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"Woher kommen unsere Fische?" - Ausstellung geht nach Ancona


 

Seit 2011 ist unsere Ausstellung „Woher kommen unsere Fische?“ viel herumgekommen. So war sie unter anderem auf der Haustiermesse in Wien und dem von RECIF FRANCE veranstalteten Kongress in Straßburg zu besichtigen gewesen. Neben diversen Fischereiutensilien, großformatigen Postern und einer ausführlichen Power-Point-Präsentationen waren besonders die dazugehörigen Filmdokumentationen von großem Interesse. Allein der Beitrag „Methoden des Fischfangs auf den Philippinen“ wurde bisher über 170.000-mal im Internet angeklickt.  

 

Im Zuge struktureller Veränderungen entschied sich Anfang 2014 der Vereinsvorstand schweren Herzens, die SAIA-Ausstellung zu treuen Händen abzugeben. Von vornherein stand das Deutsche Meeresmuseum Stralsund als Wunschkandidat fest. Ein entsprechendes Schreiben wurde verfasst und dem Direktor, Dr. Harald Benke, übergeben. Hier einen Auszug daraus:

 

„Unsere Ausstellung versucht anhand vieler Beispiele den Einfluss des Aquarienhandels auf die natürlichen Lebensräume von Mensch und Tier in den Herkunftsländern aufzuzeigen. Hobbyaquarianer, aber auch die Betreiber öffentlicher Aquarien mögen viel über den fachgerechten Umgang  mit marinen Organismen wissen, aber sind ihnen auch die Fangtechniken philippinischer Fischer, die Hälterungsbedingungen in indonesischen Exportstationen oder die sozialen Auswirkungen eines solchen Handels bekannt?  

 

Da ich in absehbarer Zeit meine Arbeit in Indonesien fortsetzen und den Vorsitz des Vereins ESAIA e.V. abgeben werde, bin ich von unseren Mitglieder beauftragt worden, unsere Ausstellung „Woher kommen unsere Fische?“ dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund zu übereignen. Ich bitte Sie, diese Schenkung als Bereicherung Ihrer bereits bestehenden, großartigen Ausstellungen zum Thema Fischerei, Umwelt- und Meeresschutz anzusehen und anzunehmen.“

 

Am 23. Juni 2014 ließ Direktor Dr. Benke ausrichten, dass er unser großzügiges Angebot anzunehmen gedenke. Über die Modalitäten der Schenkung würde einer seiner Angestellten befinden. Ich hatte natürlich meine Ideen; mir kam es vor allem darauf an, die Ausstellung in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den verantwortlichen Kurator gemacht, dessen Sekretärin mir mitteilte, dass er „an einer Übernahme der Objekte nur bedingt interessiert (ist), da es sich nicht um eine systematische, sondern um eine zufällige Sammlung an Einzelstücken handelt, die eher narrativen als museologischen Wert besitzt.”

 

Wenige Monate später – es mag sich wie eine Fügung anhören – erreichte mich eine Mail von Prof. Ike Olivotto aus Italien. Er lehrt an der Polytechnischen Universität in Ancona und wünschte sich, die SAIA-Ausstellung für seine Studenten ausleihen zu dürfen. Hocherfreut stimmte ich zu und erklärte ihm, dass sie unter gewissen Voraussetzungen in den Besitz der Universität übergehen könnte. 

 

Nach kurzen, intensiven Verhandlungen war ich mir sicher, den richtigen Treuhänder gefunden zu haben. 

 

Seit dem 4. Februar 2015 verfügt die Abteilung Biologie und Umweltwissenschaften der Università Politecnica Delle Marche  über einzigartige Unterrichtsmittel.

 

Christiane Schmidt (ESAIA e.V.) 

 

 


 

Hier noch ein paar zusätzliche Information:

 

Ancona ist eine Hafenstadt an der italienischen Adriaküste und Hauptstadt der Region Marken (ital. Marche). Die relativ junge Universität verfügt über einen exzellenten internationalen Ruf: 

www.univpm.it/English/Engine/RAServePG.php/P/25001ENG0101/L/3

  

 

Prof. Ike Olivotto leitet am “Il Dipartimento di Scienze della Vita e dell’Ambiente (DiSVA)“ eine Forschungsabteilung, die sich mit Entwicklungs- und Reproduktionsbiologie beschäftigt: 

www.acquaportal.it/_archivio/ARTICOLI_2012/dipartimento_scienze_vita.asp

  

 

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund ist ein  Museum, in dem überwiegend maritime und meereskundliche Ausstellungen gezeigt werden: 

www.deutsches-meeresmuseum.de 

 

Alles über die SAIA-Ausstellung: 

www.saia-online.eu/index.php/de/unsere-arbeit/saia-ausstellung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser Artikel ist am 19.02.2015 erschienen

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Kommentare

CS
Dabei seit:06.12.2011
Kommentare 
Korallenriff:97
Lexikon:0

amore Per il Mare - ein tolles Video aus Bella Italia von Andrea Fabbri wurde dem Bericht beigefügt!
Beitrag vom 12.03.2015 - 09:36 

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