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Forscher arbeiten an neuartiger Algenbatterie


Eine Grußkarte, die sich selbst mit Strom versorgt - das ist lediglich eine Anwendungsmöglichkeit eines neuartigen Batterietyps, an dem Forscher der Uppsala Universität in Schweden arbeiten, berichtet LiveScience. 
 
Tatsächlich sollen die neuen Energiespeicher vielfältige Vorteile bringen: Sie sollen umweltverträglich, langlebig und nicht zuletzt platzsparend sein. Der Schlüssel hinter der Technologie ist eine spezielle Art von Zellulose, die von der weit verbreiteten Cladophora-Alge produziert wird und bislang eher dafür bekannt war, an Stränden üble Gerüche zu verursachen. 
 
Umweltfreundliche Batterien ohne Metall 
 
Seit längerem arbeiten Forscher weltweit an der Entwicklung von dünnen, flexiblen, leichten, günstigen und umweltfreundlichen Batterien, die ohne Metall auskommen. Leitende Polymere sind eines der vielversprechendsten  Materialen dafür. Bislang gab es jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Fähigkeit, eine Ladung zu speichern, nahm mit dem Gebrauch deutlich ab. 
 
Zellulose als Schlüssel
 
Die spezielle Zellulose, die von der Alge erzeugt wird, könnte der Schlüssel zu der neuen Technologie sein. Sie weist eine 100-mal größere Oberfläche auf als die Zellulose in Papier und eignet sich dadurch besser als Träger für die leitenden Polymere. Entsprechende Batterien sollen sich besser wiederaufladen lassen und die Ladung länger halten. 
 
Man habe lange versucht, Algen konstruktiv zu nutzen, so Forscherin Maria Stromme von der Universität in Uppsala. Nun scheint es, als hätte man so eine Anwendungsmöglichkeit gefunden. Die neuartigen Batterien sollen nicht nur einfach herzustellen sein, sondern auch technisch mit herkömmlichen Lithium-Batterien konkurrieren können. Zudem können sie deutlich schneller als bisherige Akkus wiederaufgeladen werden und verlieren über die Zeit langsamer an Kapazität.
 
Georg Eckelsberger, Uppsala (pte/30.11.2009)


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30.11.2009



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