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Einkaufsliste für den Start mit einem Meerwasseraquarium


Was brauche ich mindestens für die erfolgreiche Pflege eines Meerwasseraquarium?

Eine solche Aufstellung der "mindestens für die Meerwasseraquaristik benötigten Dinge" ist eine heikle Sache, da die Meinungen verschiedener Aquarianer hier weit auseinander gehen. Allerdings kann ich auch die vielen Anfragen, die uns per eMail erreichen, verstehen. Diese Besucher fragen uns immer wieder: Was ist denn nun nötig und was nicht?

Hier nun eine kleine Aufstellung der, meiner Meinung nach, mindestens benötigten Dinge die zur erfolgreichen Pflege eines Meerwasseraquarium gehören.


Die Grundausstattung: ein Aquarium, eine Strömungspumpe, ein Heizstab, Licht, Meerwasser.

  • Ein Aquarium: Glasaquarium oder Plexiglasaquarium, wobei bei Plexiglas mit einem höheren Preis gerechnet werden muß, als bei Glas. Wer ein gebrauchtes Aquarium kauft sollte auf den Zustand des Silikon (weich? Nahtzustand?) achten.
  • Ein stabiler Unterbau oder Unterschrank für das Aquarium: Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Aquarienunterschränke passend zu den Aquarien oder Vierkantstahlrohrgestelle *1 (kann man sich selber zusammenbauen) oder Ytongsteine (vorbehandeln und z.B. weiß streichen oder mit Innenputz verputzen - sieht sehr gut aus. *2)
  • Je nach Unterbau wird eventuell eine beschichtete Holzplatte und auf jeden Fall Styrophor oder eine Gummimatte als Unterlage benötigt, auf das das Aquarium gestellt wird
  • Strömungspumpen: die Strömung sollte mindestens das 10-Fache (oder 20 fache) des Aquariuminhaltes betragen. Manche Tiere mögen weniger, manche noch viel mehr Strömung. Beim Kauf von Aquariensets bitte die Strömungspumpen kontrollieren! Die Leistung ist für die Tiere der Meeresaquaristik oft weit unter dem was die Tiere brauchen.
  • Ein passender Abschäumer = WENN dann eine Nummer größer als vom Hersteller empfohlen = Ein Abschäumer MUSS nicht sein, aber ab einer bestimmten Aquariengröße und einem bestimmten Aquarienbesatz empfiehlt es sich doch. Da die Technik sich immer weiter entwickelt gibt es mittlerweile schon für die kleinsten Aquarien den passenden Abschäumer. Bei der Verwendung von Nanoaquarien empfiehlt sich eher ein regelmäßiger Wasserwechsel.
  • Die Beleuchtung für größere Aquarien: Hier kommt es darauf an, welche Tiere man pflegen möchte! Es gibt Fische die ein sehr helles Licht nicht mögen. Trotzdem empfehle ich eine HQI Lampe einzusetzen. (meine Meinung). Zwar können sehr viele Tiere problemlos auch unter Leuchtstoffröhren gepflegt werden, aber wenn möglich - bitte - lieber gleich eine HQI Lampe kaufen. Es gibt auch interessante Modele die beides beinhalten: HQI Licht in Kombination mit T5 Technik. Wer sparen muß beachtet bitte die Angebote in diversen Flohmärkten (wie http://www.aqua-markt.de/) und kauft dort Markenware zu günstigeren Preisen.
  • Beleuchtung bei kleineren Aquarien: hier bieten sich Röhren des Typ T5 an. Diese Röhren gibt es in mehreren Lichtfarben, sodass für jeden Tiergeschmack etwas dabei sein sollte.
  • Achten Sie bitte darauf das Licht zu kaufen was ihre Tiere berauchen! Nicht das was ihnen am besten gefällt.
  • Zeitschaltuhren um z.B. die Beleuchtungszeiten zu regulieren oder um mehrere Pumpen zeitlich unterschiedlich zu steuern oder ...
  • Ein Heizstab für das Aquarium in dieser Größe passend (ein Heizstab auf Reserve?)
  • Ein Dichtemeßgerät um die richtige Dichte des Meerwassers einzuhalten.
  • Einige [meerwassertaugliche] Wassertests, oder [meerwassertaugliche] Meßgeräte.
  • Ein PH Tester (Vorschlag von Wolfgang) *4

 

*1 = Vierkantstahlrohr kann durch das Salzwasser innerhalb kürzester Zeit anfangen zu rosten, da Salzwasser sehr aggressiv ist.
*2 = Wir haben im Moment mehrere 54 L Aquarien auf einem Aquarienunterschrank und ein 1000 Liter Aquarium auf Ytongsteinen. Wir haben unsere Ytongsteine vorgestrichen mit Tiefengrund von Ceresit. Dann kann man die Steine noch verputzen, das haben wir mit einem guten Haftputz gemacht. Sieht besser aus und ist haltbarer :-)
*3 = Wassertests für: Nitrat, Nitrit, PH, KH,...
*4 = Wolfgang hat sein Gerät empfohlen, mit dem er sehr zufrieden ist. Lieferant: KMF Laborchemie Handels GmbH [Zentrale: Sankt Augustin] Zum Siegblick 37-39 53757 Sankt - Augustin Telefon: 02241-9685-0 Fax: 02241-9685-35 Korallenriff.de hat mit KMF telefoniert und folgendes erfahren: KMF liefert nicht an Privatpersonen, aber gegen Vorkasse z.B. an die Apotheke Ihres Vertrauens ;-)

Artikel [Preisstand 11.2000]:
PHEP pH-Tester [pH 0...14, +/- 0,2] Best.nr: 662 A 4125 Preis: 65,55 DM plus MwSt.
PHEP 3 ist wasserdicht, Best.nr: 662 A 4128 PREIS: 93,90 DM plus MwSt.
Hinweis: Korallenriff.de kennt diese Geräte nicht und übernimmt für evtl. Schäden keinerlei Verantwortung.

Wolfgang zu PHEP: Das Gerät hat die Abmessungen ca. 150 x 25 x 10 mm, wird mit Batterie betrieben, hat ein klar lesbares Display, besitzt einen sicheren Schiebeschalter für ein/aus und ist mit Temperaturkompensation ausgestattet - damit fertig. Die Batterien gibt`s bei jedem Uhrmacher. Nach Benutzung spüle ich die umhüllte Meßelektrode handwarm mit Leitungswasser ab und stecke die Schutzkappe auf die nasse Meßelektrode, damit sie nicht austrocknet und unbrauchbar wird. Bis jetzt hat`s jedenfalls geholfen. Dieses Meßgerät habe ich seit 1 1/2 Jahren im Einsatz und bin damit zufrieden. In dieser Zeit wurde das Gerät 2x mit Pufferlösung pH 7 und 10 nachgeeicht ( ist selbst für Analphabeten sehr einfach ) und kann auch ansonsten nicht meckern.
Viele Grüße - Wolfgang

 


Die Einrichtung für ein größeres Aquarium

  • Zuerst legen wir eine große oder mehrere kleine Plexiglasplatten auf den Glasboden des Aquariums. Die größeren Steine bilden dann den Unterbau des Riffes und tragen dabei sehr viel Gewicht. Das Gewicht verteilt sich durch eine große oder mehrere kleinere Plexiglasplatten besser, ausserdem schützen die Plexiglasplatten die Bodenscheibe vor den spitzen Spitzen [ ;-) ] gewisser Steine.
  • Je nachdem wie groß das Aquarium ist, kann man für den Unterbau des Riffes Tuffgestein oder Lochgestein nehmen. Ich empfehle aber lieber kein Tuffgestein zu nehmen, da dies oft nur ein fetter Steinbrocken ohne wirklichen Nutzen ist. So ein großer klumpiger Stein bietet keine Höhlen, keine Schlafplätze, keinen Unterschlupf. Wir hatten sowas mal im 1000L Aquarium. Das Tuffgestein hat nur Platz weg genommen. Besser für ihre Tiere sind Lochgestein oder lebende Steine. Das mag evtl. etwas teurer sein, bietet ihren Tieren aber die nötigen Verstecke, Schlafplätze, Rückzugsmöglichkeiten.
  • Jetzt kommt das Wichtigste bei der Einrichtung: die lebenden Steine! Bitte nicht vergessen: sie dienen als biologischer Filter im Aquarium. Mindestens ein drittel des Steinaufbaues sollte aus lebenden Steinen bestehen. Besser wären hundert Prozent - wenn das möglich ist. Bei kleineren Aquarien ist das noch wichtiger!
  • Nun kommt der Bodengrund: Sand, Muschelgrus, Korallenbruch. Hier bitte keine "Restbestände" aus der Süßwasseraquaristik verwenden!! Kein Kies, keine Steine, keine Innen-Dekoteile aus der Süßwasseraquaristik! => Salzwasser könnte diese Dekoteile auflösen, sodass sich daraus evtl. giftige Stoffe lösen könnten
  • Meerwassersalz: verwenden sie ein gutes Markensalz. Gute Markensalze gibt es mehrere, da können sie ruhig mal untereinander wechseln.
  • Die in großen Aquarien lebenden Tiere sollten täglich gefüttert werden! Lieber ein Wasserwechsel mehr und gesunde Tiere die nicht hungern müssen nur um gute Wasserwerte zu "retten".

 


Kleinere Aquarien:

  • brauchen evtl. keine Plexiglasplatten unter den lebenden Steinen, da weniger Gewicht übereinander gelegt wird.
  • sollten bitte 100% lebende Steine als Einrichtung bekommen
  • sollten etwas Bodengrund bekommen (manche Tiere fühlen sich damit wohler) Ich empfehle Ecosystems Live Sand. Den benutzen wir seit Jahren sehr erfolgreich. Nicht nur für uns, sondern auch in den 54 L Aquarien unserer drei Kinder.
  • sollten mit regelmäßigen Wasserwechseln zu einem guten Wasserwert geführt werden
  • sollten nur klein bleibende Tiere beherbergen und nur solche die sich untereinander vertragen => siehe auch die Infos auf http://www.meerwasser-lexikon.de/
  • Die in kleinen Aquarien lebenden Tiere sollten täglich gefüttert werden! Lieber ein Wasserwechsel mehr und gesunde Tiere die nicht hungern müssen nur um gute Wasserwerte zu "retten".

Mit der Grundausstattung und der Einrichtung könnte das Aquarium unter gewissen Umständen [Geduld, Aufmerksamkeit,...] jetzt problemlos laufen. Einige weitere Bestandteile könnten die erfolgreiche Pflege der Tiere allerdings erleichtern:

 


Weiteres Zubehör:

  • Eine UV Anlage um die Gefahr der Krankheiten im Aquarium gering zu halten. Dies ist dann besonders wichtig, wenn ein Aquarium neu besetzt wird oder mehrere neue Tiere in ein vorhandenes, besetztes Aquarium einziehen sollen. Eine UV Anlage sollte mindestens 14 Tage durchgehend laufen, bevor der neue Besatz dazu kommt. Auch dann muß die UV durchgehend weiter laufen. (6 Monate)
  • Ein Unterbecken (hier könnte die komplette Technik versteckt werden)
  • Eine Osmoseanlage (wer hohe Nitrat - und Silikatwerte im Leitungswasser hat, kann nicht ohne)
  • Reinstwasserfilter (wer hohe Silikatwerte im Leitungswasser hat, kann nicht ohne)
  • Ein Kalkreaktor (wichtig für den Calziumwert)
  • Ein Nitratfilter (hilft bei dauerhaft zu hohen Nitratwerten und macht eine dichtere Besetzung an Tieren möglich) - wer das vorhandene Unterbecken mit lebenden Steinen besetzt, kann bei nur leichten Problemen mit Nitrat vielleicht auf den separaten Nitratfilter verzichten.

Wenn Sie Ideen für einen möglichen Besatz oder Steinaufbau brauchen, dann besuchen Sie: www.Aquabilderbuch.de und sehen Sie sich dort in Ruhe um. Hier gibt es Aquarien ab 5 L bis zu 5000 L und mehr.

Weitere Ideen für einen Besatz finden Sie auf www.Meerwasser-Lexikon.de hier gibt es gleich die Hälterungsbedingungen dazu. :)

Sollte ich tatsächlich etwas wichtiges vergessen haben? Dann sagen Sie es mir bitte. :-)


Manuela Kruppas

 


Bericht von 2000, update 18. Juli 2007

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Dieser Artikel ist am 18.07.2007 erschienen

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