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Garnelen und Krebse



 

Joachim Frische: Garnelen und Krebse

Aus der Reihe „Ihr Hobby“

Buch: Garnelen und Krebse bestellen

80 Seiten

Rezensiert von Peter Ismaier

In seiner Einleitung weist Joachim Frische darauf hin, dass es im Korallenriff mit seiner Formen- und Farbenvielfalt viele Organismen gibt. Die im Riff farbigen und bizarr geformten Korallen und die teils herrlich gefärbten Fische fallen den Menschen gleich ins Auge. Es gibt aber noch weit mehr Lebewesen im Riff, die ein verstecktes Leben führen und die man erst beim genaueren Hinsehen sieht. Zu Ihnen zählen die Crustaccen oder Krebstiere. Gerade diese Vielfalt an Lebewesen im Aquarium macht unser Hobby so interessant.

Die meisten Meerwasseraquarianer haben oder hatten in ihren Aquarium schon Krebstiere. Ich selbst pflege eigentlich immer Garnelen in meinem Riffaquarium. Das Buch beginnt nach der Einleitung mit dem Thema „Morphologie und Anatomie des Crustaceen-Körpers“ und wird durch folgende Unterthemen ausführlich behandelt.


Die wichtigsten Organe:

  • Das zentrale Nervensystem
  • Das Blutgefäßsystem
  • Die Exkretionsorgane
  • Der Darmtrakt
  • Die Kiemen
  • Die Sinnesorgane
  • Das Sehen
  • Das Riechen, das Tasten und die Vibrationserkennung
  • Einzigartig: die Häutung


Im Unterkapitel „Das Sehen“ weist Herr Frische darauf hin, dass bei den Crustaccen die Augen hoch entwickelt sind. Es gibt zwei Formen der Augen, die Komplexaugen und das Naupliusauge. Die Komplexaugen setzen sich aus bis zu 30.000 stiftförmiger Einzelaugen zusammen.
Eines der größten Wunder der Natur ist für mich die Häutung der Krebstiere. Durch die Häutung der Krebstiere ist es ihnen möglich zu wachsen und verlorengegangene Gliedmaßen zu regenerieren. In diesem Unterthema erwähnt Herr Frische, dass die Häutung bis heute noch nicht in allen Einzelheiten verstanden wird.

In der Natur gibt es Krebse und Garnelen mit 5 m Spannweite und Winzlinge, die 250µm nicht überschreiten. Dies macht ersichtlich, dass wir nicht alle Krebsartigen in unseren Aquarien halten können. Das Pflegen von „Garelen und Krebse“ im Aquarium erfordert gute Wasserverhältnisse. In diesem Kapitel wird beschrieben, was alles dazu nötig ist um die Tiere optimal zu pflegen.


Es folgt der Hauptteil dieses Buches mit der Beschreibung der „für die Riffaquaristik interessanten Garnelengattungen“. Die ersten Garnelen, die besprochen werden ist die Familie Hippolyidae (Putzergarnelen). Viele Angehörige der Familie Hippolyidae haben sich der Dienstleistung des Reinigens von Fischen angenommen.

In der Gattung Lysmata beschreibt Herr Frische die bekanntesten Vertreter die regelmäßig im Handel anzutreffen sind. Dies sind Lysmata amboiensis, Lysmata debelius und Lysmata wurdemanni. Lysmata wurdemanni soll Glasrosen fressen, leider habe ich noch nie welche bei meinen Aquariumhändler gesehen.

Die nächsten Gattungen sind die Gattung Thor und die Gattung Saron, die beide nicht für das Riffaquarium geeignet sind. Die Garnelen der Gattung Thor sind zu klein und die Gefahren sind zu groß, dass sie von den Fischen gefressen werden. Viele Garnelen der Gattung Saron fressen Korallen. Beide Arten sollten in einem Spezial-Aquarium gepflegt werden und nicht im Riffaquarium.
Es geht weiter mit der Familie Stenopodidae (Scherengarnelen). Die bekannteste von ihnen ist Stenopus hispidus. Stenopus-Arten haben einen großen Nachteil, man kann sie nur paarweise halten, sonst bringen sie sich gegenseitig um. Es kommen auch ab und zu andere Stenopus-Arten in den Handel, die aber meist kleiner sind und ein verstecktes Leben führen. Leider sind von den anderen Stenopus-Arten keine Fotos in diesem Buch.


Bei der nächsten Familie, die Palaemonidae (Partnergarnelen) weist Herr Frische darauf hin, dass der Begriff Partnergarnele irreführend ist, da diese Garnelen eher ungefährliche Kommensalen als eigentliche Partner sind. Die Garnelen der Familie Rhynchocinetidae (Tanzgarnelen) kann man leicht an Ihren Höcker erkennen. Auch sie sind nur für ein Spezialaquarium geeignet, weil sie Korallen anfressen sollen.


Sehr ausführlich geht es mit der Familie Alpheidae und Synalpheidae (Knallkrebse) weiter.
Bekannt sind Knallkrebse durch ihre Lebensgemeinschaft mit Grundeln. Durch ihre einzigartig geformten Knallscheren ist es den Krebsen möglich, pistolenartige gut hörbare Geräusche zu erzeugen. Wie dies funktioniert, wird sehr gut erklärt und mit Bildern unterstützt.

Als letzte Familie der Garnelen wird die Familie Hymenoceridae (Harlekingarnelen) beschrieben. Von diesen herrlichen Garnelen ist bekannt, dass sie sich von Seesternen ernähren und immer paarweise zusammen leben. Ohne Seesterne verhungern sie.

Was ich besonders gut finde ist, dass das Wichtigste der Garnelenhaltung nochmals auf einer Seite zusammengefaßt wird. Der nächste große Teil des Buches hat den Titel „für die Riffaquaristik interessante Krebs-gattungen“. Die Tiere der Familie Palinuridae (Langusten) eignen sich nur für große Riffaquarien, weil sie ziemlich groß werden.


In der Familie Enoplometopidae (Riffhummer) gibt es sehr schöne und interessante Tiere für das Riffaquarium. Ich selbst pflege seit Jahren einen Enoplometapus debelius. Bei der Beschreibung der Riffhummer sind sehr schöne Fotos dabei, die die ganze Pracht dieser herrlichen Tiere zeigen.
Einsiedlerkrebse der Familie Diogenidae kennt wohl jeder Riffaquarianer. Unter ihnen gibt es Arten, die man sehr gut als Algenvernichter halten kann.


Bei der Familie Porcellanidae (Porzellankrabben) handelt es sich nicht um Krabben, sondern um Krebse. Herr Frische weist darauf hin, dass man Porzellan- oder Anemonen-krabben am besten mit einem tentakeltragenden Wirt zusammen halten sollte. Auch am Schluss wird das Wichtigste der Krebsen noch einmal zusammengefasst.

Der nächste Abschnitt trägt die Überschrift „Weitere Panzerträger“. Zunächst wird nochmals auf die Familie Diogenidae (Einsiedlerkrebse) eingegangen. Warum die Einsiedler zweimal behandelt werden, ist mir nicht ersichtlich.

Es geht mit der Familie Majidae (Seespinnen, Spinnenkrabben) weiter. Hier sind es vorwiegend die Arten der Gattung Stenorhynchus, die für die Meeresaquaristik interessant sind. Diese Panzerträger beschreibt Joachim Frische ausführlich und er untermalt dies mit zwei schönen Fotos von diesen Tieren, die Spinnen sehr ähnlich sehen.

Nun kommt die Familie Gonodactylidae (Fangschreckenkrebse), die niemand gerne in seinem Riffaquarium hat. Diese sehr interessanten Krebse hält man am besten in einem Spezialaquarium, wie der Autor dieses Buches schreibt. Er beschreibt die beiden unter-schiedlichen Arten. Es gibt die Gruppe der Stecher und die Gruppe der Hauer.

Die letzte Familie der Krebse, die beschrieben werden, ist die Familie Limulidae (Pfeilschwanzkrebse). Herr Frische beschreibt diese Familie ausführlich. Unter anderem erwähnt er, das es Pfeilschwanzkrebse gibt, die bis zu 80 cm groß sind und ein Gewicht bis zu 5 kg erreichen. Ich selber habe noch nie Krebse dieser Familie im Handel gesehen.


Ein größeres Kapitel ist den Geschlechtsmerkmalen und Zucht von Garnelen und Krebsen gewidmet.
Sehr interessant ist die larvale Entwicklung bei Garnelen und Krebsen. Joachim Frische zeigt dies anhand eines Schemas, wo er einen groben Überblick der larvalen Entwicklung ver-anschaulicht.

Die Zucht der Garnelen und Krebse wird in folgenden Untertiteln behandelt:

  • Die Fortpflanzung
  • Die Larvenentwicklung
  • Die Aufzucht

Er beendet dieses Kapitel mit Aufzuchtsprotokollen verschiedener Autoren, die Zuchterfolge bei folgenden Garnelen und Krebse haben.

  • Hymenocera picta
  • Lysmata wurdemanni
  • Lysmata debelius
  • Pagurus anachoretus

Das letzte Thema dieses Buches lautet “Garnelen und Krebse mit Fischen vergesellschaftet”.
Es gibt viele Fische, die Garnelen als Futter betrachten, diese sollte man natürlich nicht mit Garnelen oder Krebse vergesellschaften. Einige dieser Fischarten werden hier aufgezeigt.

Das Buch endet mit Quellenangaben.

Resümee:

Dieses Buch von Joachim Frische kann man jedem Riffaquarianer oder Liebhaber von Garnelen und Krebsen empfehlen. Es ist mit sehr guten Nahaufnahmen oder Makroaufnahmen bestückt. Allerdings kann man nicht alle Tiere, die in diesem Buch beschrieben werden im Riffaquarium halten. Sie gehören in Spezialaquarien.

Wer tiefer in diese Materie einsteigen will, muss zu weiterer Literatur greifen.

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Buchbeschreibung von amazon: Garnelen und Krebse

Das Korallenriff in seiner Formen- und Farbenvielfalt hat viele Organismen hervorgebracht, die dem Menschen ins Auge stechen und ihn faszinieren. Die in einem Riff gegenwärtigen farbigen und bizarr geformten Korallen und die plakativen Fische veranschaulichen dies eindrucksvoll. Es gibt aber Organismen, die erst durch das zweite Hinsehen erkannt werden. Dazu gehören die Crustaceen. Aber was sind Grustaceen, von denen wir oft nur wissen, dass es sie gibt, und dass sie einhartschaliges Äußeres tragen? Krebstiere sind spannende Lebewesen, denen nachgesagt wird, sie würden die Insekten im nassen Element verkörpern. Warum das so ist - darüber gibt das Buch Auskunft und stellt den faszinierenden Organismus vor. Dass es auch möglich ist, eine Vielzahl von Krebsen und Garnelen im Aquarium zu pflegen, darüber wird ebenfalls ausführlich informiert. Und nicht nur das! Es werden viele hierfür geeignete Gattungen und Familien vorgestellt und beschrieben. Dabei steht nicht nur die aquaristische Pflege im Mittelpunkt, auch Eigenheiten im Verhalten und aktuelles aus Forschung und Wissenschaft sind berücksichtigt. Das Thema Aufzucht wird ebenfalls behandelt. Das Buch erfüllt den Zweck, einen Überblick über eine Tiergruppe zu vermitteln, welchen der Beobachter oftmals erst auf den zweiten Blick gewahr wird.

 

 


Dieser Artikel ist am 18.07.2007 erschienen

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