige andere. Ich hoffe ich habe hier keinen Wichtigen vergessen :-)

Gegen 14.00 Uhr wurden wir dann von Jörg Allenstein, unserem späteren Führer durch den Aquazoo, ganz herzlich begrüsst. Es wurden anschliessend zwei Gruppen gebildet. Ich selber gehörte zur zweiten Gruppe, so das wir bis 15.30 Uhr Zeit hatten den Aquazoo von vorne zu sichten. Logo, am interessantesten für mich war das fast 15 Meter lange Korallenbecken. Dieses ist im Halbkreis gebaut und besteht in der Front aus Plexiglas. Diese ist leider, vermutlich durch Fehler bei der Reinigung, doch schon recht arg verkratzt und teils dadurch auch unansehnlich. Da uns aber mehr das hinter dem Plexiglas interessierte, war uns dies nicht so wichtig.

Licht und Schatten:

Eines fiel sofort auf: Es werden Fische in der Anlage gepflegt die sehr gut im Futter stehen. :-) Alle Fisch sahen sehr gesund und wohlgenährt aus. Eine sehr interessante Fischgesellschaft die auch große Kaiserfische und Falterfische nicht ausnimmt. Auch ein kleiner Orangefleck-Feilenfisch schwamm ganz nett umher, allerdings hatte der nur das Picken an Steinkorallenpolypen im Sinn. Nun gut, in sowas steckt man halt auch nicht drin. Ebenfalls sehr interessant und gut gemacht fand ich die Themenbecken: Symbiose, tieferes Wasser, Rotfeuerfischbecken und auch ein reines Tubastreabecken. Wobei Stefan Philipp meine das es sich bei den gezeigten Tubastrea eher um Dendrophyllia handelt. Um das aber genau zu sagen, müsste man das Tier wohl untersuchen. Egal, es war durch die vielen neuen Polypen die sich dort bildeten auf jeden Fall wunderschön.

Allerdings war ich schwer erschrocken als ich das große Korallenbecken sah. Von weitem recht imposant, vor allem von der Form her hochinteressant und somit doch etwas Aussergewöhnliches. Von nahem aber nur eine große "Feueranemonenwiese". Das Becken ist übersät mit den Mayano-Anemonen. Viele Aquarianer wissen das diese Art sich unheimlich schnell vermehrt und dabei schnell jegliches Siedlungssubstrat besetzt. Man kann richtig gut sehen das das ganze Becken unter den vielen nesselnden Tieren leidet. Nach meiner Auffassung sollte hier möglichst schnell etwas geschehen sonst ist das Becken, und damit die anderen Korallen, kaum mehr zu retten. Sicherlich leicht ist es nicht diese Plage loszuwerden. Aus einigen Erzählungen von anderen Aquarianern weiss ich aber das zum Beispiel Fledermausfische (Platax) da durchaus rangehen und diese Mayanos fressen können. Auch der Narvachus-Kaiser gilt bisweilen als Mayanofresser. Ich denke der Zoo hat aber genug Möglichkeiten hier einige Tiere auszuprobieren. Denn mechanisch ist meiner Ansicht hier kaum mehr was zu machen. Wobei es überlegenswert sein sollte evtl. die zugewachsenen Steine komplett zu entfernen. Weiter unten sieht man das die Korallen sich nicht gegen das massive Wachstum von den Minianemonen wehren können. Ich denke hier muss auf jeden Fall schnell was geschehen.

Schauen Sie die Fotos an. Es ist bestürzend. Man sieht viele "so gut wie" abgestorbene Acroporas, durch Algenwuchs und Mayanos die dazwischen wachsen. Aber man sieht auch das die Korallen schon lange wachsen und mittlerweile unten schon wieder zu Stein werden. Dennoch die Korallen sind zum Teil schon hin, und sollten dann an sich entfernt werden.

Auch sehr interessant war das grosse Haibecken, in dem auch eine Riessenschildkröte zu finden war. Ein wirklich wunderbarer Anblick. Nach unserem Rundgang, der auch das grosse Haibecken einschloss warteten wir dann auf unsere Führung die hinter die Kulissen gehen sollte.


Hinter den Kulissen:

Auch sehr interessant war das grosse Haibecken, in dem auch eine Riessenschildkröte zu finden war. Ein wirklich wunderbarer Anblick. Nach unserem Rundgang, der auch das grosse Haibecken einschloss warteten wir dann auf unsere Führung die hinter die Kulissen gehen sollte. Interessierte Zuhörer gab es dann jede Menge hinter dem grossen Korallenriffbecken. Dazu aber auch jede Menge Rohre, Schläuche, Ketten, Technik... schlimmer noch wie man es sich vorstellt *g*

Sehr wichtig war für mich auch die Führung durch den grossen Technikraum. Dort, hinter den 5 Rieselfiltertürmen war auch ein Abschäumer angeschlossen. Wohlgemerkt dahinter! Bereits damals wußte man es schon besser was die Wasseraufbereitung angeht. Es wimmelte nur so von Verrohrungen, aber das ist ja kein Wunder. Wenn der Aquazoo einen Wasserwechsel macht, betrifft das gleich an die 20.000 Liter.

Alles in allem ein interessanter Besuch mit einer wirklich guten Führung. Jörg Allenstein beantwortete geduldig alle unsere Fragen, gab uns aber dann auch zu verstehen das wir wohl die bisher kritischsten Besucher darstellten die er je geführt hatte....... Nach der Führung fuhren wir sofort los, quer durch Düsseldorf in das Lokal "Schalander". Eine sehr gute Wahl von Frank Diehl, wie ich fand. Echt lecker Essen und ein angesagter Düsseldorfer In-Treff. Hier wurde dann noch gefachsimpelt und gemeinsam gegessen. Es war wieder mal ein toller Tag mit vielen netten Leuten. Na klar, waren ja auch alles supernette Meerwasseraquarianer/innen :-)

Es hat mich vor allem gefreut mal zu sehen wer hinter den e-Mailnamen so alles steckt. Hat man doch in der Vergangenheit mit vielen hin und her gemailt und so das eine oder andere Problem besprochen.

So ganz locker wurde neben dem Essen dann ein zweites NRW Treffen vereinbart. Dieses soll dann in Dortmund stattfinden. Zu gegebener Zeit werden wir natürlich darüber berichten.

Wir weisen Sie darauf hin dass Sie in der Galerie noch mehr Fotos vorfinden.

Robert Baur-Kruppas, im Februar 2002

 


Dieser Artikel ist am 22.07.2007 erschienen

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