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Turbellarien im Meerwasseraquarium loswerden - einfach ohne Chemie


Turbellarien gehören in der Meerwasseraquaristik zu den "Plagegeistern" und beschäftigten sowohl den Aquarianer als auch den Schreiber wie mich, oder den Autoren des Videos.

Wir haben in den vergangenen Jahren schon einiges zu Turbellarien veröffentlicht. wie zum Beispiel die zwei Berichte die in der Koralle erscheinen sind. In Teil eins geht es um den natürlichen Feind der sog. roten Turbellarien die sich oft ohne ersichtlichen Grund im Becken vermehren. In Teil 2 geht es um die Risiken der chemischen Behandlung.

Link: Turbellarien Teil 1

Link: Turbellarien Teil 2

 

Allgemeines:

Strudelwürmer der Ordnung Acoela sind eine Gruppe der Plattwürmer (Plathelminthes) und befinden sich in der Klasse Turbellaria (Strudelwürmer). Der Ordnungsname Acoela bezieht sich auf das Fehlen einer Leibeshöhle („Coelom“), denn diese Würmer besitzen stattdessen nur eine Gewebsspalte („Syncytium“). Es handelt sich dabei um eine Gruppe sehr einfach konstruierter Tiere, denen sogar ein spezielles Atmungsorgan fehlt. Sie besitzen also keinerlei kiemenähnliche Körperstrukturen, die einen besonders effizienten Gasaustausch bewerkstelligen könnten, sondern atmen über die gesamte Körperoberfläche. Das beschränkt ihr Vorkommen auf besonders sauerstoffreiche Zonen.Der simple Körperbau dieser Tiere ist eine ideale Voraussetzung für die vegetative Vermehrung, denn je komplexer ein Organismus aufgebaut ist, um so schwieriger ist diese Fortpflanzungsweise durch Abtrennung eines Fragments, das schließlich die fehlenden Strukturen ersetzen muss. Bei der geschlechtlichen Vermehrung werden die Eizellen durch die Körperwand abgegeben; ein spezieller Ausführungsgang fehlt.

Klasse Turbellaria (Strudelwürmer, ca. 3.000 Arten)
Ordnung Acoela (17 Familien, 73 Gattungen, 202 Arten)
Familie Convolutidae (19 Gattungen, 69 Arten)
Gattung Convolutriloba
Convolutriloba retrogemma
Gattung Convoluta (18 Arten)

Turbellarien der Ordnung Acoela leben nicht nur im Meerwasser, sondern auch im Süßwasser und in Feuchtgebieten auf dem Festland, z. B. in der Bodenschicht tropischer Laubwälder. In der Meerwasseraquaristik werden sie, einer Fehlzuordnung in der aquaristischen Literatur der 80er Jahre folgend, leider meist irreführend als „Planarien“ bezeichnet. Planarien gibt es tatsächlich, doch diese leben ausschließlich im Süßwasser und gehören zur Ordnung Tricladida – zwar Angehörige der gleichen Klasse, doch trotzdem etwas völlig Anderes.

 

In dem nachfolgenden Video von Matthias Schütt zeigt er sehr gut was mit einem einfachen Mittel im Bezug auf die bekannten Turbellarien auf Korallen schon erreichen kann. Herzlichen Dank dafür.

 

Mit salzigen Grüßen von Matthias Schütt und Robert Baur


Dieser Artikel ist am 06.09.2012 erschienen

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Kommentare

Matthias1
Dabei seit:05.01.2009
Kommentare 
Korallenriff:8
Lexikon:0

Wenn sie lange genug dem Süsswasser ausgesetzt sind (3-5 Sek.), platzen sie durch den osmotischen Druck. Dann sollten sie hin sein
Beitrag vom 05.11.2012 - 14:20 

wolfy48
Dabei seit:10.03.2010
Kommentare 
Korallenriff:2
Lexikon:0

Was passiert nach mit den Turbellarien nach der Wasserbehandlung? Sind sie tot oder siedeln sie nur um??
Beitrag vom 13.10.2012 - 17:52 

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