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SPS Korallen retten durch Fragmentation


Dieser Artikel erschien zu einer Zeit als es noch nicht gang und gäbe war, dass es an jeder Ecke SPS Nachzuchten gab. Die meisten hielten zwar schon Steinkorallen, manche vermehrten sie sogar, aber das war Ende der 98 rum eher die Ausnahme als die Regel. Da noch viele Leser damals neu waren und sich nicht so gut auskannten, veranlassten mich etliche e-mails die wir bekamen, eine kleine Zusammenfassung über das Fragmentieren von SPS zu machen. Daher sollte man diesen nun über 10 Jahre alten Artikel auch als das werten :-)

Kleipolypige Steinkorallen die Meister des Riffbaues... Schnellwachsend, bei der richtigen Pflege und mit ein wenig Glück sehr farbig. So lautete damals die Einleitung.

Leider ist die Pflege oftmals nicht gar so leicht, ja manchmal gehen SPS Korallen auch ohne jeglichen Grund kaputt. Das passierte damals vor allem in typsichen Altbecken, in denen viele Weich und Lederkorallen dominierten. IN Becken wo viele Gelbstoffe vorhanden waren, es ab sicherlich mangifaltige Gründe. Es war zu einer Zeit wo T5 Röhren oder Technik noch gar nicht in er Aquaristik entdeckt war *eg*


Ich kann mich noch gut erinnern. Man kauft sich einen wunderschönen Stock, und am nächsten Tag beginnt dieser an manchen Stellen weiss zu werden. Stückchen für Stückchen wird die Koralle weisser. Manchmal innerhalb eines oder mehrerer Tage, die Koralle ist dahin. Wenn das Euch mal passieren sollte, die Koralle ist evtl. noch zu retten. Das Thema Krankheiten und Plagegeister wird in einem separaten Bericht behandelt, weshalb ich hier nicht näher darauf eingehen möchte. In der damaligen Zeit gab es viele Ausfälle, aber es gab auch da schon findige Köpfe die versuchten importierte Tiere nicht zu verlieren.
Meist passiert das sog. Bleaching nach dem langwierigem Transport zu uns. Was der Auslöser ist, das kann man sicher nur vermuten. Sei es das Transportwasser, (zu kalt geworden da zu lange unterwegs), ich meine man steckt da einfach nicht drinn. Wichtig ist hier eher, noch zu retten was zu retten ist.


Wie rette ich eine geschädigte und zum Tod geweihte kleinpolypige Steinkoralle?

Mittlerweile wissen es viele, aber halt doch nicht alle. Daher erlaube ich mir hier nun die Möglichkeit zu beschreiben wie man diese Art Korallen, die am kaputtgehen sind, (ausbleichen) noch retten kann. Es ist einfacher sogar weitaus einfach als man denkt!

Ist es mal soweit das eine Koralle ausbleicht, dann sollte man doch relativ schnell handeln. Man bricht mit der Hand, besser aber mit einer Zange die gesunden Teile von dem Stock ab und lässt diese erst mal einige Stunden im Aquarium liegen. So haben die abgebrochenen Teile mehr Gelegenheit sich zu regenerieren. Man kann diverse Löcher in kleine Steine bohren die in etwa die Größe von dem abgebrochenen Ästchen haben. Hier hinein kann man dann die neu gewonnen Ableger stecken. Mit ein wenig Glück (meist sogar ) klappt das ganz gut. Es geht allerdings auch auf eine andere Art - die Koralle einfach fest zu kleben. Im Handel sind hier einige gute Korallenkleber zu finden. Es handelt sich meist um zwei Komponenten (verschieden farbig) die man kurz vor der Verwendung kneten muss bis diese farblich gleich sind, und sich die Knetmasse richtig erwärmt. Wir haben bisher recht gute Erfahrungen mit dem Kleber von Grotech und Timo clue. So kann man aus einem kaputtgehenden Stock mehrere Ableger machen, und die Koralle damit vielleicht retten. In der Regel gehen die meisten kleinen Ableger gut an. Hilfreich ist es oftmals mit dem Aufkleben einen oder zwei Tage zu warten, da die Koralle so gelegenheit hat die Bruchstelle zu regenerieren.



Auch hat sich ein kurzes Bad in einer Jodlösung als gut erwiesen vor allem dann wenn ein Tier einen Befall mit Strudelwürmen hat. Hierzu gibt mal in 1 Liter Meerwasser 2 ml Jod (Betaisadona) hinzu, und badet die Koralle kurze 10 Minuten darin.

Je sauberer das Wasser, je besser die Umweltbedingungen für das neue Tier, desto eher dankt es mit Wachstum. Ich habe auf jeden Fall die Erfahrung gemacht das eine Fragmentation wenigstens einen Teil der Koralle rettet, wohin gegen das Nichtstun meist den ganzen Stock (bzw. Koralle) gekostet hat.

 


Dieser Artikel ist am 26.08.2007 erschienen

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