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Tip zur IKS Schalt-Steckdosenleiste für den Aquastar - Teil II


Erfahrungsbericht zur dimmbaren Steckdosenleiste für den IKS Aquastar

Bereits im Oktober 2001 ist ein Bericht zur Schalt-Steckdosenleiste für den Aquastar erschienen. Die dimmbare Steckdosenleiste unterscheidet sich in der Ansteuerung und elektronischen Ausführung ganz erheblich von der dimmbaren Variante. Eine solche Leiste ist mir von Ralf Fuchs zur Verfügung gestellt worden. Hiermit möchte ich mich nochmals bei Ihm ganz herzlich bedanken.



Zuerst eine kurze Funktionsbeschreibung:

Über ein serielle Verbindung erhält die dimmbare Leiste die Informationen vom Aquastar, wie die einzelnen Steckdosen angesteuert werden sollen. Diese Informationen werden mit einer kleinen CPU ausgewertet und an die insgesamt vier Kanäle weitergeleitet. Dort befinden sich je Kanal ein Standard-Phasenanschnittsteuerungs IC, sowie ein dazugehörender Triac. Dieser Triac besitzt im Gegensatz zur Schaltsteckdosenleiste eine Beschaltung mit RC-Gliedern. Diese ganze Elektronik, sowie ein IC das ein Erkennungssignal generiert, befinden sich auf insgesamt 2 Platinen, die übereinander angeordnet sind.

Ich wurde mehrfach gefragt, ob die dimmbare Steckdosenleiste auch ein Problem wie die Schalt-Steckdosenleiste besitzt. Wirklich sicher kann ich es auch heute nicht beantworten, aber die Praxiserfahrung von mehreren Benutzern deutet darauf hin. Obwohl diese Leiste ein Schutzschaltung mit einem RC-Glied besitzt ist eine Umrüstung sinnvoll. Im nächsten Kapitel versuche ich diese Behauptung einmal zu erklären.

Ein kleiner Ausflug in die Elektrotechnik:

Bei einem Triac sind die gefährdeten Betriebsmomente, das Einschalten (man spricht vom Zünden) bis zum totalen Durchschalten. In diesem Moment hat das Bauteil die größten Leistungen zu verarbeiten. Es ist dabei sicherzustellen, das diese auftretenden Leistungen nicht den Triac überlasten. In der Leistungselektronik spricht man dabei von kritischer Spannungssteilheit du/dt und der kritischen Stromsteilheit di/dt. Die Spannungs- bzw. Stromsteilheit sind unter anderem von dem angeschlossenen Verbraucher abhängig. Um diese Effekte zu begenzen, werden Spulen, sowie RC-Kombinationen eingesetzt. In der dimmbaren Steckdosenleiste sind diese Beschaltungen eingesetzt und ich gehe davon aus, sie sind richtig dimensioniert.
Ein weiteres Problem ensteht beim Abschalten (Löschen) des Triac, wenn Spulen als Last betrieben werden. Diese Phänomen ist unter dem Bericht der schaltbaren Steckdosenleiste bereits beschrieben. Gegen diesen Effekt helfen die bereits eingebauten RC Glieder aber nur sehr eingeschränkt.

Es ist also sicherlich auch bei dieser Leiste von Vorteil, einen weiteren Schutz durch Varistoren einzusetzen. Leider ist die Umrüstung in diesem Fall nicht so einfach. Auf den Platinen ist einfach kein Platz mehr. Als einzige Möglichkeit bleibt das direkte Auflöten der Varistoren auf der Lötseite der Platine.

Achtung. Alle nachfolgenden Schritte sind nur für Fachleute aus der Elektrobranche geeignet. Die beschriebenen Änderungen sind alle an Positionen innerhalb der Steckdosenleiste die Netzspannung führen. Ich übernehme keine Haftung, Garantie, Gewährleistung oder ähnliches. Jeder Änderung nach dieser Anleitung geschieht ausdrücklich auf eigenes Risiko.

Beim Öffnen und Zerlegen der Steckdosenleiste gehen Sie bitte vorsichtig zu Werke. Die beiden Platinen sind mehrfach mit Kunststoffschrauben, Distanzhülsen und Muttern befestigt. Die Kunststoffschrauben werden dabei sehr leicht zerstört. Das Lösen von Leitungen ist normalerweise nicht erforderlich. Die Änderung wird auf der unteren der beiden Platinen durchgeführt. Auf dieser befinden sich die Triac's die an einem Kühlblech fetsgeschraubt sind. Legen Sie diese Platine mit der Lötseite vor sich hin, das sich die Kühlleiste mit den Triac's oben liegen. Die Platine sollte jetzt so wie auf Bild1 aussehen. Auf dem nächsten Bild sind bereits die Varistoren eingelötet. Die Lötpunkte sollten eigentlich gut zu erkennen sein. Für versierte Bastler: Die Varistoren werden zwischen A1 und A2 des Triac gelötet.Achten Sie darauf, mit dem Lötzinn keine Brücken o.ä. herzustellen.

Danach nochmals eine Sichtprüfung und alles wieder sorgfältig zusammen bauen.



Ich hoffe mit diesen Bildern ist es für manchen Bastler erheblich einfacher diesen Umbau selber durchzuführen.

Für weitere Fragen stehe ich unter fra.diehl@gmx.de gerne zur Verfügung.


Frank Diehl
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Im 30.11.2001, www.Korallenriff.de


Dieser Artikel ist am 01.09.2007 erschienen

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