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Die Erfolgreiche Behandlung bei Saugwürmern (= Metacercarien)


Behandelt wurde ein frisch importierter Rotzahndrücker und innfolge seiner Erkrankung auch der Altbesatz.

Ich habe mir Ende Juni 2006 einen ca. 20 cm großen Rotzahndrücker gekauft. Der Fisch machte einen sehr fitten Eindruck. Nach einem Tag bekam er aber dann schon überall unter der Haut dicke Knoten.




Die Knoten gingen dann nach 3 weiteren Tagen auf, und es kamen Würmer aus dem Fisch. Ich setzte den Fisch sofort ins Quarantänebecken. Die Würmer saßen nun überall auf dem Fisch.

Beide Augen waren komplett zu ( je 6-8 Würmer pro Auge) überall auf der Haut und auf den Flossen hatten sie sich festgemacht. Ich habe bereits 15 Jahre Erfahrung in der Aquaristik, und habe keine kranken Fische. Alle meine Fische sind und waren fit, bis zu diesem Tag.

Ich kontaktierte meinen Händer, von dem ich den Fisch gekauft hatte ( ich kenne diesen Händler schon über 3 Jahre) und sagte ihm, dass der Fisch einen massiven Wurmbefall hat. Der Händler flippte auf einmal total aus, und sagte, ich wollle doch nicht etwa behaupten, er habe mir einen kranken Fisch verkauft. Ich solle den Fisch halt todschlagen, und fertig.



Anmerkung:
Dieser Händler kennt sich nicht wirklich mit den Tieren aus, die er verkauft, und mit mir hat er nicht den einzigen Kunden verloren. Im Gegenteil, wenn er so weitermacht, wird er meines Erachtens seinen Laden bald zumachen müssen.

Er behandelt seine Fische nicht, sondern schlägt alles tod, was irgendwelche Anzeichen einer Krankheit hat. Dieser Händler sieht mich nie wieder!! Ich kontaktierte Manuela Kruppas von Korallenriff.de und schilderte ihr mein Problem.

Sie verwies mich an den Tierarzt Harald Mülder (vielen bekannt aus seinen zahlreichen Berichten auf Korallenriff.de). Harald Mülder stellte sofort eine exakte Diagnose und teilte mir seine Behandlungsvorschläge mit.

Die Behandlung sah dann folgendermaßen aus:
Ich besorgte mir aus der Apotheke Droncit Tabletten von der Fa. Bayer. Diese enthalten den Wirkstoff Praziquantel. Eine Tablette enthält 50 mg dieses Wirkstoffs.

Man löst ein zehntel einer Tablette in einem kleinen Becher Wasser auf und weicht darin das Frostfutter ein. Nach 30 Minuten Einwirkzeit wird das Futter dann verfüttert. Diese Behandlung führte ich 6 Tage lang 1 x täglich durch, und schon am 4. Tag war mein Fisch komplett frei von jeglichen Würmern!!

Jetzt zeigte allerdings auch mein Altbesatz im Riffbecken ( in dem Becken, in dem der Drücker vorher war) einen leichten Wurmbefall. Ich behandelte den Altbesatz 4 Tage lang mit Praziquantel übers Futter und setzte einen Putzerlippfisch mit ins Becken. Auch hier waren nach 4 Tagen alle Fische komplett Parasitenfrei.


Da mein Rotzahndrücker im Quarantänebecken nach 1 Woche wieder einen Befall an Saugwürmern hatte, war mir sofort klar, dass diese Eier legen. Also wurde wieder mit Praziquantel übers Futter behandelt und zusätzlich holte ich mir Concurat L der Fa. Bayer vom Tierarzt. Das Concurat L ist ebenfalls ein Wurmmittel und man bekommt es in 7,5 g Packungen auf Rezept vom Tierarzt.

7,5 g werden dann auf 600-1000 Liter Aquarienwasser dosiert und dem Wasser in gelöster Form zugegeben. Der Abschäumer kann weiterlaufen, Aktivkohle muss entfernt werden. Nach 1-3 Stunden sterben die bereits geschlüpften Stadien der Saugwürmer ab, und es wird wieder über Kohle gefiltert, um das Medikament wieder aus dem Wasser zu holen. Concurat L sollte nur im Quarantänebecken verwendet werden, da es von vielen niederen Tieren nicht vertragen wird!

Im Abstand von jeweils 4-5 Tagen wiederholte ich die Behandlung mit Concurat L noch 2 mal. Das Frostfutter wurde abschliessend noch 3 Tage lang mit Praziquantel angereichert. Mein Drücker zeigte nun absolut keinen Wurmbefall mehr.

Nach 3 Wochen anschließender parasitenfreier Hälterung im Quarantänebecken, stellte der Drücker auf einmal das Fressen ein. Er nahm kein Futter mehr, egal was man ihm anbot, und das über mehrere Tage.


Der Altbesatz im Riffbecken war ja auch schon lange parasitenfrei (schon nach der ersten Behandlung!) Also setzte ich den Fisch zurück zu den anderen ins 500 Liter Riffbecken, in der Hoffnung der Futterneid treibe ihn wieder zum Fressen.

Und tatsächlich, kaum war der Fisch im Becken, schon fraß er bei der ersten Fütterung wie verrückt, als wäre nichts gewesen. Der Futterneid war hierfür der Auslöser, wie von mir erwartet.

Mein Drückerfisch und auch der Altbesatz zeigten keine Rückschläge mehr, und erfreuen sich alle bester Gesundheit. Kein einziger Fisch musste sterben!!

Mein besonderer Dank geht an den Tierarzt Harald Mülder, welcher mit Rat (Expertenrat ) und Tat sofort zur Seite stand, und an Manuela Kruppas, welche uns Meerwasseraquarianern mit Ihrem Mann zusammen einen sehr großen Dienst mit ihrer Arbeit erweist! Vielen Dank dafür!!

Abschließend möchte ich noch sagen, dass durch den heutigen Informationsaustausch untereinander, wirklich kein Fisch mehr sterben muss.

Ich finde es am wichtigsten, dass man einander hilft und füreinander da ist, gerade bei einem so schönen Hobby wie der Meerwasseraquaristik.

Wer noch Interesse hat, sich über mich und mein Hobby ein Bild zu machen, klicke bitte auf die nachfolgenden Seiten.

Dies sind meine 3 privaten Seiten, auf denen ich meine Aquarien vorstelle. Die Seiten werden nach und nach immer mehr erweitert.

In meinem Tagebuch sehen Sie vor allem immer neue Bilder meiner Becken!

http://www.aquabilderbuch.de/Kuhn/

Einen salzigen Gruß an alle Meerwasseraquarianer, und die, die es werden wollen,



Euer
Michael Kuhn aus 88450 Berkheim

 

 


Dieser Artikel ist am 18.07.2007 erschienen

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