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7. Internationales Meerwasser-Symposium Lünen


Unter dem nun schon sicher allseits bekannten Motto "Optimierung der Pflegebedingungen" war es vor einer Woche wieder soweit gewesen. Helmut Schmidt rief vom 11. - 13 März zur bereits 7. Auflage des bekannten Symposiums in der Stadt Lünen im wunderschönen Westfalen (bei Dortmund).

Leider stand es bis kurz vor Schluss in den Sternen ob wir überhaupt kommen würden können. Manuela wurde kurz vorher krank, die Kinder waren schon länger krank und mich selbst hatte es auch erwischt. Aber der Virusinfekt war mit mir gnädig, es ging mir so einigermassen, daß einer Anfahrt nach Lünen nichts im Wege stand. Denn so ein Treffen darf man sich doch nicht entgehen lassen, komme was das wolle.


Im nachfolgenden Bericht über das Wochenende in Lünen möchten wir Ihnen zum einen zeigen wer alles da war, und welche Referate gehalten wurden. Schon vorab möchte ich schreiben das es sich wieder mal gelohnt hat. Es waren hochkarätige Vorträge dabei so das ich auf jeden Fall wieder einiges mehr an Wissen mit nach Hause nehmen durfte.

Man kann in jedem Fall wieder dem Veranstalter ein dickes Lob aussprechen, es ist wieder gelungen ein attraktives Treffen auf die Beine zu stellen, ein Symposium das in Fachkreisen bisher immer nur höchstes Lob bekommen hat. Zurecht !

Wer sich für den Symposiumsband interessiert der wende sich bitte an Helmut Schmidt. Sie finden am Ende des Berichtes die Daten zur Kontaktaufnahme. Los ging es Freitag abend gegen 17 Uhr, wo jeder Gast persönlich begrüsst wurde. Es gab natürlich für jeden Fachteilnehmer eine Tüte. In dieser befand sich der Symposiumsband und einige andere Geschenke. Darunter auch 30 Postkarten mit Meerwassermotiven sowie 4 Dosen Flockenfutter alles sponsered by Tetra! Noch vor dem ersten Essen, das ja zudem im Preis enthalten war, hielt der Bürgermeister der Stadt Lünen, Herr H.W. Stodollick die Begrüssungsansprache.

Mehrmals wurde vom Ring Hotel das Essen aufgebaut. Wie schon vor zwei Jahren war alles vom feinsten. Man hatte die Qual der Wahl und musste sich vorher aus drei Menüs entscheiden.Das Hotel Stadtpark Lünen (Ringhotel) ist meiner Ansicht nach im übrigen sehr gut und bietet ein schönes Ambiente.. Es gab neben dem Schwimmbad auch einen Fitnessraum.

Nach der Begrüssung und dem Essen folgte der erste Vortrag sozusagen der Auftakt des 7. Meerwassersymposium.

Gehalten wurde der Vortag von Christian Wyrwich, das Thema lautete: Beobachtungen im Roten Meer. Nach dem Vortrag gab es noch ein geselliges Beisammensein, wie das auf solchen Treffen üblich ist. Den ersten Vortrag am Samstag hielt der Meeresbiologe Heiko Blessin von der Fa. JBL. Das Thema lautete: Forschungsexpeditionen der Firma JBL, Pazifik, Indischer Ozean und Karibik- Impressionen, Ergebnisse und Möglichkeiten der Teilnahme
Interessant gemachter Vortrag, wenn auch eine gute Werbung für die Fa. JBL, aber das gehört ja zweifelsohne dazu. Interessant war allemal die Ankündigung des 1. Auslandsworkshops am Roten Meer. Für ca. 600 Euro eine Woche mit JBL auf Reisen. Weitere Infos findet man unter: http://www.jbl.de.

Den zweiten Vortrag hielt dann Dr. Dieter Brockmann: hier lautete das Thema: Können Nachzuchten die Meeresaquaristik retten?

Ebenfalls ein sehr interessierter Vortrag mit teils erschreckenden Daten zu Fisch und Korallenentnahmen aus dem Meer. Dieter Brockmann macht den Zuhörern klar das man möglichst bald etwas tun muss um die Naturentnahmen zu entlasten, zeigte aber auch auf das nicht nur die Aquaristik daran schuld trägt. Dieter Brockmann besprach vor allem Themen die in seinem neuen Buch vorkommen.

Der nächste Vortag kam von Jörg Kokott, das Thema lautete: Organik im Riffaquarium - Biologische Funktion, Umsetzung und Dosierung von organischen Nährstoffen.

Ein Vortrag der es in sich hatte. Wie mir schien sind nicht wenige Aquarianer mit der Thematik anfangs etwas überfordert. Daher war es von Jörg besonders weitsichtig das er die Thematik im Symposiumsheft besonders ausführlich erläutert. Auf über 20 Seiten findet sich der komplette Vortrag dort. Zum Vergleich muss man sagen die anderen Referenten ihren schriftlichen Vortrag etwas kleiner gehalten haben.

Auch dieses Jahr wieder dabei war Michael Mrutzek der den Vortrag: Vermehrung von Korallen - LPS, SPS, Leder- und Weichkorallen, hielt. Trotz dessen das die meisten hier sicher mehr oder weniger im Bild waren kam noch einiges an wichtigen Infos rüber, was man vor allem bei den späteren Arbeitskreisen merkte. Da die Zucht von Korallen immer wichtiger wird, ist auch die Art und Weise sehr wichtig um etwaige Ausfälle zu optimieren. Michael Mrutzek ging auch auf die Teilung von LPS Korallen ein, ein Thema das viele sehr interessiert verfolgten. Michael referierte im besonderen hier über die Teilung von Tubinaria peltata. Zudem zeigte er die Unterschiede von Epoxidharzklebern zu den neueren Gelklebern auf. Auch hier lies sich viel an Infos mitnehmen.

Der nächste Vortrag kam von Dirk Petersen. Das Thema lautete: Korallensex im Aquarium: Überraschungen, Chancen und Risiken. Dieser Vortrag hat mir besonders gut gefallen, da man sieht wie weit man teilweise schon ist. Dirk Petersen erzählte den Zuhörern von den Versuchen der Aufzucht von Steinkorallenlarven. Sehr interessant war das es heute schon möglich ist Larven über weite Entfernungen zu transportieren und an anderen Stellen wieder aus zu setzten! Wer weiss wann diese hervorragende Möglichkeit mal sogar nötig wird! Dirk Petersen musste denn auch viel Fragen in den anschliessenden Arbeitskreisen beantworten.

Der letzte Referent am Samstag war Wolfgang Mai, der über die Haltung und Zucht von Seepferdchen sprach. Dies war ebenfalls ein sehr informativer Vortrag. Wolfgang Mai berichtete von den Problemen bei der Zucht, und worauf man achten sollte. Ein sehr verwertbarer Vortrag! Ich wusste schon warum ich mich darauf gefreut hatte. Es hat mich im übrigen sehr gefreut das ich Wolfgang Mai und seine bezaubernde Gattin kennen lernen durfte. So waren wir denn dann zwischendurch mit Michael Hartel auch am Fachsimpeln über geeignete Ersatzplanktonsorten :-)

Nach den Vorträgen folgte eine kleine Pause in der es Kaffee und Tee gab. Nach den ersten Vorträgen begannen Nachmittags dann die Arbeitskreise bei denen die Referenten für Fragen der Besucher zur Verfügung standen. Und es wurde gefragt wie wild. Hier merkte man dann das einige der Themen doch sehr interessant waren und dann vor allem in den Arbeitskreisen hinterfragt wurden. Am Abend folgte dann, für mich zweifelsohne das High Light, der Diavortrag von Gerd Kartzig, Datteln.

Ich fand das seine Fotos der DVD von Leni Riefenstahl in nichts nachstanden. So entführte Gerd Kartzig uns alle in die Unterwasserwelt von Bunaken. Interessant war das Herr Kartzig bereits zwei Tage nach dem Treffen schon wieder auf dem Weg war um unter Wasser neue Aufnahmen zu machen. Er war eine hervorragende Wahl für den Samstag Abend, der zweifelsohne jeden Besucher mit seinem Dia Vortrag in den Bann zog. Leider hatte ich abends die Kamera nicht dabei so das ich auf Fotos verzichten musste. Ich bin mir sicher das wir noch einiges von Gerd Kartzig hören werden :-) Schon vor den Pausen habe ich mich leise und hoffentlich unbemerkt davon gestohlen um die den leeren Ausstellungsraum der Firmen zu fotografieren. Ohne Beteiligung der Firmen wäre ein Symposium in der Form sicher nicht möglich weshalb wir an dieser Stelle diese gerne vorstellen möchten.


Es gab auch eine kleine Ausstellung der Fa. Korallenwelt Rostock. Wie wohl jeder weiß machen Sie künstliche Riffkeramik und leisten damit einen erheblichen Anteil das nicht mehr soviele lebende Steine importiert werden müssen. Auch schön das der Inhaber der Fa. Korallenwelt, Torsten Luther ebenfalls anwesend war.


Auch der NTV Verlag stellte aus, die Fachzeitschrift Koralle darf halt auf so einem wichtigen Treffen nicht fehlen. Wie so oft war Chefredakteur Daniel Knop selbst vor Ort und beantwortete geduldig alle Fragen. Hauptthema war natürlich das neue Buch von Harry Erhardt und Daniel Knop: Der Titel lautet Korallenführer Indopazifik und ist unter der Führung von Helmut Debelius entstanden. Diese drei Namen bürgen für höchste Fotoqualität! Natürlich hat sich Prof. Ellen Thaler gleich ein Exemplar geschnappt, wenn auch die englischsprachige Ausgabe :-) Das Buch ist im übrigen Brandneu und kommt in den nächsten Tagen in den Handel. Wir haben es schon hier und werden in den nächsten Tagen eine ausführliche Rezension dazu machen.Leider hatte Daniel Knop nur wenige deutsche Exemplare dabei so das die vielen Interessenten vertröstet werden mussten. Aber keine Sorge, der Versand der Bücher aus dem Kosmos Verlag läuft gerade erst an.

Natürlich folgten am Sonntag noch weitere Vorträge die wir hier kurz noch Vorstellen möchten.

Karen und Dr. Wolfgang Loch:
Thema - Über die Entwicklung der Falterfischpopulation und der herbivoren Fische ("Grazer") in einem Maledivenriff nach dem 1986er "Coral Bleaching"

Danach folgt der Vortrag von Johannes Dürbaum mit Thema Seeigel. Interessant nahmen manche zur Kenntnis das Herr Dürbaum nun bei der Fa. Sera beschäftigt ist.

Den Abschluss der Vorträge übernahm mal wieder die liebe Frau Prof. Ellen Thaler mit dem Thema - Fischfarben und Farbwechsel

Wie gewohnt führte Sie in ihrer netten Art einiges an Farbwechseln der Fische auf so das nicht wenige heute wissen warum welcher Fische sich wie färbt bzw. sogar auf die schnelle umfärben kann.

Wie schon vor zwei Jahren wurde die Moderation professionell von Dr. Dieter Brockmann und Werner Schmettkamp übernommen, die sich die Arbeit wie gewohnt teilten. Erwähnenswert sei auch noch das im Mai das Strasbourger Symposium ansteht und im Juli das 2. Beckumer Meerwassertreffen. Zu beiden Treffen finden Sie unter der Rubrik Termine die nötigen Infos. Mich hat es sehr gefreut doch einige Gesichter aus unserem Forum zu sehen. Um nur einige wenige zu nennen, Joe Woschnik von der Korallenfarm Dortmund, sowie Claudia mit Freundin und Jörg aus Beckum, Andre Jonas, Wolfgang Colsmann und aus Berlin Uwe Dolling. Den Namen "international" hat das Meerwassersymposium auf jeden Fall zu Recht verdient. Es waren einige engagierte Aquarianer aus der Schweiz, den Niederlanden und aus Österreich gekommen. Vor allem das Peter Metzner und Werner Knapp den weiten Weg von Wien auf sich genommen haben, zeigt wie der Stellenwert der Meerwasseraquaristik bei beiden ist. Sie waren alleine auf dem Hinweg 14 Stunden unterwegs!

Daher widme ich Ihnen auch das letzte Fotos des Berichtes :-)
Schön das Ihr da wart.

Wie vor zwei Jahren kann man Herrn Schmidt und den anderen Beteiligten gratulieren. Es war ein Symposium mit hervorragenden Referenten und einer guten technischen Leistung, und man konnte vieles an Infos mit nach Hause nehmen. Für uns war die Reise den Weg mehr als Wert.

Bitte beachten Sie die vielen weiteren Fotos in der Galerie!

Wer Interesse an dem Symposiumsband hat, hier finden Sie weitere Infos:

Band 7 kostet € 5,00,
ebenso die Bände 3 - 6, von denen noch einige vorhanden sind,
zuzüglich Versandkosten je Einzel-Band 1,00

Folgende Komplett-Angebote liegen vor:

Band 5 - 7 € 10,00 + Versandkosten 1,50
Band 3 - 7 € 15,00 + Versandkosten 2,50

Versand als Büchersendung nach Vorkasse auf das Konto

Helmut Schmidt
KTO: 120 360 bei der Sparkasse Lünen
BLZ 441 523 70.
e-Mail Kontakt zu Herrn Helmut Schmidt:


Weitere Infos finden Sie in den nächsten Tagen auf der URL:
www.meerwassersymposium.de


Mit salzigen Grüßen
Robert Baur-Kruppas, März 2005

 


Dieser Artikel ist am 11.08.2007 erschienen

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