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Erweiterungen für den Aquastar von IKS


Seit ich den Aquastar von IKS als Aquariumcomputer einsetzte, hatte ich immer noch ein paar Wünsche, die mir dieser Computer aber so einfach nicht erfüllte.

Ich dachte an folgendes:

1. Fütterungs- und Wartungstaste, damit die Pumpen abgeschaltet werden. Dabei wollte ich nicht am IKS rumprogrammieren oder mit nassen Fingern die Stecker ziehen oder im Unterschrank nach der schaltbaren Steckdosenleiste suchen.

2. Es sollte einen Lecksensor geben, der die Filterpumpen abschaltet, wenn Wasser im Unterschrank auftritt .z.B.: durch abgerutschte Schläuche, undichte Filterbecken etc.

3. Ein Gerät sollte mir den Füllstand der verschiedenen Vorratsflachen (Spurenelemente, Wasservorrat etc) signalisieren. Diese Anzeige sollte auch ohne Computer funktionieren.


Alle diese Punkte sind mittlerweile realisiert und schon längere Zeit ohne Probleme im Einsatz. Dieser Bericht soll zeigen wie dieses mit einfachen Mitteln, betriebssicher und kostengünstig zu realisieren ist. Vorher noch ein Wort zu den Schaltungen. Diese sind sehr einfach nachzubauen. Ich habe mit Absicht keine integrierten Schaltungen, Pic’s oder ähnliches eingesetzt. Damit wäre es z.B. bei der Füllstandsüberwachung einfacher gewesen. Jetzt benötigt man allerdings nicht mehr als ein Lötkolben, ein paar Bauteile und etwas Zeit. Selbst eine Platine braucht man nicht anzufertigen.

Ich übernehme keine Haftung, Garantie, Gewährleistung oder ähnliches. Jeder Nachbau nach dieser Anleitung geschieht ausdrücklich auf eigenes Risiko.

Zuerst benötigen wir ein Modul um mit dem Aquastar in Verbindung treten zu können. Auf dieser Abbildung sehen Sie die benötigten Bauelemente.



Die 3 Widerstände und die Brücken können direkt auf der Sub – D Buchse verlötet werden. Stecken Sie dieses Modul in einen freien Modulanschluß des Aquastar und Sie sollten einen neuen Pegelschalter ( PE ) angezeigt bekommen. Wenn Sie zwischen Punkt A und Punkt B des neuen Moduls eine Brücke setzen, sollte die Anzeige zwischen PE Wasser und PE Luft wechseln. Damit ist dieser Schritt erfolgreich abgeschlossen.

Alle Erweiterungen sind nun von der weiteren Verwendung abhängig.

Der Fütterungs- und Wartungsschalter ist relativ einfach. Schließen Sie zwischen Punkt A und Punkt B einen Schalter an. Ob es sich darum wie im Bild



gezeigt um einen Öffner oder Schließer handelt spielt keine Rolle.
Schließen Sie die Pumpen an einer Schaltsteckdosenleiste an. Unter dem Menüpunkt Regelung Pegel wählen Sie das neue Modul aus. Wählen Sie eine Regelart. Ob Ablassen oder Nachfüllen ist egal. Geben Sie KEINE Alarmzeit an. Geben Sie nun noch die Steckdose mit der angeschlossenen Pumpe an.
Nach dem Start sollte die Pumpe in einer Schalterstellung laufen und in der anderen Schalterstellung abgeschaltet sein. Auf dem Schalter liegt nur eine Kleinspannung von max. 5 Volt. Somit ist auch eine direkte Montage in Nähe des Aquariums kein Problem.

Wenn Sie stattdessen eine Taster oder Schwimmerschalter anschließen, können Sie natürlich auch weitere Regelungen realisieren.



Wesentlich interessanter ist allerdings die Verwendung als Lecksensor. Wenn bei Ihnen auch die Pumpen, Filterbecken, UV-Lampen usw. im Unterschrank stehen, brauchen Sie sich keine Sorgen mehr über eine zu spät bemerkte Undichtigkeit im Unterschrank zu machen. Sobald dieser Sensor mit einer leitfähigen Flüssigkeit überbrückt wird. schaltet er die Pumpen zum Hauptbecken ab. Somit kann kein weiteres Wasser von Hauptbecken ins Unterbecken laufen und die Überschwemmung noch vergrößern. Außerdem ist ein Trockenlaufen der Pumpen durch ein undichtes Filterbecken verhindert. Auch eine Abschaltung für die maximale Füllhöhe des Aquarium kann so realisiert werden. Es können mehrere Sensoren parallel geschaltet werden.



Diese 3 Bauteile passen noch bequem in das Gehäuse der Sub D 25 Buchse. Für die 2 Sensorflächen habe ich ein ca. 2cm breites selbstklebendes Aluband (Hersteller Tesa) verwendet. Dieses Band habe ich verzahnt mit ca. 3 cm Abstand über den ganzen Boden des Unterschrankes verteilt. Eine 2 adrige Leitung wurde mit Kabelschuhen und Edelstahlschrauben an diese Sensoren befestigt und dann mit dem Modul verbunden. Der Sensor ist so empfindlich, das ein leicht feuchtes Handtuch ausreicht, um den Sensor zu aktivieren. Die Programmierung erfolgt wie unter Fütterungs- und Wartungsschalter beschrieben. Nur die Regelungsart muss diesmal Ablassen sein.

Ein fertiges Modul könnte z.B. so aussehen




Füllstandsmelder
Diese Modul soll bei Erreichen von minimalen Füllzuständen bei Vorratsflachen (Spurenelemente , Wasserreserven etc.) ein optisches Signal abgeben.
Der Füllstandsmelder kann eigentlich auch ohne den Aquastar betrieben werden. Er signalisiert die Zustände über seine eigenen Leuchtdioden. Ein fertiges Modul könnte z.B. so aussehen.



Auch hier ist nicht unbedingt eine Platine notwendig.





Der Schaltplan ist relativ einfach. Auf der linken Seite der Zeichnung sehen sie 2 Module . Sie können mehrere Module hintereinander schalten (angedeutet durch die gestrichelte Linie) An der Bezeichnung Füllstand werden die Drucksensoren oder Schwimmerschalter angeschlossen.


Wenn die Füllstandsanzeige ohne den Aquastar betrieben werden soll, benötigen Sie noch ein Steckernetzteil mit einer Spannung zwischen 5 und 9 Volt. Dieses wird wie in der Mitte der Zeichnung zu sehen an die Module angeschlossen.
Bei Anschluss an den Aquastar entfällt das Steckernetzteil. Bis zu 6 Module können dann hintereinander geschaltet werden. Auf der rechten Seite der Zeichnung sehen Sie wie die Module um eine Sammelmeldung erweitert werden kann und diese an das oben beschriebene Modul angeschlossen werden kann. Sobald ein Sensor eine Füllstandswarnung abgibt, wechselt der Pegel des Aquastar von Wasser auf Luft.

In diesem Fall können Sie sogar eine Alarmzeit vorgeben. Stellen Sie die Regelart auf Ablassen und die Alarmzeit auf z.B. 10 Sekunden. Wenn an Sensor einen minimalen Füllstand erreicht hat, wird die LED des entsprechenden Moduls sofort angehen und die Anzeige des Aquastar wechselt von Wasser auf Luft. Nach 10 Sekunden wird dann der Alarmausgang des Aquastar gesetzt.

Als Sensor wurde ein Drucksensor (erhältlich bei Conrad) mit der Empfindlichkeit von 2mBar verwendet. Dieser Sensor schließt bei „Druck“ auf der angeschlossenen Schlauchseite einen Kontakt. Installieren Sie einen Schlauch am Boden einer Flasche und befestigen Sie diesen Schlauch an dem Drucksensor. Eine Abdichtigung des Schlauches am Sensor mit Silicon ist erforderlich. Beim Einfüllen einer Flüssigkeit wird die Luft im Schlauch komprimiert und betätigt den Drucksensor. Im Schlauch darf sich niemals Flüssigkeit aus der Flasche befinden, ansonsten ist der Schlauch nicht luftdicht am Sensor angeschlossen. Der Sensor selbst kommt also nur mit Luft in Berührung und der Inhalt der Flaschen spielt daher weitestgehend keine Rolle. Sinkt der Flüssigkeitsstand der Flasche sinkt der Druck im Schlauch und der Sensor schaltet zurück. An dem Sensor befindet sich eine Einstellschraube mit dem Schaltpunkt sehr genau justiert werden kann.



Ein Beispiel für die Überwachung von Spurenelementen sehen Sie hier.




Es lassen sich aber auch andere Schwimmerschalter anschließen, z.B. für den Wasservorrat. Es ist nur darauf zu achten, das der Kontakt öffnet, wenn eine Füllstandswarnung abgegeben werden soll. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung unter fra.diehl@gmx.de


Als weitere Berichte sind geplant

Umrüstung der dimmbaren Steckdosenleiste
Frequenzumrichter steuern, auch ohne Simmod
Links-Rechts Strömung mit elektrisch verstellbaren Kugelhahn (Eigenbau)


Frank Diehl
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Am 15.11. 2001, auf www.Korallenriff.de


Dieser Artikel ist am 01.09.2007 erschienen

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