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Bakterienzugabe im Meerwasseraquarium - Wieso, Weshalb, Warum?


ein Artikel von Gerd Guddat, Sudad Gahdaban und Robert Baur-Kruppas

Bereits seit vielen Jahren schon werden Bakterien im Meerwasseraquarium zugegeben. Das mag oder wird ganz sicher unterschiedliche Intentionen haben. Die einen machen es, um Ihre Nitrat- und Phosphatwerte zu senken, wieder andere machen es vielleicht auch, weil Sie Cyanobakterien haben und hoffen, dass diese damit wieder verschwinden. Wobei die Dosierung von Bakterien bei Cyanobelägen auch im Jahre 2009 eher noch die Ausnahme sein dürfte, zumindest noch. Eventuel ändert sich das ja nach dem Lesen dieses Artikels. 

Nachfolgend finden Sie zwei Bilder, die wir damals in unserem eigenen Aquarium schießen konnten. Es sind häßliche Beläge, die roten Cyanos. Nicht gerade wenig Aquarianer verzweifeln ihretwegen.



 

Die Anfänge von Bakterien in der Meerwasseraquaristik

Ich erinnere mich beim Schreiben dieser Zeilen sofort an das Jahr 1993, als ein Meerwasserfachgeschäft in Kassel die ersten Bakterien in Ampullen anbot. Sie dienten damals schon zur Wasserreinigung.  Klar haben wir das gekauft. Wenn man daran denkt, wie damals so die allgemeinen Werte eines Meerwaseraquarums waren, kein Wunder. Jeder hat nach Möglichkeiten gesucht seine Nitratwerte und Phosphatwerte in den Griff zu bekommen. Damals wusste man aber noch wenig darüber was letztlich aber schon im Bereich der Wasserreinigung / Wasseraufbereitung von Klärwerken seit x Jahren bekannt ist. Das ganze  ist nun schon 16 Jahre her.

Seit langer Zeit sind diese Bakterien in vieler Munde und werden immer häufiger eingesetzt. Die bekanntesten werden, aufgrund der Verbreitung sicherlich die Bakterien von Prodibio sein. Sie sind schließlich auch schon sehr lange auf dem Markt. Darüber hinaus ist eine Bakterienzugabe auch bei der Zeovitmethode, aber auch anderen ähnlichen Methoden, sehr  bekannt. Hier werden auch bestimmte Bakterien zugegeben um naturnahe Nitratwerte zu erreichen. Das diese Methode funktioniert wissen Zeovitanhänger nur zu gut. Diese Methode ist welweit schon sehr stark verbreitet und findet immer neue Anänger. Kein Wunder, wer will nicht so bunte SPS Korallen pflegen. Aber bei der Bakterienzugabe geht es ja nicht nur darum bunte Korallen zu haben, sondern primär erst mal um den Bakterienhaushalt im Aquarium. In nicht gerade wenigen Becken kommt es wohl zu einer Verarmung der richtigen Bakterienstämme. Wobei man nicht vergessen darf, dass nicht gerade wenige Aquarianer sich auch zu wenig mit der ganzen Sache beschäftigen. Da werden teils zu viele Fische in zu kleinen Becken gehalten - hier besteht meist ein zu starker Nährstoffeintrag, wieder andere schäumen viel zu stark ab, so dass unschöne Bakterienbeläge auch wegen zu sauberen Wasser auftreten können. Dritte, und das sind ebenfalls nicht wenige, probieren alle 3 Tage etwas neues aus und wundern sich dann wenn Ihr Becken nicht in die Gänge kommt.  

Wie haben wir vor vielen, vielen Jahren lernen müssen. Der wichtigste Satz von unserem Lehrmeister war: Finger aus dem Aquarium heraus lassen und Geduld üben :-)

 

Wie funktioniert denn überhaupt das ganze mit den Bakterien?
Es ist leider oft so, dass Aquarianer das sofort glauben was auf Verpackungen steht.  Das ging uns früher nicht anders als den meisten. Nichts desto trotz interessiert mich dabei eigentlich immer wie etwas funktioniert, oder besser noch warum genau. Nur so kann man die richtigen Rückschlüsse ziehen. Nun diese Prozesse bei den Bakterien sind heute in der Aquaristik schon sehr bekannt. Ich führe Sie hier gerne nochmals auf.

Die Nitritfikation:
Die Oxidation von Ammoniak zu Nitrit stellt den ersten Schritt der Nitrifikation dar. Im zweiten Schritt der Nitrifikation werden in der natürlichen Umwelt - von anderen Bakterien wie Nitrobacter, die man entsprechend "Nitratbakterien" nennt - Nitritionen zu Nitrationen (NO3−) oxidiert.

Die für den ersten Teilprozess verantwortlichen Bakterien werden als Ammoniak oxidierende Bakterien oder Nitritbakterien bezeichnet.

Alle Vertreter sind aerob:
Diese sind:  Nitrosomonas, Nitrosospira, Nitrosovibrio, Nitrosolobus, Nitrosococcus

Besonders interessant für uns sind hier Nitrosomonas eutropha und Nitrosomonas halophila

Der zweite Teilprozess besteht in der Oxidation von Nitrit mit molekularem Sauerstoff zu Nitrat

Diese sind:  Nitrobacter, Nitrospira, Nitrospina, Nitrococcus
Quellennachweis: Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Nitrifikation

Da wir ja nun wissen wie der Abbau funktioniert, können wir sicherlich auch verstehen, warum man bisweilen Bakterien dem Becken zugibt oder dies sogar sollte. Sicherlich wird man das in einem gut laufenden Aquarium oft kaum merken, und lange Zeit ohne jegliche Zugaben auskommen.  Aber es gibt eben auch oft genug den Fall, wo ein Becken nicht so gut steht, ja sogar die Werte schön verschoben sind.  Also Nitrat und Phosphat nicht in geringem Maße, sondern zu stark vorhanden ist. Bei zuviel Phosphat fängt oft ein unschönes Algenwachstum an, SPS Korallen fühlen sich dann teilweise gestört und verlieren ihre Farben. Nitrat sollte bei unter 5 mg/L, Phosphat bei unter 0,01 mg liegen, zumindest dann wenn man recht weit am unteren Limit fahren möchte und es um schöne Farben bei SPS Korallen geht. Dass es auch anders geht, zeigt z.B. der Erfolg von Bernd Mohr, der sein Becken immer etwas höher, und zwar auf 20 mg Nitrat und bei wenig Phospaht gefahren hat. Hierzu gehört aber eine ganze Menge an Erfahrung. Auch hier war das Zusammenspiel an Fischen und der Futtereintrag mit einscheidend. Man muss auch hier das richtige Händchen haben.

Die Gründe warum es nicht klappt können hier natürlich vielfältig sein. Vergessen wir nicht die vorher schon angeschnittene Problematik, dass nicht wenige einfach zu viele Fische pflegen, eine unzureichende Technik haben, oder schlichtweg zu viel füttern.

Ethanoldosierung – mit Wodka

Viele erinnern sich bestimmt auch noch an die, vor einigen Jahren bekannt gewordene Ethanoldosierung im Aquarium? Die Autoren Michael Mrutzek und der Dipl. Biologe Jörg Kokott haben hier in meinen Augen ein sehr wichtiges und gutes Werk geschaffen, dass uns in Summe viel mehr Wissen zur Arbeit von Bakterien im Meerwasseraquarium einbrachte als man damals zuerst dachte. Wie immer ging es dem Anwender ja zunächst nur darum ein Problem zu lösen.

Sicherlich geht mit der Ethanoldsoierung nicht jeder konform, es gab damals ja auch den einen oder anderen Unfall was die Fische betraf. Ob dies nun durch eine zu schnelle Überdosierung, oder aufgrund der Vermehrung von anderen Bakterien geschah, wollen wir an dieser Stelle nicht diskutieren.

Aus heutiger Sicht ist klar was passiert war. Auch das hat mit den genannten Bakterien zu tun. In jedem Becken sind sie vorhanden, auch wenn wir sie leider nicht sehen.  Durch den zugeführten Kohlenstoff fütterte und vermehrte man die im Becken vorhandenen Bakterien (leider nicht immer gezielt die gewünschten)

So sank bei so gut wie allen Anwender schließlich Nitrat und Phosphat im Becken. Auch das lag daran dass man die Nitratabbauenden Bakterien vermehrte fütterte und sie dann an das Werk gehen konnten.


Quelle Ethanlodosierung:
Michael Mrutzek und Jörg Kokott - http://www.meeresaquaristik.de/html/vodka1.html
Heinz Mahler -  http://www.korallenriff.de/artikel/655_Die_Wodka-Methode.html
M. Kruppas u. R. Baur - http://www.korallenriff.de/artikel/515_Die_Wodkamethode_Teil_1.html

Anmerkung:
Aus heutiger Sicht macht es durchaus Sinn zunächst die richtigen Bakterien zu impfen, und diese dann zu vermehren. Sicher ist sicher... Auch sollte man nicht blind darauf losdosieren, aber diese Dinge sind ja alle in den Jahren schon mehrfach besprochen worden.

Robert Baur-Kruppas, im November 2009


Seit einiger Zeit wird in Foren von neuartigen Bakterien diskutiert. Gerd Guddat war so freundlich und hat mir hierzu einige Zeilen zukommen lassen.


Gerd Guddat:
Bakterien von Microbelift, die Nummer 1 aus den USA*


Diese sind ganz neu auf dem Markt in Deutschland und ich bin begeistert.  Meiner Meinung nach die ersten Bakterien wo man was merkt wenn man sie ins Becken gibt.

Wie kam ich dazu diese Bakterien zu verwenden ?

Wie vielleicht einige hier auf Korallenriff.de gelesen haben mußte ich leider mein Becken AQDM Feb.' 08 komplett  leer machen. Grund war eine massive Xenia -und Antheliaplage, dazu kam noch die kleinwüchsige Cervera.

Hier finden Sie nachfolgend noch ein paar wunderschöne Aufnahmen des Siegerbeckens, aus Februar 2008.







Gesagt,....getan. Das Becken stand zwei Wochen komplett trocken, auch das Ablegerbecken.  Dann zogen 60Kg frisches Sulawesi Lebendgestein ein, dazu kamen 40Kg toter feiner Sand der Firma Cora Pet.  Dieser wurde mit eingefahrenem Salzwasser "angefeuchtet", angeimpft wurde er dann mit den Bakterien "Special Blend " !

Der Riffaufbau war fertig und der Sand im Becken, dann wurde geflutet !  300L eingefahrenes Wasser der Korallenfarm-Witten, der Rest wurde mit frisch angesetztem Salzwasser aufgefüllt.  Die komplette Technik wurde eingeschaltet, nun lief das Becken zwei Tage.  Nach den zwei Tagen habe ich zum ersten mal NO3 (Machery&Nagel) und PO4 (Rowa/Merck) gemessen.  NO3 ergab 10mg und PO4 0,015mg.

Darauf hin wurde von mir Special Blend ins Wasser dosiert, zwei Tage später "Nite-Out II".  danach folgte noch Thera-P.
Eigentlich habe ich diese Bakterien nur gekauft um das Becken gut anzuimpfen, aber das die so eine Wirkung haben.......

Nach einer Woche konnte ich schon entlang der Scheibe beobachten das der Sand etwas arbeitete.  Gasbläßchen stiegen aus dem Sand auf und entlang der Scheibe waren sie im Sand zu sehen.  Das habe ich persönlich nach einer Woche mit Livesand noch nicht erlebt.

Eine Woche nachdem ich "Special Blend" und "Nite-Out II" ins Wasser dosiert habe wurde von mir wieder NO3 und PO4 gemessen.  Die Werte ergaben, NO3 "nn" und PO4 "nn", damit habe ich nicht gerechnet, aber dem war so.  Die Seitenwände und die Steine waren voll mit kleineren Bläßchen, man konnte richtig beobachten wie das Becken (Bakterien) arbeitete ! Dann wurden von mir auch alle anderen Wasserwerte gemessen. Ca, Mg und Kh. Was nicht paßte wurde vorsichtig mit Ballingsalzen angeglichen.  Nach zwei Wochen Standzeit zog dann die erste SPS in Form einer Montipora digitata ein.


Diese zeigte bereits nach ca 10 Minuten voll ihre Polypen.
Und ich habe nur einen frisch gebrochen Ast bekommen, sie wurde bei mir Zuhause erst geklebt !

*Fazit*: TOP Bakterien,.....nicht billig, .....aber verdammt gut !
Ach ja,.......* Warnung* ! : Wenn Special Blend dosiert wird, oder Thera-P sollte man keinen Besuch empfangen, die Stinken wie .......... ! :-) Und die Frau schickt man(n) am besten vorher zum Schuhe kaufen, sonst gibts Ärger ! :-)))

Anmerkung !: Die Bakterien „können“ im einen eingefahrenem Becken ganz anders wirken, mein Becken war ganz frisch angesetzt. Ich habe den kompletten Flascheninhalt (125ml) komplett ins Becken gegeben bei 550L netto.
Zweitens sollte man die komplette Kur, wie in der Beschreibung angegeben, durchziehen um Erfolge zu erzielen. Besonders bei einem Becken mit Cyanobefall ! Diese sollten vorher gut abgesaugt werden und zwischendurch kann das auch nicht schaden.
Zb 300 Liter Becken, Bakterien Special Blend):
-Am ersten Tag 75ml auf 300L
-Am 8, 15, 22, und 29 Tag 50ml auf 300L
-Dann zur Wartung alle zwei Wochen 20ml auf 300L

salzige Grüße Gerd

 

Darüber hinaus haben wir freundlicherweise von einem Experten der Firma Microbe-Lift Deutschland, einige wertvolle Informationen bekommen.  Vielen Dank dafür lieber Sudad :-)

Hier eine kurze Beschreibung zu den einzelnen Bakterienprodukten von Microbe-Lift, deren Konzept, Wirkungsweise und Anwendung.

Kurze Einleitung:

Wie schon in der Einleitung von Robert Baur richtig beschrieben wurde, kann man nicht immer davon ausgehen, dass der Aquarianer mit Hilfe des importierten Lebendgesteins alle für die Wasserreinigung notwendigen Bakterien und Mikroorganismen im richtigen Mengenverhältnis mitgeliefert bekommt.
Daher nutzen dann oftmals andere, weniger erwünschte Lebewesen, wie z.B. Cyanobakterien, gefährliche pathogene Krankheitserreger, sowie frei schwebende Bakterien, die das Wasser trüben können, für sich den Vorteil, ohne biologische Konkurrenz im Aquarium vorhanden zu sein. Eine Dosierung mit Wodka oder anderen Kohlenstoffquellen wäre in so einem unbehandelten Aquarienmilieu unter Umständen fatal.

So hat sich auch mittlerweile die Vorgehensweise etabliert, zuerst entsprechende Filterbakterien ins Aquarium zu geben und diese dann mit Hilfe von Kohlenstoffquellen zu vermehren. Nachteil dieser mit Kohlenstoff herangezogenen Bakterienkulturen ist die biologische Steuerung und Beweglichkeit dieser überproportional aufgebauten Bakterienrasen. Diese können bei Nährstoffmangel oder Kohlenstoffmangel plötzlich absterben und das Wasser schlagartig belasten. Auch produzieren sie eine zu große Menge an CO2, welches den pH-Wert nach unten zieht bzw. permanent auf die KH drückt.

Genau diese Problematik hat der Hersteller Microbe-Lift schon vor Jahren erkannt und ein Bakterienpflege-Set aufgebaut, welches für jeden Anwendungsbereich die entsprechenden Bakterienkulturen bereithält ohne die Holzhammermethode mit einer Kohlenstoffquelle zu benutzen.







 

1.) Microbe-Lift Special Blend – „Nitratreducer u. Cyanokiller“

Dieses Produkt beschäftigt sich mit der ersten und letzten Stufe der Nitrifikation. Es enthält Mikroorganismen, welche gröbere Abfallstoffe z.B. Eiweiße, Fette, Detritus entsprechend zerkleinern, so dass die klassischen Filterbakterien Nitrosomonas sp., Nitrobacter sp. und Nitrospira sp. leichtere Arbeit haben, diese Stoffe abzubauen und auch wesentlich effektiver arbeiten können.

Es enthält außerdem fakultativ aerobe und anaerobe Bakterien, die in sauerstoffarmen Zonen vor allem das Nitrat in harmlosen Stickstoff abbauen – besonders effektiv in DSB-Systemen, aber auch in normalen Aquariensystemen mit Lebendgestein. Außerdem enthält es photosynthetisch arbeitenden Schwefelpurpurbakterien, die vor allem in der Anfangsphase nach der Dosierung zum Einsatz kommen, um Cyanos zu verdrängen.

Warum?

Nun, Cyanobakterien haben die negative Eigenschaft, den Siedlungsraum für Filterbakterien zu zerstören und ihr Wachstum zu hemmen. Damit Sandkörnchen und Oberflächen des Lebendgesteins wieder mit Filterbakterien besiedelt werden können, müssen die Cyanos zuerst beseitigt werden. Das erledigen die Schwefelpurpurbakterien, welche sich nach einiger Zeit von selbst zurückbilden und somit Platz für Filterbakterien bieten, welche durch das zweite Produkt von Microbe-Lift, das Nite-Out II, einige Tage später zugegeben werden. Da Schwefelpurpurbakterien photosynthetisch leben, stellen sie gerade am Tage zu den Cyanos eine ernsthafte Konkurrenz dar und hemmen diese solange, bis Filterbakterien nachgewachsen sind. Sie stellen keine Konkurrenz zu Filterbakterien dar, da sie Photosynthese wie Zooxanthellen betreiben.


Anm: Zur Konservierung wird Schwefelwasserstoffgas H2S  in die Flasche gefüllt, um diese Bakterien in eine Art Schlafzustand zu halten und die Schwefelpurpurbakterien zu ernähren (maximal 3 Jahre). Beim erstmaligen Öffnen der Flasche entweicht das Gas und die Bakterien wachen auf. Damit die Bakterien in der nun aktivierten Flasche nicht verhungern, ist an der Innenseite der Flasche ein Nährstoffboden aufgebracht, der die Bakterien bis maximal ein Jahr ernähren kann. Prodibio benutzt dagegen geruchloses Stickstoffgas, welches aber angeblich laut Hersteller Microbe-Lift, nicht ganz so effektiv sein soll und Microbe-Lift’s Schwefelpurpurbakterien nicht ernähren könnte. Daher erst Öffnen und Flasche einige Zeit an frischer Luft etwas stehen lassen. Dann erst dosieren. Und wie schon Gerd Guddat erwähnt hat – kein „Date“ in dieser Zeit einplanen und Frau am besten zum Schuhe kaufen wegschicken.



2.) Microbe-Lift Nite-Out II – „Die klassischen Filterbakterien“

Dieses Produkt liefert die klassischen Filterbakterien (Nitrosomonas sp., Nitrobacter sp., Nitrospira sp.), die man von Produkten wie z.B. Prodibio her kennt. Es enthält weitere Unterarten dieser Stämme und ist für den Aufbau eines natürlichen Filterbakterienrasens entwickelt worden, welcher einen schnellen Abbau von Ammonium u. Nitrit gewährleistet und somit die Einfahrphase eines neueingerichteten Aquariums erheblich verkürzen bzw. Fischverluste bei Transport und Aquarien-Umzügen oder Umbaumaßnahmen reduzieren hilft. Wirkt sofort und zuverlässig! Bleibt aktiv bis 4°C ! (Optimal ab 13°C). Daher auch für Kaltwasseraquarien (Atlantik, Mittelmeer etc.) geeignet.

Die Bakterien wirken sofort wenn sie verwendet werden ohne erst “wach zu werden” im Gegensatz zu Produkten, die auf Spurenelemente basiert sind.

Es ist geruchlos und gefahrlos in der Anwendung.

Wichtig: Erläuterung von der Anwendung des Nite Out II und vom Starten des nitrifizierenden Prozesses in Kombination mit Special Blend:

Es ist anzuraten, dass vor der Anwendung des Nite Out II zuerst Microbe-Lift® Special Blend (s.o.) zu verwenden um die restlichen organischen Abfälle zu beseitigen, weil eine hohe Konzentration von organischen Abfall den nitrifizierenden Prozess einschränken bzw. sogar verhindern kann. Verwenden Sie Nite Out II erst ein bis zwei Tage nach der Anwendung von Microbe-Lift® Special Blend, damit dieser erst seine Arbeit verrichten kann. Außerdem ist es von Bedeutung , das zuerst der pH-Wert (dieser muss zwischen 7,9 und 8,5 sein) getestet wird und ob genug Karbonathärte vorhanden ist. Der KH-Wert muss immer mindestens 3dH° sein. Dies ist von großer Bedeutung, da die nitrifizierenden Bakterien dieses als Brennstoff verbrauchen. Für ein Teil Ammonium werden sieben Teile Karbonathärte verbraucht! Ohne gute KH-Werte ist auch keine Nitrifikation möglich! Um den Kh-Wert zu erhöhen können Sie z.B. den Microbe-Lift® pH 8.2 Buffer / Stabilizer verwenden, so dass sie einen Wert von mindestens 3-6 dH° erreichen.



3.) Microbe-Lift Gravel&Substrat Cleaner – „Schlamm, Detritus und PO4-Beseitigung“

Enthält natürlichen Brackwasser-Schlick aus Mangrovenzonen, der natürliche Cellulose, Schlamm, Phosphat bindende Eisenoxide und spezielle Detritus abbauende und PO4-Depots bindende Filterbakterien enthält. Der Schlammanteil ist von der Konsitenz her ein wenig mit dem Miracle Mud verwandt.

Bei Dosierung wird das Wasser im Aquarium unmittelbar zuerst dunkelbraun trüb, dann hellbraun klar und am nächsten Tag - spätestens jedoch am dritten Tag extrem glasklar und ist in der Regel ärmer an PO4. Gröberer Bodengrund wird sauberer und Mulm verschwindet allmählich. Gerade in den Gammelecken.

Empfohlen für die Verwendung mit allen anderen MICROBE-LIFT Bakterien- und Enzym-Produkten.

Es ist ebenfalls geruchlos und gefahrlos in der Anwendung.



4.) Microbe-Lift Thera-P – „Fischtherapeutikum“

Microbe-Lift® TheraP stimuliert das Immunsystem der Fische durch probiotische Bakterienstämme, die sich im Darmtrakt der Fische ansiedeln und so für eine gesunde Darmflora sorgen. Gerade frisch importierte Fische (insbesondere Doktorfische), die oftmals vom langen Transportweg geschwächt sind und/oder eine durch Antibiotikas stark geschädigte Darmflora aufweisen, können mit Microbe-Lift TheraP erfolgreich behandelt werden.  Ausfälle können auf ein Minimum reduziert werden. Daneben wird auch das gesamte Aquarienmilieu biologisch stabilisiert, da es noch ca. 50% des Produktes Microbe-Lift® Special Blend enthält, welches Abfallstoffe, Futterreste und Nitrat reduziert. Schon seit langem in den USA in der Fischzucht verwendetes Produkt. Bei uns hierzulande von Seepferdchenzüchtern und Diskuszüchtern empfohlenes Präparat. Durch die doppelte Wirkungsweise ist es gerade bei Zuchtbecken oder Händlerbecken zu empfehlen, da dort viele Tiere in kurzer Zeit auf engem Raum zusammentreffen. Es enthält außerdem noch ein pflanzliches Anti-Stress-Mittel und andere selektierte Bakterien, die wiederum pathogene Krankheitserreger fressen bzw. sie in ihrer Vermehrung hemmen.

Anm: Da es auch Special Blend enthält, stinkt es ebenfalls!
Es lassen sich prophylaktisch so manche Krankheiten damit vermeiden. Ein Freund von mir (Udo Bischoff) hat seinen Weißkehldoktor damit eine Woche lang bei der Eingewöhnung in seinem Riffaquarium damit behandelt. Der Doktor ist nun seit einem Jahr in dem Aquarium ohne jemals Pünktchen oder sonstige Beschwerden gehabt zu haben. Er ist gut ernährt.

Sowohl bei der Eingewöhnung, als auch später wurden keine UV-Anlage oder Ozon verwendet. Das ist für mich schon ein beachtliches Ergebnis, da der Doktor im Händlerbecken Pünktchen aufwies trotz UV.


Zusammenfassung

Wie aus o.g. Gründen schon ersichtlich, bietet Microbe-Lift zu jedem Problemfall die entsprechenden Produkte, die aber auch gerade in Kombination erst richtig zur Geltung kommen.

Meiner Meinung nach gehören Microbe-Lift® Nite-Out II und Microbe-Lift® Special Blend immer zusammen, denn sie ergänzen sich ideal.

Der Microbe-Lift® Gravel & Substrat Cleaner bietet sich bei unerklärlichen PO4-Problemen an oder zur Beseitigung von Gammelecken. Microbe-Lift® Gravel & Substrate Cleaner beugt durch bakteriellen und bio-chemischen Abbau von Detritus, Pflanzen und Algenresten einer Verschlammung des Bodengrundes u. einer Bildung von Phosphaten vor. Dabei werden auch Phosphatdepots erfolgreich entfernt, die mit herkömmlichen Phosphatadsobern nur sehr schwer entfernt werden können, da sie lediglich das gelöste Phosphat im freien Wasser entfernen, jedoch nicht in der Lage sind, das im Bodengrund oder Gestein vorhandene Phosphat zu binden. Für Süß- und Meerwasser geeignet.

Microbe-Lift® Thera-P ist eher etwas, wenn man Fische neu eingewöhnt oder Züchter bzw. Händler ist.

copyright by Sudad Ghadaban Oktober/November 2009

Liebe Grüße
Sudad Ghadaban

der Link zum Hersteller darf natürlich nicht fehlen: 

www.microbelift-deutschland.de

 


Dieser Artikel ist am 02.12.2009 erschienen

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Kommentare

MrBean
Dabei seit:30.05.2011
Kommentare 
Korallenriff:1
Lexikon:0

Hallo,

ich habe Spezial Blend bereits selbst benutzt und machte nur positive Erfahrungen. Man kann bereits 24 Stunden nach der Zugabe erkennen wie das Wasser immer klarer wird. Weiterhin kann man auf der Seite des Vertriebes nachlesen welche Bakterien verwendet werden. Wichtig ist, dass man Spezial Blend und Thera P nach dem öffnen etwas kühler (unter 20° C) lagern sollte. Nite Out 2 gehört in den Kühlschrank. Bei mir war Spezial Blend und auch Thera P nach bereits 3 Monaten nicht mehr verwendbar. Das zeigt aber auch dass die Bakterien sehr wohl aktiv sind. Dass bei manchen der Nitratgehalt ansteigt sehe ich als völlig normal und auch positiv an, da man hier erkennen kann, das nun endlich unvollständig abgebaute Stoffe den Stoffwechselkreislauf zugeführt werden. Nach einer Weile müsste auch Nitrat wieder fallen, da die aneroben Prozesse einfach etwas länger brauchen. Außerdem hat der Hersteller, so viel ich weiß ein weiters Produkt, speziell für diesen Fall. Kein Hersteller würde so übel riechende Produkte wie Thera P und Spezial Blend herstellen, wenn es nicht dringend für die Funktion des Produktes notwendig wäre. Alleine schon deswegen bin ich von der Funktion dieser Produkte überzeugt
Ich kann nicht verstehen warum ein neues Produkt von einigen gleich so durch den Schmutz gezogen wird, obwohl sie es selbst noch nie probiert haben. Manche streuben sich gegen jeglichen Fortschritt. Seit doch froh, dass es immer wieder mal Fortschritte gibt. Vor einigen Jahren war es noch kaum möglich SPS zu halten. Heute werden Leute mit neuen Ideen mit Verachtung bestraft. Es wurden schon viele Produkte schlecht geredet. Man denke nur mal an die Einführung der ersen Abschäumer.
Ich möchte hinzufügen, dass ich kein Händler bin, sondern ein ganz normaler Endverbraucher der diese Produkt testete.

Liebe Grüße

Mane
Beitrag vom 09.07.2011 - 00:05 

Kanagawa
Dabei seit:03.04.2011
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Moin,

ist ja nun alles nicht mehr ganz taufrisch hier, aber ich habe mir Special Blend und Nite-Out II (komischer Name, wofür eigentlich die II?) auch fürs neue Becken besorgt.

Zur Wirksamkeit kann ich noch nicht viel sagen, außer das mein Nitrit/Nitrat-Peak, der nach der ersten Woche vorhanden war, abrupt beendet wurde. Vorgestern noch beides deutlich nachweisbar gewesen, gestern Morgen Special Blend dosiert und heute Morgen Nite-Out, Stand heute Abend sind beide Werte nn.

Aber lieber mal ein Tipp aus der frauenbedrohten Praxis: nach der ersten Öffnung stinkt das Special Blend ja wie die Pest, auch nach dem wieder Zuschrauben stinkt es fröhlich weiter. Da man es jetzt im Sommer tunlichst im Kühlschrank aufbewahren sollte, hat man mit Frau ein Problem, da natürlich der Kühlschrank dann auch erbärmlich nach Schwefel riecht. Selbst, wenn man die Flasche mit Gewalt zudreht.

Abhilfe schafft folgender, simpler Kniff: vor dem Zuschrauben die Flasche leicht zusammendrücken und dann erst den Deckel fest zudrehen. Dadurch entsteht in der Flasche ein Unterdruck und es kann kein übelriechendes Aerosol mehr entweichen. Dadurch bleibt die Flasche schön kühl, nichts stinkt mehr und Frau ist glücklich (oder zumindest nicht stinksauer im wahrsten Sinne des Wortes). Denn den Geruch kann wirklich niemand ertragen...

Grüße,
Bernhard
Beitrag vom 20.04.2011 - 01:41 

GeorgHaas
Dabei seit:17.11.2009
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Hallo,

Ich habe seit 1 1/2 Jahren Probleme mit Cyanobakterien. Das aktuelle Becken steht seit Dezember 2009, fasst ca. 600l und es sollen hauptsächlich SPS gepflegt werden.
Im Laufe der Zeit wurden von mir einige Versuche zur Eindämmung unternommen, unter anderem auch die Behandlung mit Special Blend.
Ich habe die Behandlung genau nach Anleitung durchgeführt, 2 mal. Leider konnte ich keine Veränderungen entdecken, was den Bewuchs der Dekoration angeht. Vor der Bahandlung wurden die Steine gründlich abgesaugt und für einige Stunden nach Zugabe der Bakterien der Abschäumer abgestellt. Leider konnten die Cyanobakterien relativ schnell wieder die Oberhand gewinnen.
Ich habe jedoch gestern noch einen Versuch gestartet und werde diesmal die Zugaben auf kleinere Portionen, dafür aber häufigere Dosierung aufteilen.
Ausserdem werde ich in den Abendstunden regelmässig EasyLife duzugeben, in der Hoffnung eventuelle andere Störfaktoren regelmässig über den Abschäumer auszutragen.

Schöne Grüße

Georg
Beitrag vom 20.08.2010 - 14:29 

robertbaur
Dabei seit:24.08.2004
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Hallo Andreas

schön zu lesen Danke für das Statement.

@ all

Mich würde interessieren was aus dem anfänglichen "Strohfeuer" von so manch anderen geworden ist? Je mehr sich bei solchen Dingen beteiligen Ihre Erfahrung zu veröffentlichen, desto besser ist anderen geholfen.
Egal ob positiv oder negativ, ich denke dass man aus allen Gelesenen durchaus lernen und seine Rückschlüsse ziehen kann.

Gruß Robert
Beitrag vom 24.07.2010 - 19:48 

Wetterauer
Dabei seit:23.03.2008
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Hallo, nach eine total Beckenräumung und Neubesatz innerhalb von 4 Tagen kamen natürlich auch die Roten zu Besuch. Ich habe dann Special Blend benutzt (allerdings nicht mit Nite-Out, sondern mit Bio-Digest Baks, da ich die noch übrig hatte) und nach knapp 14 Tagen war Ruhe. Das ist jetzt 3 Monate her und bisher ist kein Neubefall zu entdecken.

Gruß
Andreas
Beitrag vom 22.07.2010 - 12:07 

robertbaur
Dabei seit:24.08.2004
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Hallo zusammen

Na gib es schon neue Erfahrungen?
Ich denke dass keiner der ein Problem mit Cyanos hat, ein Ergebniss nach ein paar Tagen schon bekommt.

Daher wäre es um so wichtiger genau zu beschreiben:

1. Welches Problem ist im Becken
2. Anwendung (genau)
3. Dauer der Zugabe
4. Ergebnis nach xx Tagen/Wochen

Viele Grüße zum Sonntag
Robert
Beitrag vom 28.02.2010 - 10:23 

Kugli77
Dabei seit:31.01.2007
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Habe Microbe-Lift Special Blend in mein Becken gegeben. Vorteile konnte ich nicht erkennen. Cyanos wachsen so gut wie immer .
Im Gegenteil. Mein Nitratwert ist von 1mg/L auf 10mg/l gestiegen. Komisch eigentlich, doch so ist es. Ich werde auf die nächsten Zugaben verzichten.

Grüsse
Jan
Beitrag vom 02.02.2010 - 11:01 

franzclaus
Dabei seit:02.06.2009
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Mein 700L Becken war nach ca. 3 Monaten Einfahrzeit mit ein paar einfachen SPS und sehr wenigen Fischen besetzt. NO3 und PO4 beide unter der Nachweisgrenze (JBL). Es kam, wie es kommen musste: Es tauchten zuerst nach ca. 4 MOnaten ein paar Cyanos auf (auf dem Bodengrund). Diese explodierten innerhalb von 1 Woche förmlich und begannen die kompletten Lebendsteine (60 kg) und Montis hinaufzuklettern. Mit dem Absaugen kam ich garnicht mehr nach.
Auf Anraten von Bernd Schrader (Meeresaquaristik, Ostharingen früher K+S) setzte ich Mirobelift Special Blend genau gemäß der ganz oben von Gerd beschriebenen "Kur"-Dosierung ein, nachdem ich die Cyanos zu 90% abgesaugt hatte. Und was soll ich sagen: Ruhe an der Front. Nach 4-5 Tagen war keine Cyanos mehr zu sehen. Super Wirkung.
Beitrag vom 05.01.2010 - 14:49 

uwe888
Dabei seit:05.11.2007
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Korallenriff:8
Lexikon:4

Hallo allseits !

Da ich in meinem AQ(800L) eine doch recht massive
Cyanoplage hatte,habe ich mich entschieden es mit
Bakterienzugabe von Microbelift und 2xwöchentlichem absaugen zu versuchen den Kampf auf zu nehmen.
Nach nun 4 Wochen kann ich ein deutliches zurückgehen der Plage erkennen.
Es sind zwar immer noch Cyanobeläge vorhanden,denke mal das es aber im Laufe der Zeit noch weniger werden.
Ich werde die Bakterienzugabe weiter einhalten und darüber berichten

Viele Grüße Uwe
Beitrag vom 30.12.2009 - 11:44 

michaelpoesl
Dabei seit:23.11.2007
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Korallenriff:30
Lexikon:2

kurzes Update:

Nach 3 wöchiger Zugabe von Coral Snow und ZeoBak >>> leichte Besserung! Die Cyanos zeigen sich unbeeindruckt.. breiten sich aber nicht weiter aus.. Denke das die Bakterienzugabe den Cyanos den Siedlungsraum für eine weitere Ausbreitung wegnimmt. Denke das die Cyanos nach gründlichen Absaugen nicht wiederkommen. Die Frage ist nur was passiert wenn man die Dosierung von Coral Snow und ZeoBak einstellt... ?? werde weiter berichten.

Thema Micrpbe Lift Special Blend:

Ein befreundeter Aquarianer hat das Produkt getestet.. er meinte das 1-2 Tage nach der Zugabe ein leichter Rückgang der Cyanos zu beobachten sei. Die Purpurbakterien, die vom Licht leben scheinen den Cyanos wirklich ein wenig die Stimmung zu vermiesen. Am Tag 4 nach der Dosierung sind die Cyanos wieder im Vormarsch und haben anscheinend die Purpurbakterien überrollt... dieser Fall konnte bei jeder Dosierung wieder beobachtet werden.

Mein Fazit:

Es gibt wirklich gute Ansätze und auch sicherlich gute Produkte um den Cyanos das Leben schwer zu machen. Aber ein Wundermittel gibt es sicherlich nicht...

In diesem Sinne wünsch ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr...
Beitrag vom 28.12.2009 - 22:53 

zzora
Dabei seit:15.12.2009
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Lexikon:0

Hallo zusammen,
ich benutze seid dem 14. März 2009 die Microbe Lift Produkte, und kann nur positives darüber berichten:

Unser Becken hat ein Leervolumen von knapp 1500 Litern, incl. eines life sand bed und einigen Kilos an lebenden Steinen, passen knapp 700 Liter rein. Wir benutzen Leitungswasser ( Phos: 0,02 mg/l, Nitrat: 1 mg/l, KH: 11, Silikat: 0,2 mg/l ) zum Auffüllen sowie zum Ansetzen von Meerwasser. Wir bereiten es vorher immer mit easy life auf. Wir haben einen HQI Brenner von 250 Watt ( brennt fünf Stunden am Tag ) und zwei T8 Röhren von je 18 Watt ( brennen insgesamt elf Stunden am Tag ). So läuft es jetzt seid 2004.
Wir hatten Probleme mit dem Nitratwert im Becken ( 80 mg/l ),
des weiteren eine Menge an roten Cyanos.
Nach sechs Wochen Zugabe von Microbe Lift Special Blend ( 125 % Dosierung d.h.: eine normale Dosierung plus 25% extra ) und Thera – P ( 75 % Dosierung d.h.: eine halbe Dosierung plus 25% extra ), war der Nitratwert im Becken bei nur noch 40 mg/l.
Am 24. Juni habe ich im Becken ein Nitratwert von nur noch 10 mg/l nachgemessen, dieser Wert hält sich bis heute konstant !!
Die Cyanos waren nach zweimaligen absaugen und einbringen von ein paar Strombus gigas ( Sandschnecken ) erledigt, sie kommen bis heute nicht wieder durch !!
Am 31. März hatte unser Amphiprion chrysogaster ( Anemonenfisch ) fast eine komplette Schleimhautablösung. Habe ihm sofort eine komplett dosierte Ladung Thera – P ins Wasser gegeben. Am nächsten Tag sah er aus, als hätte er nie etwas gehabt. Glaubt mir, wenn ich´s nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würde ich´s selbst nicht glauben wollen.

Die Anschaffungskosten sind zwar ein bisschen höher, aber auf Grund der tollen Erfahrung und positiven Wirkung auf das komplette Becken, ist es das wahrlich wert.
1.der Abschäumer musste stets alle drei Tage gesäubert werden, jetzt nur noch alle vierzehn Tage
2.die Fische haben eine viel schönere Farbe
3.die Werte sind im Becken viel stabiler geworden: phos. 0,2 mg/l kh 10 nitrat 10mg/l nitrit nicht nachweisbar calcium 420mg/l magnesium 1300mg/l dichte 1.023
4.durch die zusätzliche Zugabe von all in one und reef complete ist selbst die Karbonathärte konstant bei 10 zu halten, vorher musste alle zwei Tage um ein Grad erhöht werden
5.das Wasser wird kristallklar
6.Discosoma ( Scheibenanemonen ) werden riesig und vermehren sich stetig
7.Sinularia´s ( Weichkorallen ) wachsen wie verrückt, und die Farben kommen viel schöner raus
8.obwohl nur ein paar Strombus gigas im Becken sind, und keine grabende Grundel mehr, ist der Sand weiß, lediglich am Rand direkt an der Scheibe wird er mal ein wenig braun, dies lässt sich aber ganz einfach mit dem Finger von der Scheibe wischen
9.wir hatten bisher nie Glück mit Steinkorallen, seid einigen Monaten pflegen wir erfolgreich eine Galaxea fascicularis, sie wächst gut, und hat auch tagsüber ihre riesigen „ Kampftentakel „ draußen.. Zugegeben, sie ist eine sehr einfach zu haltende Steinkoralle, aber wie schon gesagt, wir hatten nie Glück damit.
Wir haben es nicht bereut diese Produkte ausprobiert zu haben, und werden auf jeden Fall dabei bleiben. Man probiert so vieles und gibt eine Menge Geld für Produkte aus, die einem eine Menge Versprechen aber nichts davon einhalten, da ist es doch super das es endlich Produkte gibt die halten was sie Versprechen !! Findet ihr nicht ?

Viele Grüße
zzora
Beitrag vom 23.12.2009 - 11:11 

robertbaur
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Abermals hi zusammen

zum Beitrag:
"Habe die Bakterien am Freitag zugegeben (u. das Zeug ist wirklich teuer)-keine Veränderung der Situation!"

==> gar so schnell wir das auch nicht geschehen. Letztlich dauert es bestimmt ein paar Tage bis sich Auswirkungen zeigen.

michael poesel:
ich bin gespannt ob es funzt. Bitte weiter auf dem laufenden halten. Es würde ja zumindest den Bezug Cyanosrückgang bei Bakterieneintrag ein klein wenig bestätigen.


djfari:
ich weiß schon was Du meinst.
Letztlich ist in meinen Augen der Betrieb mit Osmose und Reinstwasserfilter ein unbedingtes muss. Kieselalgen sehe ich nicht ganz so dramatisch, da die überhaupt nichts machen wenn der Rest stimmt. Na ja man veruschth halt vorher schon viel zu reduzieren... was geht.
Dennoch, Kieselalgen sind immer vorhanden, auch wenn wir durch die Wasserreinigung bzw. Aufbereitung keine Kieselsäue mehr zu führen.

Ich sah es früher wie du, dasss dies eben mit verursacher sein kann. Heute denke ich nicht ganz so schlimm drüber wie früher. Einfach weil ich genug kenne die damit überhaupt keine Probleme habe, trotz höheren messwerten.

Außerdem gibt es noch genug Tierchen die gerne Kieselalgen zupfen.

Und natürlich zu guter letzt, ist es immer wichtig sich Gedanken zur Biologie und den Zusammenhängen zu machen. Das ist gar keine Frage. ABer es gibt eben diese Becken wo ein Beleuchtungswechsel und Lichtwechsel (Brennmittel) und Reinstwasser etc. etc nichts gebracht haben. Dann denke ich dass man zumindest über Möglichkeiten diskutieren muss. Letztlich würde uns das ja auch durchaus weiter bringen, wenn sich der Zusammenhang - Cyanso gehen weg bei Bakterienstämmen einbringen - ganz klar nachweisen lässt.
Und das versuche ich ja doch irgendwie auch heraus zu finden.

Ich bin sicher dass viele Menschen immer mal Probs mit hartnäckigen Cyanos haben, also immer her mit den Aussagen







Beitrag vom 16.12.2009 - 15:25 

dj-fari
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Hallo Robert-Auch alle Anderen:
Wie du schon sagtes,Wir kaufen sonst ja auch soviel andere mittel!!!oder nicht?Natürlich hab ich nichts gegen neue mittel ,aber ich denke man muss immer die ursache dafür Finden, WARUM Cyanos?
ist die Osmoseanlage i.o? was ist mit der SILIKAT gehalt?Kieselsäure im Meerwasseraquarium resultiert ausschließlich aus dem Ausgangswasser. Laut Deutscher TVO (Trinkwasserverordnung) sind im Trinkwasser bis 40 mg/l Kieselsäure (SiO2) zugelassen! Dieser Höchstwert bedeutet die Katastrophe an sich für die Meerwasser Aquaristik!
Schon ein Kieselsäuregehalt von 1 mg/l kann nach dem Wasserwechsel im Meerwasseraquarium das Wachstum von Kieselalgen begünstigen.
Diese Silikate sind mit den normalen Billigtests nicht nachzuweisen, sie sind aber definitiv der Grundstein vieler Plagen.
Meine persönliche erfahrung:
verwendung von Wirklich silikatfreies ausgangswasser ,HQI beleuchtung mit höhere Blauanteil,Regelmäßiges wasserwechsel.ich verweise auch sehr sorgfältig und vorsichtig daraufhin das so manche mittel gegen Cyanos bereits "Erythromycin" oder "Chloramphenicol" Enthalten,Dies sind Antibiotika die den Stoffwechsel der Bakterien unterbinden und diese innerhalb von drei Tagen völlig absterben lassen.
Ein Meerwasseraquarium als Bestandteil der Meerwasseraquaristik ist ein künstlich geschaffenes Meerwasserbiotop, welches zumeist nach dem Geschmack und den Ansichten des Betrachters frei und nach dessen Wissen eingerichtet ist. So stammt der lebende Besatz, wie man die Tiere in einem Meerwasser Aquarium bezeichnet, zumeist nicht von einem ganz bestimmten Ort oder aus einem ganz bestimmten offenem Meer, sondern wird aus den unterschiedlichsten offenen tropischen Meeren nach Schönheit und Aussehen zusammengestellt. Nur wenige Meerwasser Aquarianer denken darüber nach, welche zumeist spezialisierten Aufgaben die einzelnen niederen oder höheren Lebewesen haben,daher Kann man sehr Schwer 100% angaben über Cyanos machen,wir Können zum glück hier unsere erfahrungen miteinander austauschen,letzendlich entscheidet jeder für sich...



Beitrag vom 15.12.2009 - 01:03 

ralfi121
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Habe übrigens kostenlos jede Menge Xenias, Bäumchenleder u. Grüne Krustenanemonen abzugeben - die vermehren sich bei mir wie wild - am besten selbstabholer (Raum Landshut - München)
Grüsse
Ralf
Beitrag vom 14.12.2009 - 20:33 

ralfi121
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Habe die Bakterien am Freitag zugegeben (u. das Zeug ist wirklich teuer)-keine Veränderung der Situation!
Wenigstens geht es den Fischen gut u die Korallen stehen prächtig!!!
War vorher aber auch schon so.....
Ich denke nun es liegt an den Beleuchtung (Giesemann 2x 250w HQI 10.000k 4x 54w t5 Blau).
Habe die Bel. von einem Freund erworben u. nun herausgefunden, das die Brenner seit neukauf über 1,5 Jahre alt sind!!!
Komisch ist auch das die Cyanos nur in den beleuchteten Zonen auftreten?
Ach Ja, keiner kennt mein Becken - also es ist ein Raumteiler mit 120x120x80 cm von allen Seiten begehbar, Riffpfeiler mit eingef. Lebendgestein (ca. 130kg) mittig u. Durchbruch (Höhle)
wo sich die Garnelen u. Fische sehr gerne aufhalten!!!
Strömung 2x Tunze mit je 8.500l, Rückförderpumpe Deltec mittlere stufe mit ca. 800l Stunde.
Keinen Überbesatz - Wasserwerte Sehr gut.
Aber der Bodengrund (ca. 3cm)!!!
Brauche Hilfe von Euch!!!!
Beitrag vom 14.12.2009 - 20:27 

michaelpoesl
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Hallo Robert,

ich bin momentan dabei die Empfehlung von Thomas Pohl (Korallenzucht) auszuprobieren. Ich habe an einigen Stellen grüne Schmieralgenprobleme (Cyanos). Thomas meinte das die Verbindung seines Corals Snows (Botenstoff) mit ZeoBac (Bakterien) zum Erfolg führen müsste. Wie gesagt.. ich bin momentan erst bei der zweiten Dosierung. Habe den Eindruck das die Beläge schon weniger werden aber das kann natürlich auch nur Einbildung sein. Ich werde auf jeden Fall mal in 1 bis 2 Wochen über den weiteren Verlauf berichten!

beste Grüsse
Michael
Beitrag vom 14.12.2009 - 18:58 

robertbaur
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Hallo dj-fari, Hallo alle anderen

das Problem ist aber oft nicht dass messbare Phosphat und Nitrat im Wasserkeislauf selbst, sondern das was im Boden/Sand gebunden zu sein scheint. Viele messen im freien Wasser nur geringe
Nährstoffewerte, haben aber dennoch ihre Probleme mit Cyanos. Wobei wir auch wieder beim Thema zu sauberes Wasser sind, wobei sich ja selbst da schon die Geister scheiden.

Und mal ehrlich. Klar helfen bestimmte Tiere, wie z.B. Phalaena Grundeln, aber bei vielen Stellen dann auch nicht mehr wirklich. Es können auch bestimmte frische Einsiedler helfen, siehe Berichte bei uns. Es gibt diese Becken die einfach zu viele Cyanos haben und wo kaum mehr was hilft.

Mich würde nun interessieren wer die Cyanos wie
erfolgreich beseitigt hat.

z.B. ist doch hier interessant

* regelmäßiges absaugen
* Werte veränden
* Zugaben... wenn ja was?
* Wechsel des Salz.. Marke?
* Bakterien etc

Falls es mit den genannten Bakterien geht, ist das doch grundsätzlich gar nicht verkehrt. Ich war auf jeden Fall sehr erstaunt über die bisher beschriebenen ersten kleinen Erfolge. Das muss man halt etwas genauer im Auge halten.

Zudem gehe ich sowieso davon aus, dass unsere Leser sind selbst auch ihre Gedanken machen

lieben Gruß zum Morgen
Robert

Beitrag vom 14.12.2009 - 11:22 

dj-fari
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Ich glaube wir weichen langsam von der Thema "cyanobakterien" ab!!!
Hier nochmal einige wichtigen details über"Cyanos"
Folgende Faktoren können das Wachstum von Cyanobakterien verstärken:

•hoher Gehalt an Phosphat und Nitrat im Wasser
•toxisch wirkende Substanzen im Aquariumwasser, z. B. Schwermetalle in überhöhter Konzentration oder Weichmacher und phenolartige Verbindungen aus ungeeigneten Kunststoffmaterialien (Dekoration, Schläuche, Filtermedien etc.)
•zu geringe Wasserbewegung („tote Winkel“)
•Ionenverschiebungen durch unsachgemäße Zufuhr von Mineralien
•Leuchtmittel mit zu hohem Rot- und Gelbanteil
•starke Abschäumung und/oder Ozongabe (Reinwasserformen)
•stark verschmutzter Bodengrund oder Biofilter (Schmutzwasserformen)....
Übrigens:Kann es sein das viele von uns Meerwasser Aquarianer unsere Beleuchtungszeit in Herbst und wintermonate REDUZIEREN???




Beitrag vom 13.12.2009 - 16:01 

FrankZ
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Einen guten Beitrag erkennt man,an der Diskusion,die er erzeugt.Ob nun jemand Geld damit verdienen möchte oder ob nur Information und Erfahrung eine Rolle spielen.Jedes Aquarium ist anderst und ich habe meine guten wie schlechten Erfahrungen mit Backteriendosierung und Vermehrung gesammelt.Deshalb finde ich es gut wenn Produckte und die Erfahrungen damit kund getahn werden.Was ich daraus mache und gebrauchen kann,muß ich selbst endscheiden.Danke und weiter so.
Beitrag vom 11.12.2009 - 21:23 

robertbaur
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Hi zusammen

es ist ja sicher hinlänglich bekannt, dass man in den Herbstlichen Monaten eher Cyanos sieht als sonst. Das liegt vermutich am eingespeisten Wasser. Es wurde schon mal von einem Zusammenhang von den Bauern, der Düngung etc. zu dem dann später verwendeten Wasser aus de Leitung (trotz) Osmose diskutiert.

Mir geht es in dem Artikel nicht darum diese Problem in den Griff zu bekommen. Diese auf das Wasser zurückzuführenden auftretenden Cyanos kann man in der Regel schnell wieder beseitigen. Aber bei ernsten Problemen, und einem starken Befall, wenn alles absaugen nichts mehr bringt. Warum nicht was neues probieren. Im übrigen kam ich erst auf den Gedanken diesen Artikel anzufangen als ich von Gerd Guddat hörte wie gut das bei vielen anderen geklappt hat.
Mann kann es nun versuchen, man kann es auch lassen. Mir ist das ehrlich gesagt wurscht. Wenn ich aber alles durch habe, und meine Cyanos nicht weggehen wollen, dann würde ich bevor ich alles an den nagel hänge das durchaus probieren. Wir kaufen sonst ja auch soviel Mist, der nicht immer hilft.

Hierbei kann ich es nicht beurteilen. Hierzu sollten wir dann vielleicht auf viele verschiedene Meinungen der Anwender zurückgreifen.
Nur so kann man dazu was sagen.

Das es bei dem einen nicht, oder bei dem anderen gut funktioniert hat, ist schlichtweg von der Aussagekraft zu gering.

Daher einfach mal keep cool und wenig rote ärgerliche Cyanos.

Gruß zusammen
Robert

Beitrag vom 11.12.2009 - 21:16 

Heinz Mahler

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OK, reefmanic, zur Kenntnis genommen. Mhhh trotzdem.... auch wenn Du mit Brauchwasser das Osmosewasser meinst (warum nennst Du es nicht gleich so?) verstehe ich das immer noch nicht.
Das sich die Qualität des Osmosewasser im Verlauf von Monaten verschlechtert (je nach Ausgangswasser (Leitungswasser)ist doch ein alter Hut, was hat das mit Winter oder Sommer zu tun? Das sich Osmosewasser, wenn den die Qualität langsam schlechter wird auch direkt auf die Beckenbiologie auswirkt ist ebenfalls ein alter Hut. Also .... WAS WILLST DU UNS SAGEN ?
So, es geht Dir also um verständliche Konzepte. Bei der dosierung von Bakterien verständliche Konzepte ? Welches Konzept sollte wohl anders dahinter stecken als ein Aquarium mit möglichst vielen unterschiedlichen Bakterienstämmen zu impfen? Was ist an diesem Konzept falsche oder gar NICHT zu verstehen. Ich wundere mich immer mehr.
Beitrag vom 11.12.2009 - 15:00 

reefmanic
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Werter Heinz Mahler, da hast du vielleicht was mißverstanden...das Brauchwasser für den Verdunstungsausgleich ist gemeint. Nicht das beckenwasser.
Und es geht eben um für anwender verständliche Konzepte.
Dein Hinweis auf Rache , oder zerhacken wollen weise ich höflich aber energisch zurück.
Mir geht es nicht um Rücksichtnahmen, sondern einfach um die Frage :
Bakterienzugabe wieso-weshalb-warum ?
Beitrag vom 11.12.2009 - 14:25 

Heinz Mahler

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Jetzt hab ich doch tatsächlich noch etwas vergessen.

reefmanic schrieb: "Cyanos treten um die Winterzeit deutlich verstärkt auf. Es ist auch zu vermuten, daß die Brauchwasserqualität sich hier verändert."

Entschuldigung, MEINE Aquarien werden alle beheizt auf eine ~ Temperatur von 25°C und zwar egal ob Sommer oder WINTER. Klar das Brauchwasser verändert sich, aber nicht speziell im Winter sonder JEDEN TAG, deshalb machen wir Wasserwechsel.

Nu(h)r so ...
Beitrag vom 11.12.2009 - 10:23 

Heinz Mahler

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Täusche ich mich? Irgendwie sehen mir die Statements von reefmanic mehr nach persönlichem Rachefeldzug aus den echtes Interesse an der Sache. Wie gesagt ich kann mich auch täuschen, glaube es aber eher nicht.

Mir kann man wirklich keine, wie auch immer geartete, „Nähe“ zu Gerd Guddat oder Sudad Ghadaban nachsagen, ich kennen beide nicht persönlich. Im Gegenteil, ich sehe so einiges was S. Ghadaban, insbesondere zum Thema Cyanoabbau durch die von ihm präferierten „Bakterien“ schreibt und während seines Vortrags in Sindelfingen auch vor trug, vollkommen anders. Deshalb aber eine im Grunde gute Sache, nämlich die Zugabe von Bakterien in ein „Riffaquarium mit Problemen“, so zerhacken zu wollen wie reefmanic es meiner Meinung nach hier tut, finde ich schon fast unanständig.

Nun, reefmanic was Du zu Phosphaten in Verbindung mit SPS Korallen schreibst ist zweifelsfrei richtig, aber glaubst Du nicht auch das so „gestanden“ Reefer wie Gerd Guddat, Sudad Ghadaban sowie Joe und Robert Baur das AUCH wissen. Ist doch hinlänglich bekannt seit vielen, vielen Jahren das ab 0.034 ppm PO4 Algen die Phosphate als Dünger/Nahrung aufnehmen. Wem willst Du von den Vier da was neues erzählen?

Ich persönlich dosiere so gut wie nie Bakterien, es ist in meinen Aquarien schlicht nicht notwendig. Ich habe weder Cyanos (na gut, den einen oder anderen Spot, wird abgesaugt und gut ist) noch Probleme mit der Denitrifizierung. Aber jetzt komme ich zu dem springenden Punkt. Ich habe immer auf eine TOP -Qualität des von mir genutzten Lebend-Gesteins geachtet und scheinbar immer Glück gehabt. Leider gibt es viele (wenn nicht die meisten) Anfänger, die dieses Glück NICHT haben und schlechtes, meist schon an-getrocknetes und damit eher unbrauchbares LS kaufen und in ihre Aquarien einbringen. Wegen der FEHLENDEN Bakterien im LS kommt die Denitrifizierung nicht oder nicht in Gang. Für all die ist eine Bakterienzugabe bzw. Dosierung nicht nur hilfreich sondern meist rettend wenn es um die Beckenbiologie geht. DAFÜR gibt es solche Mittel, laufende, gesunde Systeme muss man nicht mehr dosieren, zumindest nicht mit Bakterien und Cyanos damit zu verhindern oder gar aufzulösen zweifele ich ebenfalls an. Mag sein das die „Milieuänderung“ das bewirkt, die Bakterien sicher nicht.
Beitrag vom 11.12.2009 - 10:09 

reefmanic
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Möchte die Diskussion über Bakterienzugabe nochmal beleben :
Frage an Geezer : Hast du diesen Neustart schon mal ohne Bakterienzugabe, sondern nur mit Riffgestein gemacht ?
Anmerkung an Ralfi:
Cyanos treten um die Winterzeit deutlich verstärkt auf. Es ist auch zu vermuten, daß die Brauchwasserqualität sich hier verändert. Eine Osmose ist keine versicherung für Reinstwasser.
Ich hatte Erfolg gegen Cyanos , durch deutliche Überdosierung von Jod und Magnesium über 2 Wochen.
Das Kriterium nach 2 Wochen SPS ins neue Becken einzubringen, weil Nite-Out die Bedingungen dafür schaffte, ist für mich keines.
Das Hauptproblem für SPS ist Phosphat, nicht NO-3 !
Und es gibt keine Bakterien , die Phosphat abbauen.
Schwierig finde ich bei Bakterienzugabe den esoterischen Hauch bei fast allen Anbietern, wissenschaftlich, oder wenigstens logisch nachvollziehbar müssen die Wirkungsmechanismen doch sein , oder ? Nur sagen, mach halt mal und sag was raus kommt ist mir zu wenig, denn es kostet halt auch a biss`l Geld.
Beitrag vom 11.12.2009 - 05:36 

robertbaur
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Hallo Ralfi

ich bin auch sehr gespannt auf Deine Erfahrungen. Bitte lass uns das Ergebnis wissen.

Danke schon vorab
Robert
Beitrag vom 10.12.2009 - 15:44 

dj-fari
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Super Kommentar ,aber ich Persönlich halte leider nicht viel von all dieser HOKUSPOKUS :erste tag 3 mg dann 17te tag 100mg ,Am besten noch mit der rechte hand ins aquarium zugeben...etc....
gute Abschäumer+ gute lebendgestein und Regelmäßige wasserwechsel haben sich bei mir über 10 jahre bewertet,ich halte es nicht für Richtig ständig auf Neue wundermittel zu greifen!!!Sicher kann man hier und da etwas nachjustieren aber wer mit Phosphat und Nitrat ständig zur kämpfen hat,der muss nicht nach Wundermittel suchen ,sondern nach ursache!!
Beitrag vom 10.12.2009 - 04:35 

michaelpoesl
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@ Ralfi121... bin gespannt auf deinen Erfahrungsbericht! Hab das gleiche Problem wie du...
Beitrag vom 09.12.2009 - 13:21 

ralfi121
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Habe seit 2 Wochen Cyanos in meinem 1000l Becken - obwohl die Wasserwerte einwandfrei sind! Werde das Produkt testen u. darüber Berichten!
Beitrag vom 08.12.2009 - 19:03 

Andreas Kemmer
Dabei seit:16.11.2007
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Ich sehe das ähnlich wie "reefmanic". Letztens noch die beim verkausoffnen Sonntag die Firma Microbe im Hause gehabt und jetzt so ein Artikel... Und das ganze schön mit Bildern aus dem alten Becken - waren dort auch schon die Bakterien im Einsatz???
Beitrag vom 08.12.2009 - 10:14 

reefmanic
Dabei seit:06.12.2009
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Die Fragestellung des Artikels lautete :
Bakterienzugabe-wieso-weshalb-warum ?
Die Antwort am Ende des Artikels könnte lauten :
Damit microbe-lift-deutschland gute Umsätze tätigt ....? ...!
Hatte vor ca. 9 Monaten die Gelegenheit, diese Produkte zu nutzen. Es war kein Ergebnis ( in positiver wie negativer Sicht)zu beobachten.
Benutze aber seit Jahr und Tag Bakterien von pro-dibio und habe Veränderungen, auch in beiderlei Sicht, immer beobachten können.
Beitrag vom 06.12.2009 - 08:47 

Geezer
Dabei seit:25.09.2009
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Kann die Erfahrungen von Gerd mit Special Blend und Nite-Out II komplett so bestätigen! Ich habe mein neues 450L Becken auch von Anfang laut Anleitung mit den Bakterien behandelt und hatte von Anfang an super stabile NO2, NO3 Werte so dass auch bei mir bereits nach 14 Tagen die ersten Korallen einzogen.

Eine Algenplage blieb völlig aus. Natürlich spielt auch der LiveSand und jede Menge gutes LG eine große Rolle aber ich würde jederzeit wieder von Anfang an mit Microbe Lift behandeln.

Vielen Dank ans Team der Korallenfarm für diesen Tip!!
Beitrag vom 02.12.2009 - 09:25 

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