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04 - Licht


Licht im Riffaquarium

Licht ist leben. Diese drei Worte , in denen soviel wahres steckt wurden schon öfter benutzt, und wir machen es hier nochmals. Kein Wunder treffender kann man es gar nicht ausdrücken. Licht ist in einem Riffaquarium wahrlich leben und äusserst wichtig.

Da wir nun in der Anfangsphase alles beschrieben haben kommt zweifelsohne vor den weiteren Schritten der technischen Ausstattung auch die Frage nach dem Licht. Welche Art benutzt man im Riffaquarium...

Zweifelsohne wird sich vor allem dem Umsteiger vom Süsswasser diese Frage stellen. Kann ich meine vorhandenen Röhren oder Beleuchtung weiter nutzen. Diese Frage kommt nämlich dann auf wenn man ein bestehendes Süsswassersystem in ein Meerwassersystem umrüstet. An sich kann man die Frage bejahren, man kann sicherlich noch mit der, mittlerweile etwas betagten, T8 Beleuchtung arbeiten. Allerdings würden wir diese Beleuchtung nur noch für Aquarien mit einer Höhe von höchstens 50 cm als ausreichend erachten. Vieles kommt sicherlich auf den gewünschten Besatz an. Sobald lichthungrige kleinpolypige Steinkorallen Einzug halten sollten, ist man mit der Art der Beleuchtung schon am Ende, sie reicht einfach nicht auf Dauer aus um die Tiere Artgerecht zu halten.

Eine schlanke T5 mit 16 mm Durchmesser und eine T8 Röhre mit 26 mm Durchmesser. Hinweis: Bei der T8 Beleuchtung handelt es sich um herkömmliche Leuchtstoffröhren die einen Durchmesser von 26 mm haben. Die neuere, von Osram auf den Namen T5 getauft Leuchtstoffröhre, ist bedeutend schlanker, mit nur noch 16 mm im Durchmesser.

Der Vorteil der seit einigen Jahren bekannten T5 Röhre liegt dabei in der "Schlankheit" die es ermöglicht mehr Lampen über einem Aquarium zu installieren. Zudem steigert die Verwendung von elektronischen Vorschaltgeräten die Leistung enorm. Auch werden die T5 Röhren mit zunehmender Praxis der Hersteller und Ansprüchen der Aquarianer immer besser. Die Haltbarkeit allerdings liegt auch nur bei ca. einem Jahr. Nach einem Jahr sollte jedes Leuchtmittel gewechselt werden, egal ob HQI Brenner oder T5 oder T8 Röhre.

Es sollten nur Röhren Anwendung finden, die für Meerwasser ausgewiesen sind. Das heisst in der Praxis das die Röhren eine Kelvinzahl von ca. 10.000 K bis 15.000 K haben sollten. Hierbei sollte man bedenken das man nicht nur weisse Röhren nehmen soll, sondern das auch Blauröhren eine wichtige Rolle spielen. Die Mischung macht es eben aus! Bereits bei einer Tiefe von einigen Metern schwindet im Meer zum Beispiel der Rotanteil aus dem Wasser. Als nächstes bei ca. 5 Metern folgt der gelbe Anteil, ab dann sehen für uns dann alle Fische grau aus.
So hat es sich in der Praxis als gut erwiesen keine rein weissen Röhren zu verwenden sondern die Verbindung von Weiss und Blau zu nutzen um ein angenehmes Spektrum zu simulieren. Anzumerken ist das es auch bereits gemischte Röhren gibt, die einen 60 Prozent Anteil Weiss und einen 40% Anteil Blau ins sich vereint haben.

Leider entwickeln die T5 Röhren mehr Wärme als T8 Röhren, was zu Problemen in geschlossenen Abdeckungen führen könnte. Ein geegineter PC Lüfter für die Abluft wäre hier anzuraten. T5 Lampen gibt es mittlerweile sogar gedimmt, so das man den Sonnenaufgang und Untergang ohne weites simulieren kann. Hinzu kommen seit einiger Zeit erhältliche T5 Hängelampen die eine zumindest optische Alternative gegenüber den Balken darstellen.

Nicht nur die Röhre ist für die gute Lichtleistung verantwortlich, eine ganz enscheidende Rolle spielen auch die verwendeten Reflektoren. Bei einem Test konnte zum Beispiel nachgewiesen werden das erst die Reflektoren zu der guten Lichtleistung, teils über dem dreifachen im Gegensatz zur nackten Röhre gemessen, verantwortlich sind. Ebenso raten wir zur Verwenung von Einzelreflektoren, das heisst dass jede Röhre einen Reflektor hat. Es gibt sog. Hängelampen die nur einen kompletten Reflektor nutzen, hierbei geht unserer Ansicht nach viel Licht verloren!

Nachfolgend einige Möglichkeiten die der Handel bietet. Die Aufnahmen sind von Welke Lünen, wo uns freundlicherweise Aufnahmen ermöglicht wurden.


Kommen wir nun der Ordnung halber zu den HQI Leuchten, die früher oftmals verwendet wurden. Das ist in den Jahren seit LED in aller Munde ist, deutlich geringer geworden. 

Was sind HQI Leuchten? Eigentlich ist der Begriff HQI nicht ganz korrekt hat sich aber im Laufe der Zeit durchgesetzt. Der Begriff HQI beschreibt einen Lampentyp einer Firma... HQI sind aber ganz einfach Halogenmetalldampflampen!


Bei den Brennern (Leuchtmittel für HQI Lampen) gibt es nicht viele Unterschiede. Der Handel bietet sowohl Stecksockel oder Schraubsockel an. Die herkömmlichen Brenner bieten eine Kelvinzahl die von ca. 5600 Kelvin (Tageslicht) bis 20.000 Kelvin reicht. Das Licht der 20.000 Kelvin Brenner ist sehr blau. Als besonders geeignet ist der Bereich zwischen 10.0000 und 14.000 Kelvin. Je weniger Kelvin desto gelber wird das Licht. Bei der Verwendung von Brennern mit Tageslichtähnlichem Spektrum bietet es sich an Blau Röhren dazu zu nehmen. Erst dann wird man ein für unser Auge gutes Spektrum erreichen. Es gibt Benner mit folgenden Wattstärken:

70 Watt - 150 Watt - 175 Watt - 250 Watt - 400 Watt - 1000 Watt.

Bei Aquarien bis 50 cm Höhe kommen Brenner mit 70 oder 150 Watt in Frage. Bei Aquarien ab 55 - 60 cm Höhe sollten schon 250 Watt Brenner verwendet werden. Ab 70 cm kann man ohne weiteres schon zu den 400 Watt Brenner greifen. Wird es noch Höher dann bleiben noch die 1000 Watt Brenner. Eine hundertprozentige Empfehlunge oder Angabe kann man nur machen wenn man weiss was gepflegt werden will. In Fischbecken ist bei weitem nicht soviel Licht nötig wie wenn man auch Korallen pflegen möchte..

Welche Brenner/Röhren nimmt man denn nun auf welche Beckenmasse ?

Wir können ohne Bedenken T5 Röhren für Becken mit bis zu 75 cm Höhe empfehlen, eine Ausleuchtung bis auf den Boden ist damit jederzeit gewährleistet. Da Röhren flächig leuchten sollte man möglichst auch die ganzen Masse des Aquariums ausleuchten. HQI Brenner leuchten dagegen Punktuell.

Beckenmaß: 100 cm länge : 1 HQI Brenner
Beckenmaß: 120 cm länge: 1 - 2 HQI Brenner
Beckenmaß: 150 cm länge: 2 - 3 HQI Brenner
Beckenmaß: 160 cm länge: 3 HQI Brenner
Beckenmaß: 200 cm länge: 3 HQI Brenner


Wegen der Abgabe von UV Strahlung sollten HQI Leuchten immer einen Abstand von 25 - 30 Zentimetern über dem Wasser haben. Dies gilt es vor allem dann zu berücksichtigen wenn man die alten Leuchtmittel wechselt und gegen neue tauscht. So rät es sich an in den ersten Tagen die Lampe etwas höher zu hängen so das sich die Tiere an das "intensivere und stärkere" Licht gewöhnen können.

Nun müsen Sie selbst entscheiden für welche Art der Beleuchtung Sie sich entscheiden. T5 Röhren stehen in der Lichtleistung der HQI Beleuchtung kaum nach. Was nun besser ist kann man nicht sagen, es gibt nicht D I E richtige Beleuchtung für das Riffaquarium.Leuchtstofflampen sind in der Regel bei der Anschaffung und Betrieb etwas günstiger, HQi Lampen bieten dafür den für viele sehr wichtigen Flimmer - und Flacker-effekt, den man aus dem Meer kennt. Hnzu kommt bei den HQI Lampen der Vorteil das das Becken oben offen ist und man einfacher ins Becken hineingreifen kann, was die regelmässigen Pflegearbeiten ungemein vereinfacht.

Wir hoffen mit diesem kleinen Leitfaden einigen "Ratsuchenden" weiter geholfen zu haben. Ausführlich berät Sie hierzu der Fachhandel der dann auch Möglichkeiten hat zu zeigen welche Lampentypen es gibt.


Update in Sachen LED, die es zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes noch nicht wirklich gab

Ergänzend zu den oben beschriebenen Beleuchtungsarten, hat so ab dem Jahr 2009 die LED Beleuchtung Einzug in die Riffaquaristik gehalten. Wir möchten hiermit darauf hinweisen, dass man möglichst eine Leuchte nehmen sollte, die flächig ausleuchtet, also weniger über starke Spots, sondern über viele LED über das gesamte Maß verteilt. Außerdem ist das schöne Blaulicht nicht für alle Korallen gleichermaßen gut geeignet. In den Dämmerungsphasen morgens und abend ist das ok, ansonsten sollte man eher Sonnenlicht anstreben. Keinesfalls das Aquarium zu blau beleuchten. Ihr Tiere werden es Ihnen Danken.

Hier ein paar Beispiele und deren Möglichkeiten (App Steuerung etc)

 

Frank Diehl, Robert Baur-Kruppas

 


Dieser Artikel ist am 26.08.2007 erschienen

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