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Wenn es zu warm wird im Aquarium


Hohe Wassertemperaturen und verschiedene Möglichkeiten der Kühlung
Ein Bericht von Manuela und Robert


Immer wenn draußen die Temperaturen über ~28°C und mehr steigen, bekommen viele Leute so ihre Probleme mit der Wassertemperatur ihrer AQUARIEN. Die Temperaturen steigen und steigen, sodass das Aquarienwasser oft 30°C erreicht. Eine Temperatur von ca. 30°C Grad sollte kein Aquarienwasser erreichen. Ganz besonders schlimm ist es, wenn diese Temperaturen über mehrere Tage erhalten bleiben. Wie viele wissen bekommen einige der empfindlichen Blumentiere da arge Probleme, was so weit führen kann das sie absterben! Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten um die Wassertemperatur etwas zu verringern. Diese wollen wir hiermit aufzeigen:

 

Kühlgerät für die Aquaristik:


Diese Art der Kühlung ist mittlerweile schon fast klassisch. Großanlagen kommen ohne Kühlgeräte gar nicht aus. Leider sind diese Geräte ein wenig "preisungünstig", aber wenn man bei hohen Wassertemperaturen mehrere Korallen verliert ist das bestimmt auch nicht "billig". Auf die Jahre gesehen lohnt dann schon der Kauf eines Kühlgerätes, vor allem dann wenn man:
# seine Korallen liebt und erhalten will ;-)
# hochwertige Korallen pflegt
# seltene Korallen pflegt

Die meisten Kühlgeräte schaffen es in der Regel das Wasser um ca. 5 Grad zu kühlen.



Der PC Lüfter:



Dieser PC Lüfter kostet ca. 10 - 20 Euro je nach Modell.
Jürgen Schmitt hat hier die besten Erfahrungen mit, weshalb er so nett war und hat einige Zeilen dazu geschrieben.

Preiswerte Wasserkühlung im Sommer (von Jürgen Schmitt www.miniriff.de)

In den Sommermonaten steigen die Temperaturen unserer Aquarien leicht auf über 28° C. Schuld daran ist die für diese Monate höhere Raumtemperatur.
Mann könnte jetzt einfach durch ein Meerwassergeeignetes Kühlgerät die Wassertemperatur auf einen optimalen Wert absenken, was aber einen verhältnismäßig hohen Energieverbrauch zur Folge hat. Auch die Absenkung der Raumtemperatur würde, nur um die Wassertemperatur um 3-5 ° abzusenken, unverhältnismäßig viel Energie benötigen.

Eine sehr einfache und außerdem noch preiswerte Möglichkeit zur Wasserkühlung praktiziere ich nun seit 2 Jahren. Ich hänge mit 2 kleinen stabilen Drähten einen PC-Gehäuseventilator (zu beziehen im Computerfachhandel, Durchmesser ca. 14cm, Preis ca. Euro 10,-), schräg auf die Wasseroberfläche gerichtet, an meine HQI-Lampe. Durch den erzeugten Luftzug über die bewegte Wasseroberfläche wird durch Verdunstung Kälte erzeugt. Die beiden Anschlusskabel werden an ein handelsübliches Universalnetzteil (gibt's im Hobbyelektronikladen, Preis ca. Euro 10,-) angeschlossen . Bei dem Netzteil ist auf eine ausreichende Amperezahl zu achten. Die Ventilatoren sind auf 12 Volt ausgerichtet, laufen aber auch ausgezeichnet auf 3, 4, 6 oder 9 Volt, jedoch dann mit reduzierter Drehzahl und natürlich noch viel Leiser ! Deshalb sollte das Netzteil in den oben beschriebenen Voltschritten Regelbar sein. Da die größte Wärmezufuhr die HQI-Lampen bilden hab ich das Netzteil an die Zeitschaltuhr der Lampen angeschlossen, dies reicht völlig aus die Temperatur im Becken tagsüber nicht übermäßig ansteigen zu lassen. Die Voltzahl stelle ich auf 3 Volt, was einen sehr leisen Lauf ergibt und für eine Absenkung von etwa 3° ausreicht. Auch eine Kühlung übernacht habe ich probiert. Beim anstellen des Ventilators am Abend betrug die Temperatur 27,5° am morgen danach nur noch 23,8°. Die Werte beziehen sich auf ein 400 Liter Becken mit 2.150W HQI. Hier sind wohl für jedes Becken individuelle Werte zu ermitteln. Die zusätzlich verdunstete Wassermenge beträgt bei mir zwischen 2 und 4 Litern täglich.
Viel erfolg beim Kühlen :-)

Jürgen Schmitt



Der Beste Freund der Meerwasseraquarianer: Der Ventilator
(nicht nur gut für das Aquarium) :-)



Dieser Stanventilator kostet bei www.Quelle ab ca. 20 Euro, ich denke das ist nicht zuviel :-)

Hier kommt die Methode die wir selber bei uns im Aquarium anwenden. Wir nehmen einen recht starken Standventilator. Dieser wird so ausgerichtet das er schräg von oben auf die Wasseroberfläche zielt. Hiermit schaffe ich ebenfalls, bei Dauerlauf, eine Veringerung von ca. 4 Grad auf 1000 Liter. Der Ventilator läuft hierbei den ganzen Tag bis in die Abendstunden. Das gute daran: stehende warme Luft ist oft unangenehm, nicht aber wenn den ganzen Tag der Ventilator läuft und über die Wasseroberfläche braust. Die Luft ist dann kühler und riecht etwas nach Seeluft (Wilhelmshaven, Kiel, Nordsee...)
NICHT VERGESSEN: Das verdunstete Wasser MUSS nachgefüllt werden !!!

Gefrierschrank
Stefan Markus vom Aquaristik-Internetversand www.Aquapro2000.de hat mir vor längerer Zeit erzählt das er selber schon mal mittels eines alten Gefrierschrankes das selbe Ergebnis erreicht hatte. Und zwar legt man dazu einen Schlauch durch einen Gefrierschrank.

Man bohrt seitlich ein Loch in den Gefrierschrank, wo dann der Aquarien-Schlauch durchgesteckt wird. Mit Silikon kann man das nach verlegen des Schlauches wieder abdichten, so das nicht zuviel an Kälte verloren geht. Der Schlauch sollte möglichst lang sein, um die Verweildauer zu erhöhen. Durch einen recht langsamen Durchfluss erreicht man hier das selbe, das Wasser wird um einige Grad gekühlt.



Kühlung über den Systemkreislauf eines Kühl - /Gefrierschrankes



Hier erreichte uns eine Mail von Stephan Becker.
Diese Methode ist ebenso genial wie günstig, im vergleich zu Meerwasserkühlgeräten. Da ein bekannter Aquarianer die Methode nutzt, will ich Sie Euch nicht vorenthalten.

Eine sehr günstige Methode der Kühlung ist, einen Motor mit Systemkreislauf aus einen alten Kühlschrank oder Gefriertruhe zu vewenden. Klar bleibt ein leichtes Brummen im Unterschrank nicht aus, aber hier kann man sich mit einer Dämmung doch was einfallen lassen.

Man wickelt einen Schlauch um die Kühlrohre (sehr dicht zusammen), und hängt eine kleine Pumpe dazwischen. Je weniger Durchfluss um so mehr kühlt es auch.
Das Wasser sollte aus dem Vorfilterbereich kommen. Danach passiert es die Kühlung, und zum Schluss sollte es dann in den Klarkammerbereich geleitet werden. Wie man das letztendlich macht, bleibt aber sicher jedem selber überlassen.
Bei meinen Bekannten war die Kühlleistung auf 500 Liter etwa 10 Grad weniger, und das ist ne ganze Menge! Er hatte die Schalteinheit mit angeschlossen
( 0-9 ) die im Kühlschrank ist, Es kommt hier wirklich darauf an soviel Schlauch ( ca.12 mm) wie möglich um die Kühlröhrchen zu wickeln, ( wer nicht den Wärmetauscher ( großes Gitter an der Rückseite) mit benutzen will, nimmt eine Kabelklemmzange,und quetscht die Kupferleitung ab, beide Seiten
( Vor/Rücklauf)


""Das sollte äußerst Gewissenhaft gemacht werden"", da die Kühlflüssigkeit schnell verfliegt ( FCKW) wenns nicht dicht ist. Hört sich schwierig an, ist aber eher simpel. Ich meine Meerwasser-Aquarianer haben ohnehin viel Phantasie/Geschick um das bewerkstelligen zu können. Das ganze muß je nach Beckengröße ständig laufen bzw. Zeitschaltuhr zb. 06-20 Uhr geregelt sein. Ich denke das muss jeder selber austesten je nach Literzahl.


Vielen Dank an Stephan Becker :-)


Raumklimagerät
Hier noch eine Möglichkeit die auch gleich dem Menschen was gutes tut. Durch ein Raumklimagerät kann man gezielt die Temperatur des ganzen Raumes nach unten kühlen. Zwangsläufig kühlt dann das Wasser mit. Zwar nicht in solch hohem Maße, aber bei Daueranwendung hilft es auch. Eine recht angenehme wenn auch recht kostspielige Methode.

Eines möchte ich noch anmerken:

Ich (Robert) persönlich möchte nicht erreichen das wir in unseren Aquarien nun gezielt 25 Grad haben und das jeden Tag und Stunde. Eine gewisse Schwankung ist auch im Meer normal. So ist es mir durchaus recht, wenn ich morgens 24,5 Grad im Wasser habe und abends nach Abschalten der HQI Beleuchtung dann ein Wert von 26,5 Grad vorliegt. Dies liegt alles im Toleranzbereich und schadet den Tieren in keinster Weise.

Text von Robert Baur, im Juni 2001 (c) by Korallenriff.de
überarbeitet von Manuela Juli 2003 (c) by Korallenriff.de

 


Dieser Artikel ist am 01.09.2007 erschienen

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