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Das vermutlich größte Barriereriff der Welt ist nicht in Australien anzutreffen, sondern in Europa!!


Norwegische und deutsche Wissenschaftler haben gemeinsam Kaltwasser- Korallenriffe vor der norwegischen Küste untersucht. Die Wissenschaftler entdeckten Korallen-Kolonien, die sehr viel größer sind, als bisher vermutet. Bei der Expedition mit dem Forschungsschiff "Poseidon" war auch das Tauchboot "Jago" mit an Bord.



Bunte Korallenriffe in den eisigen Gewässern der Arktis? Was eher widersprüchlich klingt, ist in Wissenschaftlerkreisen schon seit einiger Zeit bekannt. Die nördlichsten Korallenriffe der Welt sind Teil eines langen Riffgürtels im Nordatlantik, der sich entlang des europäischen Kontinentalhangs von Portugal bis in die arktischen Regionen vor Norwegen erstreckt. In punkto Artenvielfalt oder Farbenpracht können es die Kaltwasser-Korallenriffe durchaus mit ihren tropischen Verwandten aufnehmen. Bei Wassertiefen von 250 bis 1000 Metern braucht es allerdings etwas mehr als nur eine normale Sporttaucher-Ausrüstung, um sie zu erreichen.

Dass die Teilnehmer der Expedition die Riffe trotzdem aus nächster Nähe besichtigen konnten, verdanken sie "Jago". Das deutsche Tauchboot kann bis 400 Meter tief tauchen und kam mehrmals zum Einsatz. Mit seiner und mit Hilfe von geologischem Großgerät wurden die Riffe gefilmt, vermessen und beprobt. Dabei entdeckten die Wissenschaftler, dass die Korallen-Kolonien sehr viel größer sind als bisher angenommen. Statt zimmergroßer Hügel fanden sie Areale von der Ausdehnung mehrerer Fußballfelder.



FS Poseidon (hinten) und JAGO (vorne) im Schwarzen Meer. Foto: K. Hissmann

 

Dominiert werden die Riffe von der Lophelia pertusa, einer Kaltwasser- Korallenart, die ein Skelett aus Kalk bildet. Gibt es mehr von ihnen, als bisher vermutet, hätte das einen Einfluss auf den Kohlendioxidkreislauf, denn das Gas wird beim Verkalkungsprozess der Korallen freigesetzt. "Sind die Kolonien überall so groß wie vor Norwegen", sagt Prof. Wolf Christian Dullo vom IFM-GEOMAR, "müssen die Korallen bei der Berechnung des Treibhauseffekts stärker berücksichtigt werden".

Fahrtleiter der Expedition war der Erlangener Paläontologe Prof. André Freiwald, teilgenommen haben außerdem weitere Kollegen von der Universität Erlangen, vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und von der norwegischen Universität Bergen.

Pressemitteilung des IFM GEOMAR

 

Kontaktdaten:

Tauchboot-Team

Karen Hissmann
IFM-GEOMAR
Wischhofstr. 1-3, Geb.8D/Raum 134
D-24148 Kiel, Germany
Tel.: +49 (0)431 600-2253
Fax: +49 (0)431 600-2925
E-mail: khissmann@ifm-geomar.de

http://www.ifm-geomar.de/index.php

 

Jürgen Schauer
Geb.14/ Raum 106
Tel.: +49 (0)431 600-1660
Fax: +49 (0)431 600-2680
E-mail: jschauer@ifm-geomar.de

http://www.ifm-geomar.de/index.php

 

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN (ÜBERSICHT)

 

 Abmessung:

Länge 3.2 m, Breite 2.0 m, Höhe 2.5 m

 Gewicht in Luft:

3000 kg

 Operationstiefe:

400 m

 Geschwindigkeit:

1 Knoten

 Besatzung:

1 Pilot, 1 Beobachter

 Life Support:

96 Mann-Stunden

 Druckkörper:

Stahl, 15-18 mm dick

 Fenster:

Acrylglas, 1 Frontfenster (700 mm ø, Öffnungswinkel 120°), 1 Einstiegsdom mit 360° Rundumblick (450 mm ø, Öffnungswinkel 180°)

 Energieversorgung:        

6 Batterien, Gesamtkapazität 13 KW – 24 Volt DC

 Antriebe:

4 umkehrbare Heck-Motoren, 2 schwenkbare Seitenmotoren, 1 Bug- und 1 Heck-Strahler

 Basis-Systeme:

720 l Tauchzellen für Stabilisierung an der Oberfläche
40 l Regelzelle für vertikale Bewegungen
2 Sauerstoffflaschen
3 Druckluftflaschen
Filter für CO2 Absorption

 Rettungssysteme:

abwerfbare Ballastplatte
Tod-Mann Sicherheitssystem
Generation von >500 kg positivem Auftrieb in 400 m Tiefe
Notboje mit Rettungsvorrichtung

 Ausrüstung:

Unterwassernavigations- und Positionierungssystem (USBL ORE), Fluxgate Kompass, Tiefenmesser, vertikales und horizontales Sonar, Unterwasser-Telefon 10 kHz, 5 externe 150 Watt Lampen, Blitze, Laser-Vermessung, hydraulischer Greifarm mit 8 Funktionen, digitale Video- (HDV1080i) und Fotokamera für Dokumentation, CTD, Sammelanlagen für Organismen, Gas, Wasser, Fluide, Sedimente, Gesteine

 Transport:

1 x 20' ISO Container

 Zertifizierung: 

Germanischer Lloyd Hamburg

 


Dieser Artikel ist am 09.04.2008 erschienen

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