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Calloplesiops altivelis, der Echte Mirakelbarsch


Ich pflege jetzt schon seit 10 Jahren Mirakelbarsche. Anfangs hatte ich mir einen aus Mitleid gekauft (er hatte eine total zerfetzte Schwanzflosse und schwamm seit einem halben Jahr in einem Verkaufsbecken, so war er etwas günstiger als die tadellosen anderen Fische). Gut eingewöhnt und immer bestrebt nach einer Paarhaltung habe ich später dann einen kleinen Mirakelbarsch dazugesetzt. Nach ca. 2 Jahren hatte ich dann das erste Gelege, das vom Weibchen gepflegt wurde. Im 14 tägigen Abstand folgten immer wieder neue Gelege. Bis hierhin ist das nichts neues, als das Weibchen dann vor ca. 2 Jahren an Altersschwäche starb habe ich gleich wieder einen kleinen Mirakelbarsch dazugesetzt. Vor einem Jahr habe ich dann sehen können das das vermeindliche Männchen aus der ersten Paarung jetzt Eier legt und diese auch bewacht. Scheint also das es beim Mirakelbarsch eine Zweigeschlechtlichkeit gibt. Zum eindeutigen Beweis fehlen die Bilder, aber mein Wort steht. Kann sein das ich nix neues schreibe, aber eines ist absolut sicher: Mann sollte immer versuchen Paare zusammen zu halten, da das Verhalten viel natürlicher ist.


Der Mirakelbarsch wird ca. 15-20 cm groß. Anfangs sind diese Tiere sehr scheu, das hängt damit zusammen, daß diese Tiere in ihrem natürlichen Biotop in größeren Tiefen und als Höhlenbewohner vorkommen. Eigendlich ahmen die Tiere dieses Verhalten im Aquarium nur nach. Vielen fällt bestimmt auf, das der Barsch bei Schrecksekunden sofort in seiner Höhle verschwindet und mit dem Schwanz zuerst wieder herauskommt. Das hat ebenfalls wie alles im Fischreich einen Grund. Er ahmt mit dieser Aktion die Gestalt einer Muräne nach (mimikri = mit dem "Auge" in der Nähe seiner Schwanzflosse). Auf diese Weise wird aus einem harmlosen Tier eine, zumindest für andere Fische, große Gefahr und diese machen einen großen Bogen um ihn.

Der Mirakelbarsch wird aber im Laufe seines Daseins in unseren Aquarien zutraulicher, man wird ihn zwar nicht dauernd zu Gesicht bekommen aber im Laufe der Zeit wesendlich häufiger als zu Anfang.

Liebe Grüße aus Bonn

Eric Jörg
Bonn im Oktober 2000


Dieser Artikel ist am 19.08.2007 erschienen

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