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Wasserwechsel, Zusätze oder beides?


Autor: Frantisek Floder

 

Einführung 

In letzter Zeit haben wir einige Artikel veröffentlicht, die sich mit dem Unterhalt des Meerwasseraquariums aus der Sicht des Wasserwechsels und des Ergänzens verbrauchter Neben- und Spurenelemente durch Zusätze befassten. Angesichts der Vielzahl an direkten Fragen und Diskussionen in Internetforen haben wir uns entschlossen, die ursprünglichen Beiträge zusammenzufassen, zu ergänzen und uns der ganzen Problematik in komplexer Weise zu widmen.

Nehmen wir den Wasserwechsel und die Verwendung von Zusätzen als Maßstab, so können wir die Aquarianer in folgende Gruppen einteilen:
(In allen Fällen wird unabhängig davon die Ergänzung von Ca, Mg und Karbonaten vorausgesetzt)

WASSERWECHSEL VERWENDUNG VON ZUSÄTZEN
Mehrheit Minderheit
REGELMÄßIG JA NEIN
KEINER Minimum -

Becken, die langfristig ohne Wasserwechsel betrieben werden, gibt es zwar auch, doch ihre Anzahl ist vernachlässigbar. Deshalb möchten wir uns im folgenden Text vor allem jenen Aquarianern widmen, die einen bestimmten Teil des Meerwassers im Aquarium regelmäßig wechseln. Es stehen sich hier 2 völlig unterschiedliche Ansätze gegenüber, die sich vereinfacht wie folgt charakterisieren lassen:

  1. Wasserwechsel + Verwendung von Zusätzen 
  2. Nur Wasserwechsel allein – der Verbrauch von Neben- und Spurenelementen
    wird durch ihre höhere Konzentrationen im Meersalz aufgewogen
  

Meersalz

Der Unterschied zwischen den einzelnen Ansätzen ist nicht das einzige Problem. Es gibt nämlich zwei Arten von Meersalzen – mit natürlicher und mit erhöhter Konzentration an Neben- und Spurenelementen. Höchstwahrscheinlich wird eine ganze Reihe von Aquarianern nach dem Lesen dieser Zeilen feststellen, dass sie über diese Tatsache noch nie wirklich nachgedacht haben.

Es können also folgende Situationen eintreten:                     

Wasserwechsel
Art des verwendeten Salzes
je nach der Konzentration
der Neben- und Spurenelemente

Verwendung
von Zusäzten

natürlich konzentriert(a) NEIN
angereichert(b) NEIN
natürlich konzentriert JA
angereichert JA

(a) – Das Salz enthält gerade so viel Neben- und Spurenelemente, dass nach dem Auflösen eine getreue Nachbildung des Meerwassers mit natürlicher Konzentration aller dieser Elemente entsteht.

(b) – Das Salz hat gegenüber natürlichem Meerwasser eine bis zu 100mal höhere Konzentration der Neben- und Spurenelemente. In der Lösung liegt die Konzentration an Neben- und Spurenelementen dreimal höher als in natürlichem Meerwasser.

 

Wasserwechsel

Zunächst eine wichtige Frage:

Warum wechseln wir eigentlich das Wasser?

Auf diese Frage haben verschiedene Aquarianer unterschiedliche Antworten. Der eine wechselt das Wasser, um unerwünschte Stoffe zu beseitigen, vor allem solcher, die nicht durch die klassischen Methoden (flüssige Entferner, Adsorber, Abschäumer u. ä.) zu entfernen sind, ein anderer dagegen zum Nachfüllen verbrauchter Spurenelemente, und wieder jemand anderes wechselt das Wasser ohne nachzudenken einfach deshalb, weil es so sein soll – genau so, wie etwa ein Zimmer ab und zu gelüftet werden soll. Und alle genannten Antworten sind mehr oder weniger richtig.

Der Wasserwechsel im Meerwasseraquarium stellt – so wie das Lüften in einem Raum – den Austausch eines Teils der Lebensumwelt eines lebenden Organismus dar. Ein Teil der unerwünschten Stoffe wird aus dem Wasser entfernt (leider aber immer zusammen mit einem Teil der erwünschten Stoffe), und sofern für die Herstellung des Meerwassers Salz von höchster Reinheit verwendet wird, gelangen keine unerwünschten Stoffe in das System zurück – damit kommt es zur Abnahme ihrer Konzentration und zu einer Verbesserung der Situation. Was die Neben- und Spurenelemente angeht, ist die Situation nicht mehr so eindeutig, und wir werden sie daher näher unter die Lupe nehmen.

Ist also für die langfristige Komplettpflege des Meerwasseraquariums ein regelmäßiger Wasserwechsel unter Verwendung eines geeigneten Meersalzes ausreichend, oder ist es besser oder gar unabdingbar – Zusätze zu verwenden?

 

Ausgangslage

Um diese Frage beantworten zu können, seien zunächst die Ausgangspunkte für weitere Überlegungen dargestellt:

Eine Ermittlung der aktuellen Konzentrationen ist bei den meisten Neben- und Spurenelemente in der aquaristischen Praxis üblicherweise nicht realisierbar.


Die Konzentration der Spurenelemente in Meerwasseraquarien sinkt stetig. Gründe für diese Abnahme sind:
  1. biologische Vorgänge (der Stoffwechsel der Tiere)

  2. chemisch-physikalische Vorgänge
    (Absorption an den im System verwendeten Sorbentien,
    Entfernung von Spurenelementen durch Abschäumen und Verdunstung)

  3. verschiedene, nicht näher spezifizierte, chemische Reaktionen im System


Die Geschwindigkeit des Rückgangs der einzelnen Elemente kann sehr unterschiedlich sein und liegt im Bereich ein- bis zweistelliger Prozentwerte.


Auf die Langzeitentwicklung der Konzentration von Neben- und Spurelementen wirken sich in erster Linie die Häufigkeit des Wasserwechsels und die ausgetauschte Wassermenge, die Art des für die Wasseraufbereitung verwendeten Salzes und die jeweilige Geschwindigkeit des Rückgangs der einzelnen Elemente aus.


  

Grenzfälle

Bei einem hypothetischen Spurelement X, dessen Gesamtabnahme im Becken 15 % pro Monat beträgt, können hinsichtlich des Wasserwechsels zwei Grenzfälle auftreten:

 

                  
Wasserwechsel 0%
Das Wasser wird gar nicht ausgetauscht. Der in der Graphik dargestellte Rückgang der X-Konzentration
ist wohl keine große Überraschung. Nach 24 Monaten
sinkt die Konzentration von X auf 10 % des natürlichen Wertes ab und tendiert gegen null.
Wasserwechsel 100%
Monatlich wird der gesamte Beckeninhalt ausgetauscht.
Es wird ein Salz mit einer solchen Konzentration des Elements X verwendet, dass beim Wasserwechsel dessen Rückgang gerade ausgeglichen wird. In diesem Fall schwankt die Konzentration von X in den Intervallen
der Wasserwechsel und ist im Grunde konstant und korrekt.



 

Diese Grenzfälle haben natürlich nur eine minimale Aussagekraft über die Realität der aquaristischen Praxis. Wie bereits erwähnt, wird nur ein Minimum der Becken ganz ohne Wasserwechsel betrieben, während umgekehrt ein hundertprozentiger Wasserwechsel nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen unrealistisch ist. Meerwasseraquarien enthalten zudem Dutzende wichtiger Elemente in unterschiedlichsten Konzentrationen und mit unterschiedlich raschem Rückgang.

 


Analyse

Parameter

Der Verständlichkeit halber werden für die folgende Analyse folgende Ausgangsparameter gewählt:

Beckenvolumen spielt keine Rolle
Wasserwechsel Häufigkeit 1x pro Monat
Menge 10%
Art des Salzes für die Meerwasseraufbereitung 1) mit natürlicher Konzentration an Neben- und Spurelementen
2) 100x höhere Konzentration an Neben- und Spurelementen gegenüber der natürlichen
Untersuchte  Elemente 1 0,5% Verbrauch pro Monat
2 25% Verbrauch pro Monat
3 50 % Verbrauch pro Monat

Erklärungen zu den Diagrammen.

x-Achse - gibt die Anzahl der Monate seit dem Zeitpunkt an, als alle Konzentrationen den korrekten (also natürlichen oder empfohlenen) Wert hatten.
y-Achse - die Angabe 100 % steht für die korrekte, d. h. natürliche oder empfohlene Konzentration des jeweiligen Spurenelements. Die Kurven des Konzentrationsverlaufs der einzelnen Elementen sind geglättet und zeigen nicht die Oszillationen zwischen den Wasserwechseln.

NATÜRLICH KONZENTRIERTES SALZ – OHNE Verwendung von ZUSÄTZEN

Das Salz enthält gerade so viel anorganische Stoffe, dass nach dem Auflösen eine getreue Nachbildung des Meerwassers mit natürlicher Konzentration aller Spurenelemente entsteht. Es werden keine Zusätze für das gleichzeitige Nachdosieren von Spurenelementen verwendet. 


Nach etwa 18 Monaten stellt sich ein stabiler Zustand ein, der durch eine negative Ionenbilanz charakterisiert ist.

Alle Spurenelemente werden im Becken in wesentlich niedrigerer Konzentration als im natürlichen Meerwasser vorkommen.

 

ANGEREICHERTES SALZ – OHNE Verwendung von ZUSÄTZEN

Das Salz hat gegenüber natürlichem Meerwasser eine bis zu 100mal höhere Konzentration der Spurenelemente. In der Lösung liegt die Konzentration an Spurenelementen etwa 3,3mal höher als in natürlichem Meerwasser. Es werden keine Zusätze für das gleichzeitige Nachdosieren von Spurenelemente verwendet.


Nach etwa 18 Monaten stellt sich ein stabiler Zustand ein, bei dem teils ein Überschuss, teils ein Defizit der Ionen herrscht.

Die Spurenelemente werden im Becken, je nach ihrem Typ, entweder in richtiger, in wesentlich höherer oder in niedrigerer Konzentration vorkommen.

ANGEREICHERTES SALZ – VERWENDUNG VON ZUSÄTZEN

Das Salz hat gegenüber natürlichem Meerwasser eine bis zu 100mal höhere Konzentration der Spurenelemente. In der Lösung liegt die Konzentration an Spurenelementen etwa 3,3mal höher als in natürlichem Meerwasser. Parallel dazu werden Zusätze zum Nachdosieren der Spurenelemente verwendet.


Nach etwa 18 Monaten stellt sich ein stabiler Zustand ein, der durch einen einseitigen Überschuss an Ionen charakterisiert ist.

Bei hohen Mengen vor allem von Additivmischungen kann aber die Konzentration einiger Elemente kontinuierlich steigen.

Die meisten Spurenelemente werden im Becken in wesentlich höheren Konzentrationen als im natürlichen Meerwasser vorkommen.

 

NATÜRLICH KONZENTRIERTES SALZ – VERWENDUNG VON ZUSÄTZEN

Das Salz enthält gerade so viel anorganische Stoffe, dass nach dem Auflösen eine getreue Nachbildung des Meerwassers mit natürlicher Konzentration aller Spurenelemente entsteht. Die verbrauchten Stoffe werden mit Hilfe von Zusätzen nachdosiert.


Die Konzentration der Spurenelemente hängt von den Additiven ab, sie ist langfristig stabil und den natürlichen Werten nahe. Sofern bei der Auswahl und Verwendung der Additive mit der gebotenen Sorgfalt vorgegangen wird, lässt sich so das Problem des Rückgangs und dadurch auch der niedrigeren Konzentration von Spurenelementen lösen. Die Überschreitung der natürlichen Konzentrationen ist dabei minimal.


 

Zusammenfassung 

Neben- und Spurenelemente im Meerwasseraquarium vom Standpunkt des Wasserwechsels (des verwendeten Meersalzes) und der Verwendung von Zusätzen

 

NATÜRLICH KONZENTRIERTES SALZ

ANGEREICHERTES SALZ

KEINE ZUSÄTZE

Niedrige Konzentrationen

Kritische Zeit: 12-22 Monate

Ungleichgewicht

Kritische Zeit: 12-18 Monate

VERWENDUNG VON ZUSÄTZEN

Korrekte Konzentration

Langfristig stabiles Lebensumfeld

Hohe Konzentrationen

Kritische Zeit: 6-18 Monate

Unter kritischer Zeit wird jene Zeit verstanden, nach welcher mit gravierenden Problemen im Becken gerechnet werden muss. 

Verwendung von angereichertem Meersalz

Wird für die Meerwasseraufbereitung angereichertes Meersalz verwendet, so besteht das Hauptproblem darin, dass seine Zusammensetzung hinsichtlich der Konzentration der Elemente fest und konstant ist.

Es ist also nicht möglich, auf unterschiedliche Parameter verschiedener Becken zu einem gegebenen Zeitpunkt zu reagieren:

  1. Grad des Besatzes mit Blumentieren

  2. Korallenarten (Leder- / Steinkorallen)

  3. Phase des Lebenszyklus im Becken (kleine Korallen in der Wachstumsphase / große Korallen)

  4. konkretes Vorhaben des Aquariumbesitzers (z. B. zeitweilige Einstellung der Nährstoffzufuhr)

Weiter besteht bei Verwendung von angereichertem Meersalz keine Möglichkeit, den Wasserwechsel zur Beseitigung eines Teils der überflüssigen Nährstoffe oder zur Verringerung der Schadstoffkonzentrationen zu nutzen – jeder Wasserwechsel unter Verwendung angereicherten Meersalzes erhöht den Anteil der mineralischen Nährstoffe im Becken und vergrößert das Ungleichgewicht der Konzentrationen von Neben- und Spurenelementen.

Eine hohe Konzentration von Elementen im Salz ist kein Vorteil, sonder ein nicht mehr zu behebendes Problem, da keine Möglichkeit mehr besteht, den Chemismus im Becken flexibel und kontinuierlich zu beeinflussen.

 

ANGEREICHERTES SALZ – OHNE Verwendung von ZUSÄTZEN

 

Der Zustand hinsichtlich der Konzentrationen von Neben- und Spurenelementen.

Kritische Zeit

15 Monate

(12 - 18)

Probleme Ungleichgewicht
der Konzentrationen

Stabiler Zustand – kritischer Mangel an einigen Elementen

Stabiler Zustand – kritischer Überschuss einiger Elemente – Toxizität

Auswirkungen

Kombinationen von oft gegensätzlichen Erscheinungen, z. B. Absterben mancher Korallenarten, während andere Arten wachsen und gedeihen. Wachstum unerwünschter Cyanos und Algen.

Lösung Wasserwechsel

Nein

Ein Wasserwechsel unter Verwendung der gleichen Salzart behebt dieses Problem nicht, sondern vergrößert noch das Ungleichgewicht.

Anwendung von Sorbenten

Nein

Es reduziert sich zwar die Konzentration der zu stark vertretenen Elemente, gleichzeitig aber auch die Konzentrationen anderer Elemente, die ursprünglich die korrekte oder bereits eine zu niedrige Konzentration hatten.

Einmalige Verwendung von Zusätzen

Nein

Es steigen zwar die zu niedrigen Elementkonzentrationen, gleichzeitig aber auch die Konzentrationen von Elementen, die ursprünglich die korrekte oder zu hohe Konzentration hatten.

Übergang zur Verwendung von Meersalz mit natürlicher Konzentration bei regelmäßigem Einsatz von Zusätzen.

ANGEREICHERTES SALZ – VERWENDUNG von ZUSÄTZEN

Der Zustand hinsichtlich der Konzentrationen von Neben- und Spurenelementen.

Kritische Zeit

12 Monate

(6 - 18)

Probleme Hohe Konzentrationen Stabiler Zustand – kritischer Überschuss einiger Elemente – Toxizität

Bei übermäßigem Einsatz von Zusätze kommt es zur kontinuierlichen Konzentrationszunahme mancher Elemente – die kritische Zeit wird schneller erreicht.

Auswirkungen

Wachstum von Cyanos und Algen. Plötzlicher Kollaps im Becken – massives Absterben von Korallen und andere Tieren.

Lösung Wasserwechsel

Nein

Ein Wasserwechsel unter Verwendung der gleichen Salzart behebt dieses Problem nicht, sondern verschlimmert nur die Situation.

Anwendung von Sorbenten

Nein

Es reduzieren sich zwar die hohen Elementkonzentrationen, aber nicht gleichmäßig – das Ergebnis ist ein Ungleichgewicht der Konzentrationen (siehe Variante „Angereichertes Salz – keine Verwendung von Zusätzen“). Bei massivem Einsatz von Sorbentien ist es zwar möglich, die Spuren- und Nebenelemente im Becken praktisch zu eliminieren, doch würde es sich um einen regelmäßigen schockartigen Eingriff in die Lebenswelt der Organismen handeln – es ist so nicht möglich, eine stabile Umgebung herzustellen.

Beenden des Einsatzes von Zusätzen

Nein

Es handelt sich eigentlich nur um den Übergang zur Variante „Angereichertes Salz – keine Verwendung von Zusätzen“ mit allen damit zusammenhängenden Problemen.

Übergang zur Verwendung von Meersalz mit natürlicher Konzentration bei regelmäßigem Einsatz von Zusätzen.

                          

Verwendung von natürlich konzentriertem Meersalz

NATÜRLICH KONZENTRIERTES SALZ – OHNE Verwendung von ZUSÄTZEN

Der Zustand hinsichtlich der Konzentrationen von Neben- und Spurenelementen.

Kritische Zeit

17 Monate

(12 - 22)

Probleme Niedrige Konzentrationen

Stabiler Zustand – kritischer Mangel an einigen Elementen

Auswirkungen

Zunächst Verlangsamung des Wachstums, später unter Umständen völliger Stillstand und Verlust der natürlichen Korallenfärbung. Da die langsamer wachsenden Korallen nicht so hohe Ansprüche an die Nährstoffe im Meerwasser haben, verlangsamt sich deren Rückgang. Dadurch verschiebt sich der kritische Zeitpunkt, und das Becken kann über relativ lange Zeit, bis zu 2 Jahre, ohne markante Probleme stagnieren. Es muss aber mit einer höheren Anfälligkeit der Korallen für Krankheiten gerechnet werden, die jederzeit auftreten können.

Lösung Wasserwechsel

Nein

Ein Wasserwechsel unter Verwendung der gleichen Salzart wäre nur bei hundertprozentigem Austausch des gesamten Beckeninhalts eine Lösung.

Einmalige Verwendung von Zusätzen

Nein

Er kann die Konzentration der Elemente nur vorübergehend auf den korrekten Wert bringen. Danach beginnen die Konzentrationen aller Elemente wieder kontinuierlich zu sinken.

Übergang zur Verwendung von Meersalz mit natürlicher Konzentration bei regelmäßigem Einsatz von Zusätzen.

Schluss

NATÜRLICH KONZENTRIERTES SALZ – VERWENDUNG von ZUSÄTZEN

In Anbetracht der in diesem und im vorigen Beitrag genannten Fakten ist offensichtlich, dass die regelmäßige Verwendung von Zusätzen in Kombination mit dem Austausch des Meerwassers, zu dessen Herstellung natürlich konzentriertes Salz verwendet wurde, für die Pflege des Meerwasseraquariums folgende wesentliche Vorteile mit sich bringt:

  • minimales Risiko, dass toxische Konzentrationen an Neben- und Spurenelementen erreicht werden

  • maximale Kontrolle über die Konzentrationen der Neben- und Spurenelemente durch den Besitzer des Aquariums

  • Möglichkeit, den Wasserwechsel als Mittel zur raschen Reduktion hoher Konzentrationen an mineralischen und organischen Nährstoffen und unerwünschten Stoffen zu nutzen, ohne dass das Risiko eines anschließenden Ungleichgewichts der Ionen besteht

Meersalz und DOM (gelöste organische Stoffe)

Ebenso wie im Falle der Neben- und Spurenelemente sollte auch bei den gelösten organischen Stoffen verfahren werden, die für das Leben und Gedeihen im Aquarium von gleicher Wichtigkeit oder sogar noch wichtiger sind. Als optimal kann gelten, wenn das zur Wasserherstellung verwendete Meersalz alle wichtigen Stoffe, einschließlich der DOM, in natürlichen Konzentrationen enthält.

Messbare und nicht messbare Elemente und Stoffe

Eine genaue Ermittlung der Konzentrationen ist bei den allermeisten Neben- und Spurenelemente in der aquaristischen Praxis überhaupt nicht realisierbar. Eine Ausnahme sind die folgenden Nebenelemente:

  • I - Jod

  • Sr - Strontium

  • B - Bor

  • K - Kalium

Bei diesen Elementen ist es sinnvoll, regelmäßig die Konzentrationen zu messen und durch Verwendung gesonderter Zusätze zu regulieren.

Bei Spurenelementen und DOM ist es im Grunde gleichgültig, ob Misch- oder selbständige Zusätze verwendet werden. Wichtig ist, dass der Zustand des Beckens regelmäßig kontrolliert und die Dosierung der Zusätze entsprechend angepasst wird. Bei ihrer sorgsamen Anwendung ist das einzige Risiko eine erhöhte Konzentration an mineralischen und/oder organischen Nährstoffen, die das Wachstum von Algen und Cyanos verursachen können. In diesem Fall ist es nötig, die Dosiermengen der entsprechenden Zusätzen zu reduzieren (bzw. ihre Anwendung vorübergehend zu unterbrechen) und eine Verbesserung der Situation abzuwarten.

 


Dieser Artikel ist am 22.02.2010 erschienen

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Kommentare

coral-shop
Dabei seit:06.08.2008
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Korallenriff:9
Lexikon:0

Hallo Aruff!
Danke für deine interessante Fragen.

Bei der Herstellung des Meersalzes stützen wir uns auf unabhängige Analysen verschiedener Universitäten und Wissenschaftszentren.
Da das Meersalz allgemein einsetzbar sein sollte, gehen wir aus den mittleren Werten der wichtigsten Korallenriffgebieten heraus, maßgebend sind die Angaben für die Wasseroberfläche (0-20 m).

Mit der empfohlenen Studie werden wir uns natürlich näher bekannt machen.

Eine Analyse und ein Vergleich mit natürlichem Meerwasser hätte für die Leser nur dann einen Sinn, wenn sie unabhängig von uns durchgeführt wäre. Also auch ohne unseren Impuls. Jegliche Analysen, die von uns veröffentlich wären, würden sicher direkt angeklagt, wir hätten die Daten angepasst.

In jedem Fall ist es eine gute Idee, die wichtigsten Parameter der Zusammensetzung zu veröffentlichen. Deinen Vorschlag nehmen wir uns zu Herzen und werden entsprechend unsere Website anpassen.

Zu der Reinheit der Inhaltsstoffe - heutzutage werden auch die Extrakte aus dem Meerwasser purifiziert und haben Atteste über die Reinheit...


Gruss

CS
Beitrag vom 18.03.2010 - 14:22 

Kai
Dabei seit:18.11.2007
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Korallenriff:22
Lexikon:4

interressant währe natürlich auch mal hierbei zu beobachten welche Spurenelemente sich wie schnell von selbst abbauen Jod und Strontium sollen ja angeblich unter Lichteinstahlung in ein paar Wochen/Tagen wieder "weg" sein... vllt. gibt es ja auch spuren elemente die u.a. von bakterien mehr oder weniger schnell verstoff wechselt werden Bsp.: Eisen o.ä.

mich würde es freuen wenn dieser artikel irgendwie weiter geführt werden könnte denn man könnte daraus ja einen absoluten Grundbedarf ermitteln also das was garantiert in jedem Riffaquarium in der zusammensetzung x,y,z pro L pro Woche mindestens verbraucht wird...

zudem können solche Ionenverschiebungen ja auch hässliche Algenplagen herrvorrofen wie oft sieht man dass manche Leute ein Becken fahren was nach ca 1.5 Jahren nen knick macht und voll mit Algen/ Cyanos Dinoflagellaten usw. ist... mir ist auch aufgefallen dass so eineige neuere salzsorten durchaus mal nen cyanofilm nach dem wasser wechsel hinterlassen können wobei dies bei anderen Sorten eher nicht der Fall ist besonders klar wird dass wenn man hin und wieder mal die slazsorte wechselt gefährlich können auch die sorten mit "mikronährstoffen" o.ä. sein ... aber es stimmt mit sog. natürlichen Salzen kann man nicht sooo viel falsch machen ich hatte damals ein Salz verwendet welches zu 100% aus dem roten-Meer war (leicht feucht also sogar noch salzmutter dabei) und die korallen standen da immer wie ne 1 aber das gibts leider nimmer fasst jeder hersteller panscht was reinwas da nicht rein soll und keiner gibt an wieviel drinnen ist nur was drinnen ist...
Beitrag vom 13.03.2010 - 00:38 

aruff
Dabei seit:01.07.2009
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Lexikon:0

Hallo Robert,
OT
Dann verwandle einmal dein "auchkommen"
in ein aufkommen.

Wenn ich meine Beiträge nach dem schreiben erneut lese fallen mir immer ein paar Sachen auf
die man nochmals ändern möchte.

Gruß
Andre
Beitrag vom 11.03.2010 - 17:16 

robertbaur
Dabei seit:24.08.2004
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Hallo Andre

hmm ich meine dass man eine Stunde editieren kann. Genau müsste ich mal nachgucken. Da wir kein Forum haben, wo sehr viel geschrieben wird, gibt es bisher kaum Meldungen über diese Problematik.

Gruß Robert
PS. Aus meiner Erinnerung heraus. Das mit der Stunde Editieren ist noch ein überbleibsel, so meine ich mich zu erinnern, aus längst vergangener Zeit, wo User in einem Forum hergingen, weil sie dann weg wollten und ihre ganzen Beiträge weg editiert haben, wo zu guer Letzt dann der Zusammenhang in den Threads verloren ging. Das war damls ein kleiner Schutz das zu verhindern. Wie geschrieben ich höre bzw. lese diese problematik das erst mal.

Beitrag vom 11.03.2010 - 15:45 

aruff
Dabei seit:01.07.2009
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Hallo Robert,

OT
Ja, dass stimmt mit dem vorhandenen System eine solche Formatierung abzuliefern
ist etwas besonderes. Das man seine Kommentare nicht mehr editieren kann auch.
Vielleicht ist eine Renovierung angebracht? Ich helfe gerne mit!

Gruß
Andre
Beitrag vom 11.03.2010 - 12:58 

aruff
Dabei seit:01.07.2009
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Hallo CS,

welche Meerwasser Analyse liegt denn dieser Mischung zugrunde?
Welche Region, Tiefe usw. usw.?

Ich könnte diese anbieten:
Link

In wie weit erfüllt ein mit CS Salz angesetztes Meerwasser die Inhalte dieser Studie?

Wenn CS eine Mischung zur Herstellung naturidentisches Meerwassers anbietet
dann sollte eine Analyse des Meerwassers vorliegen und eine Analyse des
angesetzten Meerwassers mit dokumentierten Übereinstimmungen und/oder
Abweichungen. Damit jeder nachvollziehen kann was genau da angesetzt wurde.

Welche Garantien werden denn gegeben?
Wie kann denn CS die Reinheit der verwendeten Inhaltsstoffe garantieren?
Welche unabhängige Überprüfung findet statt?
Bei den nicht synthetischen Ausgangsstoffen, wie werden diese in immer derselben Qualität gewonnen?

Ich freu mich auf eine spannende Antwort.
Gruß
Andre
Beitrag vom 11.03.2010 - 12:53 

coral-shop
Dabei seit:06.08.2008
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Hallo alge07!

Die feste Phase alleine ist tatsächlich kein Meersalz. Deshalb brauchst du auch die flüssige Phase dazu. Mit diesen zwei Phasen zusammen gewinnst du naturidentisches Meerwasser.

In der festen Phase sind Bestandteile, die im Meerwasser am meisten vertretten sind. Hier spielt die Reinheit der verwendeten Stoffe eine sehr wichtige Rolle. Stell dir vor, in dieser Mischung wäre z.B. 0,001% Kadmium dabei. Auch wenn diese Konzentration als sehr sehr niedrich scheint, wäre sie 120x höher, als im natürlichen Meerwasser! (mehr zum Thema: Link – Was ist eigentlich Meerwasser?)

Daher gibt es diese flüssige Phase – in dieser Flüssigkeit sind diejenigen Elemente und Stoffe, die die absolut genaue Konzentration haben müssen, vertreten. Solche absolut genaue Konzentration kannst du nur mit einer festen Phase nie erreichen.
Stell dir vor, du nimmst von 20 kg Salz nur 5kg. Bist du sicher, dass du gerade nur 1/4 der Spurenelemente und organischen Stoffe in diesen 5 kg hast? Mit einer Flüssigkeit erreichst du die beste Homogenität.

Und wodurch ist unser System von anderen Anbietern anders? Kann ich dir nicht sagen. Ich beschäftige mich mit den anderen Systemen absichtlich nicht. Aber ich weiß, was für uns wichtig ist.

Meersalz für die Herstellung naturidentiches Meersalzes (bitte, aus keinen synthetischen Ausgangsstoffen! - das hängt dann auch mit dem Preis zusammen, da die Reinheit die allerwichtigste Rolle spielt). Und Zusätze zum Nachdosieren der richtigen Konzentrationen von verbrauchten Stoffen.

CS

PS: Danke für den Lob, Robert
Beitrag vom 11.03.2010 - 11:13 

robertbaur
Dabei seit:24.08.2004
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Hi zusammen

ich möchte an dieser Stelle mal was ganz anders loswerden. Hut ab, vor der Arbeit diesen Artikel so zu formatieren Wenn ihr wüsstes dass diese bestimmt ne Sau Arbeit war...

Zur Sache selber, schön das jetzt eine bestimmt gute Diskussion zur Sache auchkommt.
Gruß Robert
Beitrag vom 09.03.2010 - 21:14 

alge07
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Ich habe gerade den Link angeschaut.
Ich würde es dann doch genauer wissen wollen.

Naturidentische feste Phase mit 7 Bestandteilen heisst nicht echtes Meersalz, oder ?
Wie wird es dann ohne synthetische Ausgangsstoffe angemischt?
Die separate Nachdosierung ist o.K. und findet durchaus mein Kaufinteresse.
Aber was unterscheidet das System von anderen Anbietern mit gleicher Herangehensweise (Unterdosierung im Grundsalz und Ergänzung über Nachdosierung) ?

Gruss alge07
Beitrag vom 09.03.2010 - 15:33 

coral-shop
Dabei seit:06.08.2008
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Korallenriff:9
Lexikon:0

Hallo zusammen!

Es freut mich, dass Thema Wasserwechsel und Zusätze so eine schöne Diskussion gestartet hat.

Hiermit möchte ich auf einige Fragen reagieren:
- "Welches Salz bietet eine möglichst naturnahe Konzentration von Spurenelementen?" - Zum Beispiel das zweikomponenten Meersalz von Firma coral-shop. Dieses Salz wird NICHT aus synthetischen Rohstoffen hergestellt und durch die flüssige Phase ermöglicht die vollkommene Homogenität und natürliche Zusammensetzung (siehe Link).

- "man muss den Spurenelement Verbrauch seiner Beckens kennen" - und wie kann ich den Verbrauch feststellen? Momentan wirklich nur durch Beobachten. Spurenelemente, genauso wie organische Stoffe sind Nährstoffe und das erste Zeichen der Überdosierung können Algen, Zyanos oder brauch Farbe der Korallen sein. Daher wird empfohlen, die Dosierung für bestimmte Zeit wesentlich zu reduzieren oder ganz auszulassen. Firma coral-shop wird in nächster Zeit einen "TEST", resp. einen Marker auf den Markt bringen. Mit diesem Marker (CS TEST Trace Marker) wird leichter sein festzustellen, ob in unserem Becken Spurenelemente fehlen oder in Übermengen vorhanden sind.

Viele Grüße

CS
Beitrag vom 09.03.2010 - 11:29 

dj-fari
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Hallo zusammen ,
leider nicht jeder Meerwasser Aquarianer ist gleich auch eine wissenschaftler,besonders bei der messung von Spurenelementen wie die Profis in eine Labor,ich denke das wir noch nicht in der lage sind daheim 100% messung von Spurenelemente durchführen um zu sagen " wo was fehlt" !!!Schon wenn man bei der Vermessung von " Nitrat " Reagenz von verschiedenen Hersteller nimmt dann hat man auch einige unterschiedliche werte ,geschweige vom spurenelementen messung!!!
Hier eine beispiel:"molybdänbestimmung"

Zur Erhöhung der Selektivität katalytischer Analysenverfahren wird eine kombination von Solvent-Extraktion und katalytischer Bestimmung vorgeschlagen. Anhand der katalytischen Mo-Bestimmung mittels der 1-Naphthylamin-Bromat-Reaktion kann gezeigt werden, daß bei Auswahl eines geeigneten Extraktionssystems der Katalysator direkt im organischen Extrakt bestimmbar ist. Nach Testen verschiedener Molybdänkomplexe hinsichtlich ihrer katalytischen Aktivität in der Indikatorreaktion wurde die Extraktion von Molybdän als Oxinat für eine analytische Anwendung gewählt. Die Methode gestattet, Molybdän bis zu einer Grenzkonzentration von 2,7 × 10−9M bei einem mitteren relativen Fehler von 10% zu bestimmen. Die Mo-Bestimmung wird von Konzentrationen des Vanadiums bis zu 10−4M, von Chrom bis zu 2 × 10−4M, von Wolfram bis 5 × 10−5M und von Mn, Ni, Cu, Co, Fe, Mg, Zn, Cd, Al und Pb jeweils bis zu 10−2M nicht gestört. Mit dem extraktionskatalymetrischen Verfahren wurde Molybdän in Meerwasser bestimmt.
Nun wie sollen wir ca.70 verschiedene Spurenelemente vermessen?Welche Salzsorte sollen wir nehmen??? Welche salzsorte hat mehr oder weniger von bestimmte spurenelemente???????
Beitrag vom 08.03.2010 - 03:57 

rayBe
Dabei seit:10.12.2007
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Korallenriff:1
Lexikon:0

Hallo zusammen,

als ich mir den Artikel durch gelesen habe, dachte ich ein paar Tipps für die Praxis zu finden.
Leider muß ich sagen, so schön und gut gemeint der Artikel auch sein mag, praktischen nutzen hat er für mich persöhnlicht nicht.
Um diesen Artikel in die Praxis um zu setzten benötigt man erstens ein Salz, dass angesetzt dem natürlichen Meersalz gleicht, zweistens muß man den Spurenelemt Verbrauch seiner Beckens kennen und dann braucht man eine passende Spurenelement Lösung.
Ich denke für uns normal sterblichen Aquarianer ist das eine Gleichung mit drei unbekannten unbekannten.
Schaut lieber in Eure Becken und beobachtet!
Ich persöhnlich betreibe mein Becken mit 7% Wasserwechsel pro Woche und ohne Spurenelemnte.
Und es läuft besser denn je.

Viel Grüße

Ralf
Beitrag vom 02.03.2010 - 17:27 

alge07
Dabei seit:06.10.2009
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Korallenriff:33
Lexikon:15

Hallo aruff,
stimme voll zu, bestätigt leider R.Shimek von 2003.
Es wäre interessant zu wissen, was ist eine HR-ICP-MS Messung und welches Salz wurde verwendet. Natürliches Meersalz wars, glaube ich, bei den Werten nicht).
Beitrag vom 27.02.2010 - 17:00 

aruff
Dabei seit:01.07.2009
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Korallenriff:7
Lexikon:0

Hallo,

ich empfehle die Lektüre von
„Ratgeber Meerwasserchemie“ Armin Glaser, 2008 Rüdiger Latka Verlag.

Seite 127 folgend
Armin misst hier, sicherlich nicht zu verallgemeinern, ein Meerwasseraquarium mit der HR-ICP-MS Messung auf Spurenelemente. Dieses Becken wurde ausschließlich nur mit Wasserwechsel betrieben
und weißt eine enorme Menge an Spurenelementen auf.

Beispiele ug/l:
Lithium Meer 174 Aquarium 359,45
Aluminium Meer 0,05 Aquarium 251
Eisen Meer 0,056 Aquarium 39,95
und so fort.

Der ganze Beitrag über Spurenelemente ist sehr lesenswert da hier mit „wissenschaftlichen“ Methoden versucht wird „Weissagungen“ zu beleuchten. Alles mit Quellen hinterlegt und mit
aktuellsten Messmethoden ermittelt. Trocken aber sehr erhellend und ernüchternd.

Bissiger Kommentar meinerseits (soll ein Scherz sein):
Blaue Acropora, einen Aquarianer den ich lange genug würge wird auch blau 

Gruß
Andre
Beitrag vom 27.02.2010 - 12:59 

honk
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Hallo alge07,
so ähnlich sehe ich das auch. Die Angaben zu den Grafiken gehen davon aus, das man lediglich 1x pro Monat 10 % tauscht. Hinzu kommt der Verbrauch den die 3 Kurven anzeigen. Wenn man davon ausgeht grundsätzlich die Salze mehr als 100% der Spurenelemente um faktor x von natürlichen Meerwasser aufweisen und man wöchenlich 10% tauscht, was ja viele machen, sehe ich nicht die Notwendigkeit Spurenelement zu dosieren. Es gibt aber nunmal definitiv Aquarianer die gute Erfolge mit Spurenelementen erziehlen (Ich gehöre nicht dazu!). Also scheinen doch bestimmte Elemente unter bestimmten Bedingungen positiv zu wirken. Schlussentlich müßte man messen können, was tatsächlich nach einen bestimmten Zeitpunkt noch im AQ vorhanden ist. Und das in Ahängigkeit ob Berliner System, Zeolith Methode etc. Das können wir leider jedoch nicht und ich kenne keine wissenschaftlichen veröffentlichten Ergebnisse dazu. Das Hersteller von Spurenelemente und co. diese nicht veröffentlichen ist leider klar, das könnte schließlich Ihrem Geschäft schaden. So zumindest meine Vermutung.

Gruß
honk
Beitrag vom 26.02.2010 - 15:17 

robertbaur
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Hi zusammen

ist schon eine schöne interessante Diskussion entstanden .-) Genau das hatte ich mir gedacht. Hoffe und Denke dass Coral Shop auf Fragen auch Stellung nimmt

Gruß Robert
Beitrag vom 26.02.2010 - 08:51 

alge07
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Hallo honk,
würde ich so nicht sehen. Die rechnerische Tendenz ist schon o.K. Nur die Schlussfolgerung kann ich nicht ganz teilen.
Bei einem Wasserwechsel Osmosewasser + angereichertem Salz ohne Zusatz-Spurenelemente wird auch nach langer Zeit nur die vom Salz definierte mögliche Konzentration des jeweiligen Spurenelements erreicht. Denn beim Wechsel wird vorher Wasser entnommen. Und so wird durch den Austausch des Wechselwassers angereicherte Konzentration verdünnt oder verdünnte Konzentration angereichert.
Also auch wenn theoretisch vorher nichts verbraucht würde, könnte nur die im Wechselsalz vorgegeben Konzentration entstehen.
Beispiel Konzentration 20 %: nach einer Weile auf 15% gesunken, Ergänzung immer wieder mit 20 % ergibt irgendwann 20 % abzüglich Verbrauch und eben nicht mehr. Außer, und das ist der springende Punkt ich nehme 100%tiges (Konzentrat).
Da hilft nur messen und entsprechen dosieren.
Und so ist es mit den Zusätzen, die extra dosiert werden. Oder alle Daten eines Salzes in Erfahrung bringen, wie hier von aruff geschrieben.
Gruss alge07
Beitrag vom 25.02.2010 - 22:52 

honk
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Hallo zusammen,
danke für den Bericht. Ich habe Ihn gelesen und muss sagen, sehr interessant. Im Endeffekt bedeutet das aber dann, das der obige Bericht so nicht Aussagekräftig ist. oder?
Gruß
honk
Beitrag vom 25.02.2010 - 20:08 

R. Neikes
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Bei der Dosierung von Spurenelemente sollte man generell mehr Vorsicht walten lassen.Da in einer gewöhnlichen Meersalzmischung schon viel vorhanden ist.
Beitrag vom 25.02.2010 - 12:11 

alge07
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Hallo honk,
bei synthetischen Salzmischungen sicherlich, auch wenn die Entwicklung vorangeschritten ist.
Ron Shimek von 2003:
Link://Link://Link

Rein rechnerisch ein guter Beitrag zur Orientierung.

Beitrag vom 25.02.2010 - 00:43 

honk
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Hallo R. Neikes,
Wenn die Konzentration von Spurenelementen in natürlichen Meerwasser so gering sein soll, das alle Meersalzmischungen eine dann doch erheblich höhere Konzentration aufweisen sollen, verstehe ich den Artikel nicht. Dies würde ja bedeuten, das der Zusatz von Spurenelementen zu einer totalen Überdosierung führen müßte!

Gruß
honk
Beitrag vom 24.02.2010 - 16:29 

peter_hofstetter
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Nur so nebenbei als Ergänzung. Mein Becken 560l läuft seit Dez. 08 und hat noch kein einzigen Wasserwechsel gesehen. DSB mit ca. 12 cm und gelengentlich Nightsun Spuris , Fisch und Korallen stehen Top.

Gruss aus der Schweiz
peter
Beitrag vom 24.02.2010 - 15:53 

aruff
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Hallo,

Auf welchen Analysen beruht dieser Beitrag?
Wie sieht der experimentelle Aufbau dazu aus?

Wenn denn hier von Spurenelementen die Rede ist,
Welche sind denn gemeint?
Welche werden denn von unseren Bewohnern benötigt?
Was genau ist den in den ganzen Präparaten in welcher Dosierung enthalten?

Statt einem Mangel wird alles bis zur Toxizität geführt.
Das erscheint mir auch nicht erstrebenswert.

Der Ansatz muss eindeutig lauten:

„Nur Produkte kaufen die eine vollständige Inhaltsangabe incl. Konzentration auf der Packung haben!“
„Alle anderen Produkte meiden!“

Ich jedenfalls habe mehr Fragen als Antworten

Gruß
Andre
Beitrag vom 23.02.2010 - 18:39 

Christianus
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Guten Tag zusammen,

ich sag nur Crystal Sea marinemix...
Gruß
Chris
Beitrag vom 23.02.2010 - 14:41 

Lindros
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Da gibts nur eins: Ne Standleitung aus dem Meer bis nach Hause

Aber mich würde auch gerne mal interessieren welches Salz dann empfohlen wird, welches auch diesen Bericht stützt.
Beitrag vom 23.02.2010 - 11:26 

R. Neikes
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Gibt es auch nicht!!!!!

Zitat aus dem Buch Ratgeber Meerwasserchemie von Armin Glaser: Es ist bisher noch keinem Wissenschaftler gelungen, künstliches Meerwasser herzustellen, das einen so geringen Spurenelementgehalt hat wie natürliches Meerwasser. Und das auch bei Meersalzmischungen, die weit über 1000 Euro pro Kilogramm kosten.
Beitrag vom 23.02.2010 - 10:38 

Doktor1
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Hallo zusammen!
Die Frage die sich mir stellt, welches Salz bietet eine möglichst naturnahe Konzentration von Spurenelementen?
Ich denke, da gibt es nicht sehr viele...
Gruß
Frank
Beitrag vom 23.02.2010 - 10:31 

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