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Großangelegte Chaetomorpha-Studie: So könnt ihr mithelfen


In den letzten drei Jahren wurden die Riffe von Guam von einer Drahtalgenplage heimgesucht. Das ist insofern ein großes Problem, weil die Algen die Korallen überwachsen und ihnen das Licht nehmen. In einer schon durch andere Einflüsse geschwächten Riffgemeinschaft könnte dies zu einer Katastrophe führen. Aber nicht nur Guam ist betroffen, auch aus Australien und der Karibik gibt es Berichte von Problemen mit zu starkem Chaetomorpha-Wachstum.



Nun wollen die Wissenschafter Anna Simeon und Dr. Tom Schils von der Universität von Guam gemeinsam mit der Regierung von Guam, der nordamerikanischen NOAA und weiteren internationalen Wissenschaftern ein Projekt starten, in dem sie dem Problem mit genetischen Methoden näherkommen wollen.

So soll herausgefunden werden, ob es sich bei der Drahtalgenart, die sich so explosionsartig vermehrt hat, um eine einheimische oder um eine eingeschleppte Art handelt. Dazu wurden bereits Chaetomorpha-Proben aus der Wildnis entnommen, die nun mit den Arten, die wir in unseren Refugien und Aquarien pflegen, verglichen werden sollen. Das soll mehr Einblick geben, ob die Arten, die wir pflegen, irgendwie in die Wildnis gelangt sein könnten, oder ob das Problem woanders angesiedelt ist.


Wie können wir helfen?

Die Forscher bitten uns Aquarianer, ein bisschen der in unseren Becken vorhandenen Chaetomorpha-Algen für eine genetische Analyse zu spenden. Wer sich meldet bekommt in den nächsten Monaten ein kleines Päckchen mit Silica-Gel (ein ungiftiges Trocknungsmittel), eine detaillierte Anleitung für die Probenaufbereitung, einen kurzen Fragebogen und ein frankiertes Rückkuvert. Spenden muss man nur eine ganz kleine Menge der Alge (ein Büschel mit etwas über 0,5 cm Durchmesser).

Wer teilnehmen will soll bitte eine E-Mail an chaeto.project@gmail.com schicken mit den folgenden Informationen:

- Name

- E-Mail

- Adresse, wo das Paket hingeschickt werden soll

- woher die Drahtalge bezogen wurde (eBay, anderer Aquarianer, lokales Geschäft, etc.)


Wir finden solche Forschungsarbeiten ganz toll und freuen uns, dass hier die Wissenschaft auf uns Aquarianer zukommt, um gemeinsam Problemlösungen zu finden. Wir hoffen, Ihr beteiligt Euch zahlreich!


Dieser Artikel ist am 27.05.2015 erschienen

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