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Nachzucht von Lysmata wurdemanni


Die Nachzucht von Lysmata wurdemanni
Ein Erfahrungsbericht von Thomas Zinn und Christian Chwalczyk
sowie Einblicke in Zuchtdiskussionen vom Meerwasserforum.com



Einleitung:

Wir wissen nicht ob es Ihnen genauso geht wie uns. Man liest oft in diversen Zeitschriften, Fachbüchern oder im Internet Berichte über die Zucht von Garnelen. Wir lesen bei diesen durchwegs gut gemachten und sehr gut bebilderten Artikeln auch immer recht begeistert mit.

Und zwar immer bis zu dem Punkt wo man merkt das wieder mal das entscheidende Stückchen fehlt. Die Aufklärung woran es nun liegen mag das manche, oft sicherlich kommerzielle Züchter, den entscheidenen Hinweis wie eine Zucht klappen kann, dann eben nicht preisgeben. Aus Ihrer Sicht natürlich Verständlich, da ja die Zucht bekanntlich Geld bringt. Das ist ja nichts verwerfliches, da sicher die meisten Züchter auch lange Jahre geforscht und probiert haben um soweit zu sein das sie eben Prozentual viele Tiere durchbringen.




Christian und Thomas von ZC Aquarientechnik, beide selbst begeisterte und engagierte Meerwasser-Aquarianer, beschreiben in ihrem Kurzbericht das eine Zucht von Lysmata wurdemanni relativ einfach ist, wenn auch die Überlebensrate der Garnelen derzeit bei nur 1% liegt.

Sie zeigen auch auf, das man eben noch immer mit Problemen zu kämpfen hat um Garnelen auch in grösserer Anzahl erfolgreich nach zu züchten. Dieser Artikel soll Anlass geben, das der persönliche Erfahrungsaustausch unter den Aquarianern noch mehr zunimmt. Der Austausch von Misserfolgen und natürlich auch von Erfolgen. Einfach um in der Zucht von Garnelen ein Stück weiterzukommen.

Thomas und Christian würden sich über einen regen Erfahrungsaustauch sehr freuen. Mailkontakt: c.chwalczyk@worldonline.de oder Thomas-Zinn@t-online.de


Die Zucht von Lysmata wurdemanni

Im Vergleich zur Weißbandputzergarnele (Lysmata amboinensis) oder Kardinalsgarnele (Lysmata debelius) ist die Nachzucht von Lysmata wurdemanni wesentlich einfacher. Die Larven sind nach dem schlüpfen weiter entwickelt sind, und das Larvenstadium ist kürzer. Trotzdem erreichen wir im Moment nur eine Überlebensrate von maximal einem Prozent, und das bei erheblichem Pflegeaufwand. Ohne wesentliche Steigerung der Überlebensrate ist somit an eine kommerzielle Zucht nicht zu denken. Für einen engagierten Hobbyaquarianer kann es aber trotzdem sehr interessant sein, mit dieser Methode einige Garnelen zu vermehren.




Fang der Garnelenlarven:

Die Elterntiere befinden sich in einem kleinen Aquarium ohne weiteren Besatz. Die Larven schlüpfen kurz nach dem Ausgehen der Beleuchtung und werden mit einem kleinen Licht in eine Ecke des Aquariums gelockt. Herausgefangen werden Sie mit einem Planktonsieb, wie es bei den Planktonreaktoren mitgeliefert wird. Die Larven werden ohne Umgewöhnung direkt in das Wasser des Aufzuchtbehälters gebracht. Trotz dieser etwas unsanften Methode überleben praktisch alle Larven die Prozedur.

Aufzuchtbehälter:

Der Aufzuchtbehälter besteht aus einem kleineren Teil, indem sich die Larven befinden und einem größeren Teil, der zur Klärung des Wassers dient. Beides steht über Planktongewebe in Kontakt

Futter:

Die Larven nehmen bereits von Anfang an Brachionus plicatilis. Nach 2-3 Tagen, nachdem die Stielaugen hervorgetreten sind, werden sie mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien gefüttert, die mit Phytoplankton (Nannochloropsis sp.) angereichert werden. Nach einigen weiteren Tagen nehmen die Larven bereits etwas größere Nauplien. Ab ca. 2 Wochen füttern wir zusätzlich mit zerkleinertem Frostfutter.


Ausblick:

Wie bereits erwähnt, muß für eine kommerzielle Zucht die Überlebensrate wesentlich gesteigert werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die Artemia-Nauplien zusätzlich anzureichern. Ein erster Versuch mit emulgiertem Lachsöl brachte allerdings bisher keine wesentliche Verbesserung.

Christian Chwalczyk und Thomas Zinn - ZC Aquarientechnik



Soweit zum Bericht von Thomas Zinn und Christian Chwalczyk.

Anschliessend möchten wir noch auf zwei sehr gute Links aus dem www.Meerwasserforum.com hinweisen:

Anhand der beiden folgenden Links kann jeder selber mal reinlesen und sich seine Meinung bilden und die nötigen Infos ziehen. Wir denken aber das hier viele Aquarianer schon sehr viel weiter sind als Thomas Zinn und Christian Chwalczyk. Allerdings gibt es selbst auch hier noch wiedersprüchliche Angaben.

http://www.meerwasserforum.com/thread.php?threadid=3388

http://www.meerwasserforum.com/thread.php?threadid=4622

Patrick zum Beispiel schreibt das die Wurdmanni-Larven kein Phyto brauchen und selbst so klein schon grössere Futtergaben nehmen, zum Teil sogar schon Artemia. Auch kleinstes Flockenfutter scheint zum Teil schon genommen zu werden. Vermutlich liegt es einfach daran das sie ihre Larven im selben Becken, aber in einem Behälter separiert, hochziehen was sich garantiert positiv auf die Larven auswirkt. Wir denken das man mit den beiden Links wirklich was anfangen kann, zumindest stellt es eine wirklich gute Informationsquelle für die dar, die sich an der Zucht versuchen wollen.


Viel Spaß bei der Zucht wünschen euch
Manuela und Robert


Dieser Artikel ist am 18.08.2007 erschienen

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