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Erfahrungen zum neuen Riffmörtel "Reef Bond"


Dieser Artikel entstand wie etliche andere zuvor auch. Adalbert hatte sich per mail an uns gewandt mit der Frage wie unsere Erfahrungen zu dem neuen Riffmörtel sind. Da wir aber noch keine Erfahrungen damit gemacht hatten, mussten wir Ausnahmesweise mal passen. Dennoch verband ich die Mail an Adalbert mit einer Bitte das er uns schreibt wie seine Erfahrungen sind falls er ihn ausprobiert. Er versprach uns sich zu melden.

Nun kam vor einer Woche sein erstes Statement zum neuen Reef Bond der Fa. AMA. Da sich zudem vor einigen Tagen im Meerwasserforum.info eine Diskussion über die Problematik des Korallenklebens entwickelte, meldete sich noch Paul Müller mit seinen Erfahrungen. Wir möchten diese beiden Aussagen der zwei Aquarianer zusammenfassen und hoffen, Ihnen liebe Leser, einen kleinen Überblick über den neuen Korallen- und Steinkleber geben zu können. Evtl. kommt er ja auch bei Ihnen in Frage?

Der Hersteller schreibt über Reef Bond:

zum Befestigen von Korallen und Korallenablegern
zum stabilisieren und konstruieren von Riffaufbauten
zur Über und Unterwasserverklebung geieignet
- Schadstoffarm
- Schnellbindend
- Riffsicher
- Problemlos
- Dauerhafter halt
Für beste Klebeergebnisse und dauerhaftem Halt durch Meerwasserbeständigkeit



Anfangen möchten wir der Reihe nach, also mit Adalbert Szymzak:

Ich bin der Bitte von Robert etwas für Korallenriff.de zu schreiben gerne nachgekommen. Hier sind nun meine Erfahrungen mit dem Kleber.

Negativ:  Das Verarbeiten des Mörtels braucht einige Übung. Man kann es mit Gips anrühren vergleichen. Ich habe schon einige Probeverklebungen angerührt, bis es mit der Konsistenz klappte. Wenn man nicht acht gibt, wird es eine große "Sauerei" beim Anrühren. Es klebt kaum, ist also nichts für senkrechte oder über Kopf Verklebungen. Härtet sehr schnell, d.h. lange ist es weich.. gar nichts und plötzlich ist es steinhart. Die Dauer bestimmt die Temperatur des Wassers. Bei handwarem Wasser muß es in ca. 5 Minuten fixiert sein.

Positv:

Wenn der Mörtel ausgehärtet ist, ist er wirklich steinhart. Nicht so krümmelig wie der Kunststoff. Sieht natürlicher aus, wie Stein. Wenn man etwas mehr braucht, kann man feinen Korallengrus druntermischen oder etwas unregelmäßig modellieren, dann schauts noch natürlicher aus. Es sieht nicht so unnatürlich weiß aus wie Kunststoff. Und es trübt nicht bei wenn man es richtig anwendet.

Ich habe auch keinerlei Unbehagen bei den Tieren feststellen können. Das Preis-Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach sehr gut. Der Kaufpreis ist zwar im ersten Moment happig, aber der Zement ist dafür sehr ergiebig. Ich schätze das der Inhalt der 1000ml Dose mindestens 5 Stangen Kunstoff ergeben würde.   Anwendung:

Man braucht dazu ein Plastikgefäß, ähnlich wie beim Gips erstellen, also etwas felxibel, dazu auch einen festen Kunststoffspatel. Am besten man setzt die Hälfte von dem was man vorhat an, gibt mehr Wasser dazu und rührt nach und nach Zement dazu, bis die richtige Konsistenz erreicht wird, die sich wie Teig anfühlt, als noch sehr weich.

Wenn sich die Masse als Klumpen von dem Plastikgefäß löst, hat es die richtige Mischung und kann in der Hand zu Kugeln gerollt werden. Eher bringst nichts, das schaut man dann aus wie ein Maurer. Ich rolle die Kugel dann immer noch etwas im Zement bis es passt. Der Mörtel muß sich unbedingt beim Rollen in der Hand trocken anfühlen nur so klebt er auch und löst sich nicht auf.

Nun muß es schnell gehen. Man muß sich im vorherein klar sein, wohin die Klebung soll. Die Kugel auf die Unterlage drücken, die Koralle dementsprechend fixieren und festhalten oder anderweitig stabilisieren. Sinnvoll ist es auch die Strömmungspumpen abzuschalten. Mit etwas Geduld ist in ca 2-3 minuten im Wasser die Koralle "einbetoniert"



Nachtrag:
Der Zement ist fast nicht mehr zu entfernen, das geht nur noch mit brachieller Gewalt. Dagegen kann man den Kunstoffkleber , falls man ein Koralle wieder versetzen möchte, mit dem Klebefuß problemlos entfernen. Bei der Zementklebung muß man die Koralle rausbrechen. Also für die ewigen Umsetzer, wie mich, brechen damit steinige Zeiten an.

Viele Grüße von Adalbert alias "Jim"


Es folgen nun die Erfahrungen von Paul Müller:


Ich habe gerade den Threat über Korallenkleber im Forum gelesen. Dazu von mir folgende Stellungnahme:

Ich benutze diesen Kleber zu Kleben von großen Steinkorallenstöcken (Montipora-Platten, Tischkorallen ... ) an senkrechten Stellen ohne Probleme.

Wichtig dabei ist

- das Substrat im Aquarium vorher mit Zahnbürste von aufsitzendem Bewuchs (Belägen)befreien!

- Reef Bond mit Wasser anrühren. Wichtig dabei ist, dass der Kleber gut gemischt wird und homogen ist und nicht zuviel Wasser verwendet wird (Knetmassenkonsistenz).

- Den so angemischten Kleber zu einer Kugel formen und an die Koralle drücken

- die Klebefläche mit Koralle nun an die gereinigte Stelle drücken und mit den Fingern leicht die Kontaktflächen (Kleber und Substrat) modelieren, um somit die Kontaktflächen zu vergrößern.

- die Koralle nun solange möglichst nicht bewegen bis der Kleber angezogen hat (ca. 3-5 Minuten

Der Kleber bröselt nur, wenn nicht homogen gemischt wurde oder wenn zwischen Mischen und Andrücken zuviel Zeit verstrichen ist, so dass der Kleber bereits erhärtet.

Auf diese Weise habe ich schon zig Korallen und Steine im Aquarium ohne Probleme mit Reef Bond befestigt!

Nach Diskussion mit weiteren Anwendern von Reef Bond zur Anbringung überhängener Aufbauten/Korallen noch folgendes:

Alternativ kann auch so verfahren werden.

Substrat wie gehabt mit Zahnbürste von aufsitzenden Belägen befreien. Kleine Menge Reef Bond mit einer Spatel homogen anrühren und zu einer Kugel formen. Es reicht eine daumennagelgroße Kugel. Die Kugel an das im Aquarium befindliche Substrat pressen und mit dem Finger an dieses modellieren (verstreichen), so dass eine kleine Auflagefläche entsteht (Zapfen).

Zapfen erhärten lassen ( ca. 10 Minuten).

Erneut Reef Bond anrühren ( etwas größere Kugel). An zu befestigende Koralle (Stein) außerhalb des Wassers wie gehabt modellieren (gegebenfalls Koralle/Stein etwas abtrocknen) und sofort an den bereits im Aquarium angebrachten Zapfen anpressen und wieder durch modellieren eine Verbindung zwischen Zapfen und Koralle/Stein herstellen. Dabei die Koralle/den Stein mit der Hand möglichst in fester Position fixeren und einige Minuten so die Position halten, bis der Kleber erhärtet.

Zugegebenermaßen gehört ein bisschen Übung dazu. Aber wenn man sich einmal auf diese Verarbeitungsweise eingestellt hat, klappt das sehr gut. Meines Wissens ist das der einzige Kleber der die Verklebung von Korallen im Aquarium an senkrechten oder überhängenden Aufbauten so problemlos erlaubt.


Mit salzigen Grüßen, Paul


Dieser Artikel ist am 20.07.2007 erschienen

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