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Erfahrungsbericht über die Nachzucht von Lithophyton arboreum


Es handelt sich hierbei um eine Weichkoralle mit bäumchenartigem Wuchs aus der Familie der Nephtheidae. Die allgemein als Bäumchenweichkoralle bezeichnete Lithophyton arboreum bringt man am besten im unteren Bereich des Aquariums an strömungsreichen Stellen unter. Unsere Nachzuchten sind an HQI-Licht angepasst. Da die Art symbiotische Algen in ihrem Gewebe beherbergt, braucht sie auch nicht gefüttert zu werden. Wir haben in zwei Jahren sechs Bäumchenweichkorallen nachgezüchtet. Die jüngste ist ca. 6 cm lang und die älteste Nachzucht ca. 25 cm.




Tips und Tricks zur Vermehrung von Bäumchenweichkorallen

Durch aktive Vermehrung ist es heute kein Problem mehr, sessile Wirbelose zu vermehren. In der Natur schnüren die Tiere selbst Äste ab, die sich dann zu selbstständigen Lebewesen entwickeln. Gelegentlich werden durch Fremdeinwirkung auch ganze Äste oder Kolonien abgetrennt, die von der Strömung verdriftet werden und sich woanders ansiedeln.

Das Abtrennen erfolgt mit einem Stück Perlonstrumpf, mit dem der Ast lose auf einem Stück Substrat aufgebunden wird. Wichtig ist, dass das Gewebe auf keinen Fall zu stark gequetscht, bzw. abgeschnürt wird. Der so abgebundene Ast wächst zunächst auf dem Substrat fest, bevor eine endgültige Trennung vom Muttertier erfolgt. Das Stück Perlonstrumpf kann danach problemlos entfernt werden. Bei dieser Methode vergehen ungefähr 3-4 Monate, bis der abgebundene Ast auf dem neuen Substrat angewachsen ist und sich vom Muttertier gelöst hat.
Man kann die Äste aber auch mittels eines scharfen Messers abtrennen. Der abgetrennte Ast wird in ein Stück Substrat gesteckt. Wenn nötig, bohrt man mit einem Bohrer ein entsprechendes Loch in das Substrat Auch hierbei ist wichtig, das das Gewebe nicht zu stark gequetscht wird. Diese Methode hat den Vorteil, dass der abgetrennte Ast wesentlich schneller anwächst ( 2-4 Wochen ), als beim Abbinden. Bei dieser Methode bringt man die abgetrennten Äste mit dem Substrat am besten an strömungsschwachen Stellen unter, da es sonst schon mal passieren kann, dass die abgetrennten Äste auf nimmerwiedersehen verdriftet werden.

Bis heute haben wir in 2 Jahren 6 Bäumchenweichkorallen vermehren können. 5 Stück durch das Abbinden mit einem Perlonstrumpf, was immer erfolgreich war und einmal durch das Abtrennen von Ästen mit einem Messer ( bei 3 abgetrennten Ästen, wovon 2 verdriftet wurden ). Bei der zuletzt genannten Methode sollte man die abgetrennten Äste mit Substrat in separaten Aufzuchtbecken mit schwacher Strömung, oder in einer flachen Schale ( ca. 5 cm hoch ), welche man in das Becken stellt, unterbringen, bis sie angewachsen sind.
Auf diese Weise ist es uns gelungen, den Bedarf an Bäumchenweichkorallen in unserem Riffbecken zu decken. Wir sind zuversichtlich, in den nächsten 3-4 Jahren auch andere Aquarianer mit Nachzuchttieren versorgen zu können.

Gruß

Michael
Mit freundlicher Genehmigung 6/2000 :-)

(Text und Foto © Christa & Michael Guddat 1999)
Weitere Erfahrungen mit der Meerwasseraquaristik findest Du auf der
Homepage von Christa & Michael oder per e-Mail an: webmaster@michael-guddat.de

 


Dieser Artikel ist am 26.08.2007 erschienen

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