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Ein Neuer Kleber für Korallen und Steine


Im September 2005 meldete sich Frank Diehl, Inhaber der Webseite www.matuta.de und bat mich darum einen Kleber zu testen. Schon seit einiger Zeit war Frank am suchen, da er auch immer mal das Pech hatte, das die bekannten Kleber mal gut kleben, aber mal auch nicht. Wir wissen heute nicht woran es liegt das man Epoxydharz-Kleber so gut kleben, und dann mal so gut wie gar nicht. Vermutet wird das die Kleber bei zu warmen Temperaturen zu schnell nachlassen.


So haben auch wir das Problem das die bekannten grünen Stangenkleber mal richtig gut kleben und auch gar nicht. Frank gab uns nun einen Epoxydharzkleber mit der Bitte Ableger unterschiedlicher Art damit zu kleben und das zu dokumentieren. Vor allem im Hinblick auf die Verarbeitung und Klebekraft sollten wir achten. Da wir immer gerne mal testen, legte ich Mitte September los.


Beschreibung, Beschaffenheit, sowie Gebrauchsanleitung.

Der Kleber ist nicht wie die meisten grün/weiß sondern einfarbig Anthrazit bis schwarz.

Auffallend ist selbst im geschlossenen Zustand vor allem seine weiche Konsistenz, weicher und damit von Haus aus anders als die bekannten Stangenkleber. Als Einleger in der Stange erwartet einen umfangreiche Infos.

Vorbildlich: Es werden die Gefahrengruppen aufgeführt, das macht nicht jeder Hersteller!


Es wurden nun von mir am 21.09.05 die folgenden Ableger gemacht.
1. 1 x Montipora (hier zu Lande bekannt unter M. australiensis )
2. 3 x Acroporas (diverse)
3. 1 x Gorgonie (Pseudoplexaura sp.)


Man nimmt ein Stück des Klebers und fängt an dieses Stück zu kneten bis es warm wird. Spürt man eine Erwärmung ist der Kleber bereit zur Verwendung, was man allerdings auch schon an den Händen merkt. Er fängt an zu kleben!
Nun habe ich absichtlich die Acroporen fest in den Kleber hineingesteckt. Das erste was passieren müsste, wenn die Korallen den Kleber nicht vertragen, sie würden am nächsten Tag, oder auf einem der darauf folgenden absterben. Wenn es zu keiner Beeinträchtigung kommt müsste die Koralle nach und nach eine Basalscheibe ausbilden. Dieses bleibt noch abzuwarten.


Desweiteren habe ich noch eine Gorgonie abgeschnitten. Wie man hoffentlich mittlerweile weiß, muss bei Gorgonienablegern das Gewebe vom Stamm geschabt werden sonst ist es "essig" mit der Vermehrung. Das Fleisch beginnt sonst nur zu schnell zu gammeln das Tier würde absterben. Daher unbedingt das Gewebe vom Stamm lösen, so auf ca. 2 - 3 cm. So das genug über ist um das Tier fest zu kleben. Hier fiel mir auf das ich mit dem Kleber noch gut nacharbeiten konnte da der Kleber länger geschmeidig war, aber gleichzeitg auch schon fest blieb.

Beim Ableger machen soll man unbedingt darauf achten die Koralle nicht zu fest einzudrücken, was vor allem für Montiporas gilt. Sie gehen eher am zu starken Brechen kapput als vom Kleber. Ebenfalls ein kleiner Tip. Verwenden Sie Kleber nicht sofort nach dem warmmachen bzw. kneten. Geben Sie dem Kleber ein paar Minuten Zeit bis Sie ihn verarbeiten.

Er klebt erstens besser, und zweitens kommt nicht soviel davon als Wolke (durch den Kontakt) in das Wasser.

Nach nun ca. 3 Wochen sehen die Ableger alle noch spitzenmässig aus, legen sogar schon farblich zu. Und das trotz dessen das sie am Boden stehen. Evtl hat das mit den neuen Spurenelementen von Nightsun zu tun. Wir werden das noch genauer beobachten. Auf jeden Fall hat die Gorgonie mittlerweile den Fuß bis unten gebildet und überwächst bereits den Kleber. Auch die Acroporen fangen an einen Fuß zu bilden. Der Kleber hat spitzemässig funktioniert und war dabei, was mir das wichtigste war, sehr gut zu verarbeiten, selbst nach nach 5 Minuten noch.



Frank Diehl hat mit dem Timo glue ganz sicher einen interessanten Kleber für Korallen und Steine aufgetan, der bei ihm im Shop bezogen werden kann. Natürlich darf hier der Link zum Kleber auf Matuta nicht fehlen.

Nachtrag im Juli 2007: Bis heute habe ich keinen besseren Kleber gefunden. Und ich habe viel ausprobiert, das können Sie mir glauben. Der Timo Clue von matuta.de hat allen anderen die bessere Klebkraft und die längeranhaltende weiche Konsistenz voraus. Wie sehen Sie das? Schreiben Sie uns doch einfach Ihre Erfahrungen.

 

Mit salzigen Grüßen
Manuela und Robert


Dieser Artikel ist am 20.07.2007 erschienen

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