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Zwei Parasiten auf Dendronephthya Korallen - Marionia sp. und Pseudosimnia culmen


Claude Schuhmacher, Fachhändler aus Holzgerlingen bei Stuttgart, entdeckte vor einigen Tagen in seiner Korallenanlage die auf der Bilderserie abgebildete Nacktschnecke. Er fertigte Fotos und einen kleinen Video von dem Tier an.

Wie so oft sind diese Schnecken durch ihre Tarnfähigkeit kaum von der Koralle zu unterscheiden, für Laien meist so gut wie nie zu finden. Sie passen sich vortrefflich in Form und Farbe dem Wirt an, auf dem sie parasitieren.

Die Bilder veranlassten uns natürlich gleich zu ener fleissigen Suche in den weiten des Webs. Wie der Zufall es so will hatte ich nur wenige Tage zuvor den neuen Wälzer Nacktschnecken der Weltmeere zur Rezension erhalten. Da warf ich natürlcih gleich mal einen Blick hinen. Für uns, wo wir zur ID von Tieren vieles nachschlagen müssen, ist das Buch ohnehin unverzichtbar. Aber zuerst mal die Bilder :-)











 

Sehen Sie das Video hier im Original

Claude Schuhmacher selber identifizierte die Art auch zwar ohne Buch, aber ich konnte durch den neuen Schneckenwälzer von Debelius und Kuiter ein wenig dazu beitragen :-)

Es handelt sich ziemlich sicher um eine Schnecke aus der Unterordnung Dendronotina und hier die Familie Marionia.

Marionia sp.
Mehr, oder genauer, war leider so nicht machbar...Sehen sich gerade diese Schnecken doch recht ähnlich.

Mit mehr als 2000 Arten ist die Ordnung Nudibranchia die größte Gruppe innerhalb der Ophistobranchia und wird hier in die folgenden 4 Unterordnungen unterteilt.


Baum- oder Bäumchenschnecken, so werden sie populär oft genannt, fressen - mit der Ausnahme der Gattungen Melibe und Tethys die filtrieren - hauptsächlich Nesseltiere in Form von Korallen, Anemonen und Quallen. Sie werden meist bis ca. 50 mm groß. Schnecken aus der Gattung Tritoniidae fressen ausschließlich diverse Gorgonien und Weichkorallen wohin gegen sich andere wie Dotidae, Bornellidae und Scyllaeidae auf Hydroiden spezialisiert haben. Die große Gattung Tritonia lebt vor allem in temperierten aber auch sehr kalten Meeren, wohingegen die zweitgröße Gattung Marionia eher tropisch zu finden ist. Im übrigen ist dies alles im neuen Nacktschneckenbuch nachzulesen :-)

Einige Tage später fand Claude den nächsten "Korallenfresser" eine Eischnecke oder auch Spindelkauri mit Namen Pseudosimnia culmen , die ebenfalls hervorragend getarnt in einer Weichkoralle saß und dort die Koralle schädigte. Auch hiervor möchten wir Ihnen zwei Aufnahmen zeigen. Im Meerwasser-Lexikon finden Sie dazu auch ein kleines Video.



So sollte man jede neu erworbene Koralle immer gut anschauen und auf evtl. Plagegeister absuchen. Gerade Bäumchenschnecken sind, man sieht es ja deutlich auf den Bildern, schwer zu entdecken. Natürlich gehört der regelmäßige Blick auf seine Pfleglinge dazu. Steht ein Tier nicht gut gibt es oft einen Grund dafür. Man sollte auch immer mal des Nachts einen Blick ins Becken riskieren bevorzugt mit einer nicht zu hellen Taschenlampe. Dort entdeckt man oft mehr als am Tage.

 

Claude Schuhmacher und Robert Baur-Kruppas

 


Dieser Artikel ist am 27.12.2007 erschienen

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