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Fangschreckenkrebse - Fachbericht


Sie kommen als blinde Passagiere und töten alles was im Becken ist.

So lautet eins der vielen Vorurteile über diese Tiere, denn viele sehen Fangschreckenkrebse als absolute Schädlinge im Riffaquarium an und bekommen die Panik wenn sie so ein Tier hören oder entdecken. Aber keine Panik, viele Arten die eingeschleppt werden sind relativ harmlos.

Es ist aber auf alle Fälle besser diese Tiere aus dem Becken zu entfernen und z.B. in einem Artenbecken weiter zu pflegen, bevor man mit dem Besatz beginnt. Dort kann man die Tiere sehr gut beobachten und wird schnell feststellen das man es mit sehr intelligenten und einzigartigen Lebewesen zu tun hat. Sie zu töten, nur weil sie unerwünscht sind, ist sehr fragwürdig für einen der sich Aquarianer nennt. Es finden sich bestimmt genügend Leute die so ein Tier gerne halten würden.

Zuerst möchte ich erzählen wie ich zu den Fangschreckenkrebsen gekommen bin. Ganz einfach, ich habe mir ein 160 Liter Meerwasserbecken eingerichtet und beobachtete voller Spannung die Einfahrphase. Es passierte eigentlich nichts Großartiges und langsam stabilisierten sich die Wasserwerte. Nach 11 Wochen wollte ich so langsam mit dem ersten Besatz für das Becken beginnen, da sah ich dass viel Dreck aus den Steinen aufgewirbelt wurde. Der Dreck schien aus einem Loch zu kommen. Ich blickte genauer hin und da entdeckte ich die 2 typischen Augen eines Fangschreckenkrebses. Sofort nahm ich den Stein raus und spülte die Höhle mit Süßwasser. Zum Vorschein kam ein etwa 7 cm großer giftgrüner Schmetterer! Ich war sehr erschrocken dass dieses Tier so groß war und ich es so lange nicht entdeckte. Dennoch war ich vom ersten Augenblick voll fasziniert von diesem Tier und hielt es noch einige Wochen in einem Artenbecken um es weiter zu beobachten. Leider ging mir der Fangi nach ein paar Wochen bei der Häutung ein.

Nach 11 Wochen entdeckte ich diesen giftgrünen Fangschreckenkrebs. Für mich war es liebe auf den ersten Blick. Erst viel später konnte ich die Art feststellen. Es handelte sich um einen sehr großen Gonodactylellus viridis, der sehr oft mit den lebenden Steinen eingeschleppt wird.

Seit diesem Augenblick haben mich diese Tiere nicht mehr losgelassen und ich wollte mehr über diese besonderen Krebse erfahren. In Büchern sind leider nicht genügend Infos über diese Tiere zu finden, so musste das Internet herhalten. Eine Suche nach Antworten die bis heute anhält. Leider gibt es auf der Welt nicht viele die sich mit diesen Tieren beschäftigen, also suchte ich Kontakt zu dem wohl renommiertesten Fangschreckenkrebsforscher Dr. Roy Caldwell und bekam viele Antworten auf meine Fragen.

Zu meinem Glück hatte ich die Möglichkeit bei einem Meerwasserhändler (Trans Marine) zu helfen wenn eine Lieferung ankam! Dort durchsuchte ich regelmäßig die gelieferten lebenden Steine nach Fangschreckenkrebsen und wurde sehr oft fündig. Fast in jeder Box war ein Fangi zu finden. Früher wurden diese Tiere dort einfach entsorgt, jetzt wird dort alles für mich aufgehoben.

Zuhause baute ich mit mittlerweile eine kleine Nanoanlage mit acht 10 Liter Becken um die Tiere zu pflegen. Dort tummeln sich heute nicht nur Fangis, sondern auch viele andere Schädlinge die ich in den lebenden Steinen gefunden habe.

Auf den folgenden Seiten möchte ich euch nun die Fangschreckenkrebse genauer vorstellen und ich hoffe dass sich dadurch mehr Aquarianer für diese Tiere begeistern können und sie nicht einfach entsorgen, was kein Tier verdient hat.


Was ist ein Fangschreckenkrebs?

Den populären Namen verdanken sie ihrer Ähnlichkeit mit einer Gottesanbeterin, die auf ähnliche weise ihre Beute fängt. Im englischen heißen sie Mantis Shrimp.

Die Fangbeine ähneln stark denen einer Gottesanbeterin. Hier auf dem Bild sieht man einen Lysiosquillina maculata. Eine Speerer Art die bis zu 40 cm gross wird und die größte bekannte Fangschreckenkrebs Art ist. Aber keine Angst, so was schleppt man sich nie mit den lebenden Steinen ein.


Anatomie

Auf dem folgenden Bild sieht man wie ein Fangschreckenkrebs aufgebaut ist.

Auffällig sind der lange Hinterleib (Pleon) mit den einzelnen Segmenten und der kleine flache Rückenschild (Carapax). Diese Konstruktion macht den Krebs äußerst wendig. Sie haben fein verästelte Schlauchkiemen die sich in den Schwimmfüßen (Pleopoden) befinden.

Mit den Augen werden mögliche Opfer fixiert und sobald in Reichweite gekommen mit den 1. Antennen chemisch und mechanisch geprüft. Dann kommt die Schlagwaffe zum Einsatz, mit der selbst härteste Krabbenpanzer zertrümmert werden können. Die Antennen Segel dienen zur Kommunikation und als Steuerruder.

Stomatopoden besitzen acht Brustbeinpaare (Peraeopoden). Das erste ist sehr dünn, beweglich und dient als wichtiges Putzorgan. Die Spitzen sind etwa mit einer Bürste zu vergleichen. Aus dem zweiten Beinpaar haben sich die mächtigen Raubbeine entwickelt. Drei weitere Beinpaare (Maxilipeden) dienen zum zerkleinern der Beute und werden auch für viele andere Tätigkeiten eingesetzt. Die letzten drei Beine sind Laufbeine, wobei für die Fortbewegung immer auch die Schwimmfüße mit verwendet werden.

Es gibt ungefähr 25 Hauptfamilien und über 500 verschiedene Arten von Fangschreckenkrebsen. Sie stuft man in 2 Kategorien ein.

Die Schmetterer und die Speerer.

Bei den Schmetterern haben sich die zweiten Beinpaare zu großen keulenartigen Schlagwerkzeugen ausgebildet. Damit ist es ein leichtes für die Tiere selbst harte Krabbenpanzer zu knacken. Die Bewegung der Keulen gehört zu den schnellsten Bewegungen im Tierreich und ist mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen! Ein großes Exemplar, wie Odontodactylus scyllarus bringt es auf eine Geschwindigkeit von 23 m/sec. Das Opfer wird mit einer Wucht, vergleichbar mit einer Kaliber 22 Kugel, getroffen. Das ist aber noch nicht alles. Durch die enorme Geschwindigkeit entsteht nach dem Aufprall ein starker Unterdruck. In diesem "Loch im Wasser" bilden sich kleine Blasen aus Wasserdampf, die rasch wieder kollabieren und dabei eine intensive Schockwelle produzieren. Diese ist etwa halb so stark wie der eigentliche Hieb, kann aber in einigen Fällen ein vielfaches stärker sein.


Bei den Speerern haben sich die zweiten vorderen Beinpaare zu dornenbesetzten Fangwerkzeugen entwickelt, die (ähnlich wie bei einer Gottesanbeterin) die Beute schnappen. Dies geschieht mit einer Geschwindigkeit von ca. 10 m/sec. Die Raubbeine sind eine sehr interessante Konstruktion. Mächtige Extensor-Muskeln im Merus, die diese schnelle Bewegung erst möglich machen, werden ähnlich wie eine Feder gespannt und arretiert. Durch erschlaffen der schwächeren lateralen Flexor-Muskeln wird die Arretierung im Merus-Gelenk (Carpus) gelöst und der untere Teil des Raubbeins schnellt nach vorne. Wie die Schlagwaffen diese extreme Beanspruchung aushalten ist noch ungeklärt. Jedoch muss sich das Tier öfter häuten um die Waffen zu überholen.

Hightech Augen

Die Augen von den Stomatopoden sind sehr hoch entwickelt und ermöglichen räumliches sehen mit nur einem Auge. Dadurch dass sie auf Stielen sitzen und unabhängig voneinander bewegt werden können, kann der Krebs seine Beute anpeilen und gleichzeitig mögliche Feinde beobachten. Jedes Auge besteht aus bis zu 10000 Ommatiden (Einzelaugen) und nimmt 3 Bilder auf. Die Komplexaugen besitzen mindestens 10 verschiedene Sehpigmente, (das Menschliche Auge hat nur 3). Die hochauflösenden Augen können tri- und binokular sehen und sind sehr lichtstark, so das der Krebs auch bei Dämmerung ausgezeichnet sieht. Auffällig ist in der Mitte das ausgeprägte Querband. Dieses Band ist einer der kompliziertesten Sensoren im Tierreich, der nicht nur 100 000 Farben, sondern auch ultraviolettes und polarisiertes Licht analysiert. Eine sehr wichtige Funktion, da Fangschreckenkrebse über farbige Lichtsignale kommunizieren was erst kürzlich herausgefunden wurde. Die mögliche Beute wird von beiden Augen waagerecht und senkrecht gescannt und erzeugt dabei eine Art Fadenkreuz.


Verhaltensweisen der Tiere
Allgemeines Verhalten

Einige Schmetter Fangschreckenkrebse habe ein sehr interessantes Verhalten. Die Wohnhöhle wird sehr sorgfältig ausgesucht und eingerichtet. Dabei werden meistens 2 Ausgänge angelegt und die restlichen Löcher sorgfältig mit Algen, Korallen und sonstigem Material verschlossen. Dabei benutzen sie ihre Keulen regelrecht als Hammer um die Trümmer festzunageln. Zu große Trümmer werden mit großer Präzision zurecht geklopft. Ist die Zeit der Häutung gekommen, verschließen sie die Höhle komplett und kommen erst wieder raus wenn die Häutung vollzogen ist. Auch wird Nachts bei manchen Arten die Höhle sehr sorgfältig verschlossen. Mein G. chiragra ist jeden Tag ca. eine Stunde damit beschäftigt die Höhle für die Nachtruhe zu verschließen. Das Tier dabei zu beobachten ist sehr spannend. Es wird Stein auf Stein aufgeschlichtet und mit Sand verkittet. Ist ein Teil etwas zu groß und passt nicht rein verschwindet der Krebs kurz in der Höhle und man hört 2 bis 3 Schläge und dann passt der Stein wie angegossen in das Loch. Dieses Schauspiel schau ich mir sehr gerne an.

Speerer graben sich Röhren in den Sandboden. Dabei vermischen sie den Sand mit einem Sekret um so eine feste Röhre zu bilden. Der Bau kann mehrere Meter lang sein und hat meistens 2 senkrechte Eingänge die nicht viel breiter sind als das Tier selbst. Dort sitzt der Krebs und lauert auf Beute. Dabei schauen nur die Augen und die eingeklappten Fangarme heraus. Kommt ein potenzielles Opfer in Reichweite, wird es blitzschnell mit den dornenbesetzten Armen gefangen. Die Wohnhöhle wird so gut wie nie verlassen.

Jagdverhalten

Sie liegen in ihren Höhlen auf der Lauer. Erspähen sie ein potenzielles Opfer analysieren sie es durch kurzes antippen mit ihren Antennen und schlagen dann blitzschnell zu. Das geht meistens so schnell das man es mit bloßem Auge nicht sieht. Bei Krabben wissen sie anscheinend wo die verwundbare Stelle liegt und versuchen die Krabbe auf den Rücken zu drehen. Vorher werden mit exakt gezielten Schlägen die Scheren der Krabbe abgeschlagen. Auch vor größeren Tieren haben einige Arten keinen Respekt.

Kampfverhalten

Viele Fangschreckenkrebse sind Einzelgänger die ihr Territorium verteidigen. Kommt ein Kontrahent in die Nähe, richten sich die meisten Arten zunächst auf und spreizen die Raubbeine. Zeigt die Drohgebärde keine Wirkung, kommt es zum Kampf. Der Angegriffene dreht sich auf den Rücken, streckt dem Angreifer das Telson entgegen und fängt somit den Schlag federnd ab. Anschließend geht der Angreifer in die Verteidigungsstellung. Das wird solange fortgesetzt bis einer den Rückzug antritt. Einige Arten sind aber weitaus aggressiver gegenüber Artgenossen und versuchen Eindringlinge durch Schläge auf den Kopf zu töten.

Intelligenz

Das die Tiere anderen Krebstieren weit überlegen sind ist bekannt, aber wie schlau sind sie wirklich? Erst kürzlich wurde herausgefunden das sie über Farbsignale kommunizieren. Sie sind in der Lage die Farbe ihrer Antennen Segel zu ändern. Diese Signale sind aber für uns nicht ohne Polarisations-Filter sichtbar. Das ist aber leider noch nicht ausreichend erforscht. Auch bei Revierkämpfen scheinen sie ihre Waffen wohldosiert einzusetzen. Ein weiterer Punkt ist das die Tiere in der Lage sind ihr eigenes Spiegelbild zu erkennen, was im Tierreich eigentlich nur bei Schimpansen bekannt ist. Ein Tier von mir nutzte sogar den Spiegeleffekt der Seitenscheibe um mich zu beobachten. Auch scheinen sie lernfähig zu sein können sich bestimmte Dinge merken. Ich brauche nur mit dem grünen Artemiasieb vor der Scheibe zu wedeln und mein großer Fangi weiß das es jetzt was zu fressen gibt. Fordernd kommt er aus der Höhle und läuft aufgeregt an der Frontscheibe lang. Wedel ich mit einem anderen Gegenstand ist das Tier unbeeindruckt. Ein weiteres Beispiel hab ich neulich beobachten können. Der Krebs versuchte eine kleine Krabbenschale zu zertrümmern was auf dem Sandboden nicht geht, da er nachgibt. Nach vier erfolglosen Schlägen stoppte er die Versuche und zerrte einen etwas größeren Stein herbei, legte die Schale drauf und knackte sie ohne Probleme.


Identifikation

Einige Arten kann man sehr gut anhand gut sichtbarer Merkmale unterscheiden, während man bei anderen Arten schon genauer hinschauen muss. Wichtig ist die Herkunft des Krebses zu kennen. Einige Arten kommen nur in einem bestimmten Gebiet vor. Die Färbung der Tiere ist aber meistens kein eindeutiges Identifikationsmerkmal, denn viele Arten können sehr unterschiedliche Farben haben. Ein sehr wichtiges Identifikationsmerkmal sind die so genannten Meral Spots. Diese liegen an der Innenseite des Merus. Dieser Signalpunkt ist bei vielen Arten unterschiedlich gefärbt:

Oben auf dem Foto ist ein Gonodactylaceus glabrous mit den typischen orangefarbenen Meral Spots zu sehen. Auch die Maxilipeden und das bewegliche Putzorgan kann man gut sehen.


Das Telson ist auch ein sehr wichtiges Merkmal zur Identifikation der einzelnen Arten.

ein Telson von einem Gonodactylellus viridis zu sehen, und eines vom Haptosquilla glyptocerus

Das Telson eines Gonodactylaceus glabrous. Die Unterschiede sind deutlich zu sehen. G. graphurus ist aber sehr nah verwandt und das Telson unterscheidet sich nur durch ein winziges Detail. weiteres Foto Telson von einem Gonodactylus chiragra

Geschlechtsunterschiede

Fangschreckenkrebse sind getrennt geschlechtlich und bei vielen Arten sind die Männchen anders gefärbt als die Weibchen. Bei Gonodactylaceus ternatensis z.B. sind die seitlichen Antennen Segel der Weibchen gelb bis grün oder auch orange, während sie bei den Männchen immer blau sind. Auch am Ende der Uropoden ist nur bei dem Männchen eine blaue Färbung zu erkennen!

Wesentlich einfacher lassen sich die Tiere aber unterscheiden wenn man die Möglichkeit hat das Tier von der Seite, oder von unten zu sehen. Auf dem Bild erkennt man fast direkt in der Mitte die Geschlechtsorgane der Männchen. Bei den Weibchen sind diese länglichen Auswüchse nicht vorhanden.


In dem untern Bild erkennt man die bei Männchen gut sichtbaren Genitalien noch besser. Diese liegen etwa auf der Höhe des letzten Beinpaars.

Allerdings ist es nicht so einfach ein Paar zusammen zu halten. Die meisten Weibchen dulden nur Männchen in der Nähe wenn sie paarungsbereit sind.



Fortpflanzung

Kurz vor der Häutung produziert das Weibchen Sexuallockstoffe. Nach vollzogener Häutung und kurzem Paarungsritual erfolgt die Kopulation quasi in Missionarsstellung. Das Männchen wird nach getaner Arbeit verjagt. Es gibt aber ein paar Arten die ständig mit dem selben Partner zusammen leben. Die Weibchen können außerdem das männliche Sperma mehrere Monate speichern und so auch Nachkommen produzieren wenn kein Männchen in der Nähe ist. Allerdings nicht über eine Häutung.

Die ausgestoßenen Eier (bis zu 40000 Stück bei Speerern) werden vom Weibchen mit einem Sekret zu einem Eipaket verklebt und zwischen den Scherenbeinen getragen. Durch ständiges wenden wird das Eipaket belüftet und so vor Verpilzung geschützt. Nach etwa 3 Wochen (kommt auf die Art an) schlüpfen die Larven und bleiben noch eine Woche bei der Mutter in der Höhle. Dort ernähren sie sich vom Dottersack und häuten sich 2 mal. Mit dem vierten Larvenstadium werden die Larven phototrop und verlassen sie die Höhle. Sie schwimmen ins Freie um sich von Zooplankton zu ernähren. Nach etwa 3-4 Wochen (kommt auf die Temperatur und Art an) wandeln sie sich ins postlarvale Stadium um und besiedeln die Riffbereiche. Im Aquarium sterben die Larven 1-2 Tage nach dem sie ins freie schwimmen mangels Futter ab.



Zucht

Die Aufzucht im Aquarium ist zwar bei Schmetterern (Gonodactylus chiragra und anderen) schon gelungen, ist aber sehr aufwändig. Zudem ist noch sehr wenig über die einzelnen Arten bekannt. Ein großes Problem ist das die Larven kanibalistisch sind, so muss jede Larve in einem einzelnen kleinen Becken aufgezogen werden. Die Larven sind etwa 2-2.5 mm groß (bei Speerern kleiner) und sollten mit angereicherten Brachionus gefüttert werden. Nach etwa 3-4 Wochen sind die Larven etwa 7 mm groß und wandeln sich zur Postlarve um. Vorher ist es wichtig den passenden Bodengrund einzubringen, sonst wandeln sich viele Larven nicht um und sterben ab.

Ich habe vielleicht bald mal die Möglichkeit einen Zuchtversuch zu wagen, denn viele meiner Fangis haben auch ab und zu Eier. Das Problem ist aber das man davon eigentlich nix mitkriegt. Die Tiere bleiben lange Zeit in der Höhle und nehmen kein Futter an. Das ist allerdings auch bei einer Häutung der Fall.

Hier ist ein Gonodactylellus viridis mit einem Eipaket zu sehen. Normalerweise ist das Tier bei der Brut in einer Höhle und pflegt die Eier bis sie schlüpfen.

Die Aufzucht ist sehr schwierig, da die Larven hoch kanibalistisch sind und sich gegenseitig fressen. Als Futter für die Larven haben sich mit Selco angereicherte Brachionus als brauchbar rausgestellt.



Arten die häufig in lebenden Steinen zu finden sind!

Kommen wir nun zu den Arten die sehr oft mit lebenden Steinen ins Becken eingeschleppt werden. Diese Arten stammen alle aus lebenden Steinen die aus dem indopazifischen Raum geliefert wurden.


Gonodactylellus viridis
Herkunft
Indonesien, Philippinen. Andaman See bis Samoa.

Ist sehr häufig in lebenden Steinen zu finden und leicht zu identifizieren. Die Meral Spots sind weiß mit rötlichen Stellen am Rand. Er wird bis zu 5,5 cm groß und kann sehr unterschiedliche Farben haben. Gelegentlich haben sie feine weiße Punkte.

Aquariumhaltung

Futter
Artemia, Mysis, Krill, kleine Krabben. Sie nehmen Frostfutter ohne Probleme an. Jedoch sollte abwechslungsreich gefüttert werden.

Sonstiges
Das Tier sollte aus einem Riffaquarium entfernt werden. Mit einer Größe von bis zu 5,5 cm kann der Fangi kleinen Fischen und Garnelen gefährlich werden. Im Artenbecken ist das Tier ein sehr aktiver Geselle.

Auf dem linken Bild sind die weißen Meral Spots mit den rötlichen Bereichen an den Rändern deutlich zu sehen.
20 Liter reichen aus. Einrichtung: Korallensand oder Korallenbruch und ein paar lebende Steine. Das Tier ist tagsüber aktiv und verschließt nachts die Wohnhöhle. Sollte man alleine halten.


Gonodactylellus annularis

Herkunft

Indonesien und um Australien.

Gonodactylellus annularis lebt in kleinen Höhlen in den Korallenriffen bis zu einer Tiefe von 20m. Siedelt sich vorzugsweise in Gebieten mit starker Strömung an. Dort wartet er in seiner Höhle auf fressbares das vorbei getrieben wird.

Aquariumhaltung
Für dieses Tier reicht ein 10 Liter Aquarium vollkommen aus. Das Aquarium sollte mit Korallensand und lebenden Steinen eingerichtet werden. Das Tier ist tagaktiv.


Futter
kleine Artemia, feiner Krill, kleinste Krebstiere. Nehmen feines Frostfutter problemlos an.
Jedoch sollte abwechslungsreich gefüttert werden.

Sonstiges
Diese Art ist ungefährlich im Riffaquarium, Wird nur 2 cm groß und frisst nur kleinstes Futter. Die Höhle wird fast nie verlassen. Im Artenaquarium aber besser haltbar.

Typisch für diese Art sind die hellen breiten Streifen.

Gonodactylaceus falcatus
Herkunft
Von Polynesien bis zum Roten Meer, Hawaii

Die Art Gonodactylaceus falcatus findet man sehr häufig in lebenden Steinen die aus dem Indopazifischen Raum kommen. Sie ist sehr unterschiedlich gefärbt von grün, cremefarben bis gelbbraun, oft musterförmig. Der Meral Spot ist grünlich gelb. Die maximale Größe beträgt 8 cm.
Aquariumhaltung
20 Liter reichen aus. Einrichtung: Korallensand oder Korallenbruch und ein paar lebende Steine. Das Tier ist tagsüber aktiv und verschließt nachts die Wohnhöhle. Sollte man alleine halten.


Futter
Artemia, Mysis, Krill, kleine Krabben. Sie nehmen Frostfutter ohne Probleme an. Jedoch sollte abwechslungsreich gefüttert werden.

Sonstiges
Das Tier sollte aus einem Riffaquarium entfernt werden. Mit einer Größe von bis zu 8 cm kann der Fangi kleinen Fischen, Schnecken und Garnelen gefährlich werden. Im Artenbecken ist das Tier ein ruhiger Geselle.

Auf dem linken Bild sind die grünlich gelben Meral Spots zu sehen.


Haptosquilla glyptocerus

Herkunft
Adaman See bis Australien, Guam

Findet man sehr häufig in lebenden Steinen die aus dem Indopazifischen Raum kommen. Sie ist sehr unterschiedlich gefärbt von schwarz, grün, cremefarben bis gelbbraun, oft musterförmig. Identifikation anhand des Telsons. Die maximale Größe beträgt 4 cm.
Aquariumhaltung
10 Liter. Einrichtung: Korallensand oder Korallenbruch und ein paar lebende Steine. Wohnhöhle.


Futter
Artemia, Mysis, Krill. Sie nehmen Frostfutter ohne Probleme an. Jedoch sollte abwechslungsreich gefüttert werden.

Sonstiges

Relativ ungefährlich. Man sollte dem Tier eine Wohnhöhle anbieten. Ein PVC-Rohr etwas größer als das Tier reicht aus. Meistens haben sie schon eine Höhle im Stein. Am Besten komplett mit Stein umsetzten.Das Tier ist tagaktiv und verlässt die Wohnhöhle fast nie.

Auf dem linken Bild ist ein Weibchen zu sehen. Erkennbar an der dünnen roten Linie.

Natürlich gibt es noch weitere Arten die häufig in lebenden Steinen zu finden sind, auch Arten die größer werden. Bekommt man Steine aus der Karibik, findet man ganz andere Arten. Diese hier alle aufzuführen würde den Rahmen sprengen. Diese sind aber auf meiner Homepage aufgeführt.



Was tun wenn es im Becken knallt?

Zuerst sollte man sich sicher sein das es sich um einen Fangschreckenkrebs handelt. Sind die Geräusche auch Nachts zu hören, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit kein Fangschreckenkrebs, sondern ein Knallkrebs. Die Geräusche unterscheiden sich und man kann dann ziemlich sicher sagen was die Geräusche im Becken verursacht. Der Geräusch der Knallkrebse klingen ähnlich wie wenn man eine Luftpolsterfolie zerdrückt, nur etwas heller, während man bei Fangschreckenkrebsen immer was metallisches und hohles raushört.

Wie fangen?

Die einfachste Methode ist zu schauen und hören wo sich der Krebs versteckt. Dazu geht man ganz dicht mit dem Kopf vor das Aquarium und lokalisiert vorher die Geräusche kommen. Dann heißt es den Bereich gründlich absuchen. Meistens sieht man nur die zwei typischen Augen aus der Höhle rausschauen. Wenn man weiß wo das Tier seine Wohnhöhle hat, den kompletten Stein entfernen. Einen Eimer mit etwas Meerwasser vorbereiten und den Stein drüberhalten. Jetzt schüttet man immer etwas Süßwasser über den Stein und nach kurzer Zeit verlässt der Krebs sein versteck und man kann in in den Eimer verfrachten. Vorsicht: Auch ein kleiner Fangi hat einen ordentlichen Schlag drauf und kann mit der Dactylusspitze böse Verletzungen, die bis zum Knochen gehen, verursachen. Deshalb lieber mit einem Gegenstand machen. Mit dieser Methode hab ich mittlerweile 4 Fangis aus dem 160 Liter Becken entfernt.

Kann man den Stein nicht entfernen wird es komplizierter. So einfach wie manche Krabben lassen sich Fangis nicht fangen. In einer aufgestellten Krabbenfalle fängt man alles, nur keine Fangschrecken. Hier hilft nur viel Geduld, irgendwann klappt es schon.

Eine weitere Methode ist den Krebs mit einem Schlauch aus dem Loch zu saugen. Dazu schließt man einen Schlauch an eine Strömungspumpe an. Wichtig ist das man zwischen Pumpe und Schlauch eine Absperrung baut, sonst wird der Krebs durch die Pumpe gesaugt und getötet. Das Einfachste ist ein Stück Fliegengitter über den Schlauch zu stülpen und einen größeren Schlauch darüber zu schieben.

Es gibt noch weitere Methoden, aber auf die will ich nicht näher eingehen, da das Tier dadurch getötet wird. Das ist nicht der Sinn der Sache.


Aquariumhaltung von Fangschreckenkrebsen

Die Tiere lassen sich problemlos in speziellen Artenaquarien halten. Diese müssen nicht mal so groß sein wie man vielleicht glaubt. Bei den kleineren Exemplaren reichen 10-20 Liter aus. Wichtig ist eine angepasste Einrichtung je nach dem was man für ein Tier pflegen will. Viele Arten geben sich mit ein paar lebenden Steinen und etwas Bodengrund zufrieden. Andere Arten wie Haptosquilla glyptocerus brauchen unbedingt eine Höhle. Ein PVC Rohr etwas größer als das Tier selbst reicht da aber vollkommen aus. Für Speerer ist etwas mehr Aufwand nötig, denn in der Natur graben sie sich tiefe Höhlen in den Sandboden. Im Aquarium sollte daher eine Sandschicht die mindestens 1,5 mal so hoch ist wie das Tier lang ist vorhanden sein. Als Sand hat sich eine Korngröße bis 1mm bewährt. Speerer findet man aber nie in lebenden Steinen, man muss sich also so ein Tier bestellen wenn man diese Art pflegen will.

Licht

Die Beleuchtung ist nicht so wichtig. Es muss keine normal dimensionierte Riffbeleuchtung vorhanden sein, eine Energiesparlampe oder kleine Röhre reicht aus. Die Tiere können sich den Lichtverhältnissen ausgezeichnet anpassen. Pflegt man ein Tier im Filterbecken sollte aber eine Beleuchtung mit Tag-Nacht Rhythmus vorhanden sein.

Optimale Wasserwerte

Sie sind recht unempfindlich gegenüber hohen Nitrat, Phosphat und anderen Werten. Der Nitratwert sollte aber unter 50 mg/Liter sein, sonst können Probleme bei der Häutung auftreten. Die Dichte (1.021-1.024) sollte stimmen und darf nicht zu stark schwanken. Alle Krebstiere sind sehr dichteempfindlich. Deshalb das verdunstete Wasser immer gleich mit Süßwasser auffüllen. Das einfachste ist das Artenbecken an das Hauptbecken anzuschließen.


Fütterung

Die Tiere nehmen Frostfutter meist problemlos an. Füttern kann man sie mit gefrorenen Sandgarnelen, Tiefkühlgarnelen (ungekocht), Krill, Stinte, Muscheln und anderen Frostfuttersorten.

Achtung: Süßwassertiere sollte man nicht füttern.

Erstens kann man sich dadurch Keime einschleppen die dem Fangi gefährlich werden können und zweitens fehlt der hohe Anteil mehrfach ungesättiger Fettsäuren, die für die Gesundheit des Krebses sehr wichtig sind. Kleinere Exemplare geben sich mit Artemia und kleineren Frostfuttersorten zufrieden Die Tiere nicht nicht sehr wählerisch wenn es um Nahrung geht. Allerdings sollte man abwechslungsreich und möglichst einmal am Tag füttern. Füttert man zu häufig das gleiche, kann es sein das der Krebs die angebotene Nahrung nicht mehr annimmt. Manchmal kann es auch sein das der Krebs nur eine Sorte Nahrung frisst und andere Nahrung nicht annimmt. Diese Vorliebe ändert sich aber mit der Zeit wieder! Frisst das Tier überhaupt nicht, ist es sehr wahrscheinlich das die Häutung kurz bevor steht. Wenn möglich sollten man den Tieren ab und zu lebendes Futter geben. Erstens trägt es sehr zur Gesundheit bei und zweitens ist es sehr beeindruckend den Fangi mal in Aktion zu sehen. Lebenden Krabben bekommt man bei einem Händler der lebende Steine importiert.

Vergesellschaftung mit anderen Tieren

Fangschreckenkrebse sollten alleine gehalten werden, aber man kann durchaus mehrere Arten in einem Becken halten. Allerdings nur die Arten welche die Wohnhöhle so gut wie nie verlassen (Gonodactylellus annularis o. Haptosquilla glyptocerus). Bei den anderen Arten mag es längere Zeit gut gehen, aber meistens wenn sich ein Tier häutet wird es von dem anderen getötet. Das gleiche gilt wenn man Männchen und Weibchen zusammen hält. Die Vergesellschaftung mit anderen Krebstieren oder Garnelen ist nicht zu empfehlen. Korallen sind dagegen kein Problem, solange sie fest verwachsen sind. Ableger werden gerne als Baumaterial für die Höhle genommen. Es gibt ein paar Becken wo Fische mit einem Fangschreckenkrebs zusammen gehalten werden. Sind die Fische größer als das Tier ist das meistens kein Problem. Allerdings gebe ich keine Garantie das es länger gut geht.

Krankheiten

Die häufigste Todesursache bei Fangschreckenkrebsen sind Häutungsprobleme. Deshalb ist sehr wichtig das Tier nicht zu stören wenn es die Höhle verschließt um sich zu häuten. Auch wenn das Tier ein paar Tagen nicht zu sehen ist, niemals die Höhle öffnen und nachsehen. Gibt es Probleme bei der hochkomplizierten Angelegenheit, verendet das Tier. Deshalb auch die Wasserwerte stets im Auge behalten.

Größere Arten wie O. scyllarus leiden häufig an Schalenkrankheit. Hauptsächlich werden ältere Tiere betroffen, da sie sich nicht mehr so oft häuten. Diese durch Pilzbefall ausgelöste Krankheit greift die Schale der Tiere an. Zu erkennen an brauen rostartigen Flecken auf dem Körper die sich durch das Außenskelett fressen. Das Tier wird dadurch stark geschwächt und kann sich nicht erfolgreich häuten. Ist die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten und das Tier häutet sich, kann es diese Krankheit praktisch ablegen und sich erholen. Stellt man diese Krankheit fest, sollte man das Futter mit Vitaminen anreichern und auf beste Wasserqualität achten. Ein UV-Klärer ist hilfreich und verlangsamt den Krankheitsverlauf.


Größere Arten die für eine Aquariumhaltung geeignet sind!

Die kleineren Arten die man in lebenden Steinen findet haben ja durchaus auch ihren Reiz, aber viel mehr Spaß machen die größeren Arten. Leider sind bestimmte Arten nur schwer zu bekommen, denn die Händler kennen die Unterschiede nicht. So ist es meistens Glücksache welches Tier man bekommt.


Odontodactylus scyllarus
Herkunft
Indopazifik, von Guam bis Ost Afrika.

Das Tier lebt in einer Tiefe von 10-30 Metern. Sie bauen einfache U-förmige Höhlen aus Gestein. Die Färbung ist Oliv oder grün und sie haben rote Schlagwaffen. Eindeutig erkennbar an dem Leopardenmuster auf dem seitlichen Carapax. Die maximale Größe beträgt 18 cm.
Aquariumhaltung
100 Liter für ein großes Exemplar. Einrichtung: Korallensand oder Korallenbruch und lebende Steine.


Futter
Krebstiere, Schnecken, große Frostfuttersorten wie Sandgarnelen. Sie nehmen Frostfutter ohne Probleme an. Jedoch sollte abwechslungsreich gefüttert werden.

Sonstiges

Sollte alleine gehalten werden.
Das Tier braucht ein etwas größeres Aquarium. Die Glasstärke sollte nicht unter 6 mm sein. Das Tier ist tag- und nachtaktiv. Ältere Tiere leiden häufig an Schalenkrankheit. O. scyllarus wird häufig importiert.

Gonodactylus chiragra
Herkunft
Franz. Polynesien bis westlicher indischer Ozean,

Das Tier lebt in seichtem Wasser auf Riffdächern. Die Farben können von olivgrün, braun und unterschiedlichen grau-grünschattierungen variieren. Die Männchen sind in der Regel dunkler. Die Meral Spots sind weiß. Die maximale Größe beträgt 10,5 cm. Damit ist G. chiragra die größte Gonodactylus Art.
Aquariumhaltung
40 Liter. Einrichtung: Korallensand oder Korallenbruch und lebende Steine.


Futter
Krebstiere, Schnecken, große Frostfuttersorten wie Sandgarnelen. Sie nehmen Frostfutter ohne Probleme an. Jedoch sollte abwechslungsreich gefüttert werden.

Sonstiges

Vorsicht: Ein größeres Exemplar ist in der Lage 4mm Glass ohne Probleme zu zerschlagen.
Das Tier ist tagaktiv und verschließt nachts sorgfältig die Wohnhöhle.

Die Weibchen haben häufig rosa Pleopoden und Antennen Segel.

Gonodactylaceus glabrous
Herkunft
Phillipinen, Indonesien, Vietnam und Australien

Ist im seichten Wasser zuhause und wird bis 8 cm gross. Sie sind ja nach Geschlecht unterschiedlich gefärbt. Die Männchen sind dunkelgrün mit blauen Antennen, Pleopoden und Uropoden. Die Weibchen sind hellgrün, gelb oder orange mit gelb und rot an ihren Antennen, Pleopoden und Uropoden. Der Meral Spot dieser Art ist orange.
Aquariumhaltung
20 Liter. Einrichtung: Korallensand oder Korallenbruch und lebende Steine.


Futter
Artemia, Mysis, Krill, kleine Krabben. Sie nehmen Frostfutter ohne Probleme an. Jedoch sollte abwechslungsreich gefüttert werden.


Sonstiges

Das Tier ist tagsüber aktiv und verschließt Nachts die Wohnhöhle. G. glabrous sollte man alleine halten!

Selten in lebenden Gestein zu finden

Auffällig sind die orangefarbenen Meral Spots.

Soll es lieber ein Speerer sein, dann ist das nächste Tier sehr zu empfehlen.



Pseudosquilla ciliata
Herkunft
Ist in allen tropischen tropischen Korallenriffen zuhause. Kann sehr unterschiedliche Farben haben. Grün, Gelb, Braun, Schwarz. Ist einfarbig, gemustert oder hat einen Streifen über den gesamten Rücken. Hat ein schachbrettartiges Muster auf den Augen. Das Tier wird bis 9,5 cm gross.


Aquariumhaltung
54 Liter, 80 Liter für ein sehr großes Exemplar . Einrichtung: Korallensand und lebende Steine. Wichtig ist eine Wohnhöhle. Entweder höhere Sandschicht oder eine PVC Röhre.


Futter
kleine Krebstiere, Garnelen, kleine Fische. Sie nehmen Frostfutter ohne Probleme an. Jedoch sollte abwechslungsreich gefüttert werden.

Sonstiges

Sollte alleine gehalten werden.

Das Tier ist sehr aktiv und verlässt die Wohnhöhle um auf die Jagd zu gehen. Nachts wird die Wohnhöhle verschlossen.

Auffällig sind die gemusterten Augen. Auch die gelbe Farbe ist häufig.

Lysiosquillina maculata
Herkunft
Indopazifik, Hawaii, Galapagos bis Ost Afrika. Seine Farbe ist gelblich mit schwarzen Bändern über den Körper. Nierenförmige Augen mit weißen Punkten. Dieses Tier lebt im Sandboden wo es einen bis zu einen Meter tiefen und mehrere Meter breiten Bau anlegt. Dabei wird mit Hilfe des Speichels der Sand zu einer festen Röhre verklebt. Wird bis zu 40 cm groß.

Aquariumhaltung
120 Liter für ein 20 cm Exemplar. Sonst größer. Einrichtung: hohes Sandbett, mindestens die 1,5 fache Tierlänge.


Futter
Fische, Garnelen. Sie nehmen Frostfutter ohne Probleme an. Jedoch sollte abwechslungsreich gefüttert werden. Das Tier speert sich das Futter von der Futterzange.
Sonstiges

Kann paarweise gehalten werden.

Das Tier ist tag- und nachtaktiv und verlässt nie die Wohnhöhle. Wächst sehr schnell.

Meistens bekommt man nur Männchen, da sich Weibchen fast nur in der Höhle aufhalten und so nicht einfach zu fangen sind.

Es gibt noch weitere interessante Arten die sich gut für eine Aquariumhaltung eignen.

Gonodactylus platysoma, Neogonodactylus wennerae und andere.

Diese sind auf meiner neuen Homepage beschrieben, hab aber leider noch keine Bilder. Leider ist es nicht so einfach eine bestimmte Art zu bestellen. O. scyllarus und P. ciliata und vielleicht L. maculata kann man aber bestellen und bekommt sie meistens auch. Die Firma Trans Marine hilft euch da sicher weiter, denn dort habe ich alle meine Fangis bestellt und auch bekommen.

So, ich hoffe euch hat die Reise in die Welt der Fangschreckenkrebse gefallen und Ihr seht sie mit anderen Augen. Vielleicht habt Ihr ja sogar Lust bekommen so ein Tier zu pflegen, denn diese Tiere sind einzigartig. Mir bereiten sie mittlerweile mehr Vergnügen als mein normales Riffbecken.

Wenn Ihr einen Fangschreckenkrebs in eurem Becken entdeckt, bitte nicht töten. Es gibt genügend Liebhaber die gerne so ein Tier halten würden. Auch ich nehme die Tiere gerne bei mir auf. Speziell bin ich auf der Suche nach Arten aus dem karibischem Raum, denn die fehlen noch in meiner Artenübersicht. Wer also lebende Steine von dort bekommt und einen unerwünschten Fangi findet, dann würde ich mich sehr über das Tier freuen.

Für Anregungen, Kritik und Fragen Mail an : M-Projekt@gmx.de

www.fangschreckenkrebse.de

 


Dieser Artikel ist am 18.07.2007 erschienen

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