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Die neue LED/T5 Hybrid-Beleuchtung von ATI im Test.

sea-shepherd: Mir ist dieser Bericht ein Stück weit zu positiv geschrieben. Das mag vielleicht daran liegen das beim Author ein wesentlich größerer Sachverstand und ein ausgereifteres Modell der Beleuchtung vorliegt als bei mir oder 4 Wochen auch nicht wirklich ausreichen um einen Erfahrungsbericht zu verfassen. Mei, aber das paßt in diese Zeit schließlich schreiben auch Menschen im Alter von 25 Jahren ihre Memoiren. Um vielleicht das eine oder ander in ein aus meiner Sicht objektiveres Licht zu rücken (Wortspielalarm) möchte ich meine Erfahrungen zu besten geben.
Ich betreibe 2 dieser Lampen (8x80W T5 / 4 x 75W LED) seit nun 8 Monaten über meinem Becken und habe hier einen zwiegespaltenen Eindruck. Generell kann man sagen super Licht und top für die Korallen - man sollte nur sehr genau nachdenken welche Koralle man wo platziert und den Mindestabstand von 20cm über dem Wasser einhalten. Bei 80cm Wassertiefe werden alle Schichten voll durchdrungen und durch den Scatter-Effekt der Reflektoren werden selbst sonst abgeschatte Bereiche nur gut beleuchtet. So weit das Positive. In der Ausstattung fehlt mir hier eindeutig ein Mondlichtprogramm - eigentlich ein absolutes No-Go für eine Lampe in diesem Preissegment. Eine Ansteuerung über GHL nicht möglich! Die Aufhängung, auch in Anbetracht des stattlichen Gewichts der Lampe hätte man auch zum einen estethischer und technisch besser lösen können als zwei dünne Drahtsehnen. Technisch sehe ich mehr Schatten als Licht - aber wie gesagt das mag daran liegen das ich vielleicht 2 Montagsmodelle habe. Ein Schaltbereich hat einen nicht auffindbaren Wackelkontakt, d.h. da immer ein Röhrenpaar gleichgeschaltet ist fallen dann immer auch gleich 2 Röhren aus. Mehrfacher Röhrenwechsel hat nichts gebracht; machmal ist das betroffene Röhrenpaar an und manchmal eben nicht. Ach ja Röhrenwechsel; der geht nur mit Zange - die Röhren sitzen so knapp in der Fassung und ist so wenig Luft zum Reflektor das diese praktisch ohne Zange nicht heraus gedreht werden können da man die Finger garnicht reinbekommt. Software - ich widerspreche das diese intuitiv zu bedienen ist - selbst der Händler welcher mir die Lampen verkauft hatte, war erstmal aufgeschmissen. Hier braucht man viel Zeit und zudem ein tiefes Verständnis welche Leuchtmittel wie geschaltet werden sollen und zudem ein Verständnis wie am besten die LED zu schalten sind. Keine Hilfefunktion und kein Handbuch ist für die Software vorhanden - der Nutzer ist alllein auf sich gestellt. Ich habe mir ein Profil schicken lassen das ich dann eingespielt habe und dann nach und nach meinen Bedürfnissen angepaßt habe. Von Plug-and-Play und Nutzerfreundlichkeit kann hier nicht die Rede sein. Schön ist das alle Kabel in einen dicken Schlauch zusammengefaßt sind, schlecht wenn die Kabelschächte für ein solches Monstrum nicht ausgelegt sind da auch ein großer Stecker aus der Starkstromtechnik verwendet wird der einen deutlich größeren Umfang hat als herkömmliche Netzstecker (und bei mir sind es 2). Laut ATI sollen auch alle Röhren 2 Wochen lang vor Nutzung der Dimmfunktion eingebrannt werden - bei mir hat das nur bedingt funktioniert - vor allem bei den Weißlichtleuchten mußte ich diese mehrfach tauschen bis das funktioniert hat. Ich denke von der Idee ist diese Lampe definitv der Schritt in die richtige Richtung - in der technischen Ausführung und Bedienerfreundlichkeit ist hier allerdings noch viel Luft nach oben!