Korallen-ZuchtAqua MedicRicordeaKoelle ZooAquafair
Meerwasser-Lexikon Aqua-Buch Aquabilderbuch Facebook

Bericht zum 11. int. Meerwassertreffen in Tirol


Heuer fand vom 27.-29.9. zum 11. Mal das internationale Meerwassertreffen in Tirol statt.

Dieses Jahr eine Woche später als zum gewohnten Termin, weil ein anderer Termin dazwischengekommen war.

Wie bereits beim Jubiläumstreffen im Jahr zuvor fand es auch dieses Jahr wieder in St. Sigmund im Sellrain statt, einem Dorf in einem kleinen Seitental des Inntales ca. 30km von Innsbruck entfernt. Dieser zwar winzige, aber wunderschön inmitten der Tiroler Bergwelt gelegene Ort hat dennoch eine perfekte Infrastruktur für das Treffen. Wir hatten da wieder die Pension Alpenrose mit sehr schönen und preiswerten Zimmern mit Frühstücksbuffet ganz für uns. Quasi je gut zwei Häuser weiter befinden sich der topmoderne Gemeindesaal bzw. der Gasthof wo wir zum Mittagessen waren und die Abendveranstaltungen abgehalten haben.

 

Die auswärtigen Teilnehmer reisten wie üblich bereits am Freitag an und trafen sich zum gemütlichen Plausch und Abendessen im Gasthof Ruetz mit seiner ausgezeichneten Küche mit riesigen Portionen zu günstigen Preisen.

Nach dem Frühstücksbuffet am Samstagmorgen in der Pension traf man sich ab 0900 Uhr dann zum Vortragsprogramm im Gemeindesaal, wo auch die die anderen Teilnehmer eintrudelten.

Den ersten Vortrag hielt ein bereits traditioneller Gast. Harald Bänsch war nämlich dieses Mal bereits zum vierten Mal mit einem Beitrag dabei. Dieses Mal mit einem eher ernsten Thema: "Palytoxin - Unterschätze Gefahr oder übertriebener Hype?"
Er berichtete dabei über unschöne Erfahrungen am eigenen Leib mit dem Gift, mit dem er beim Hantieren mit Krustenanemonen in Kontakt kam.

 

Der nächste Vortrag war „wissenschaftliche Kost“; der Biologe Chris Leichtle referierte über seine Forschungstätigkeiten unter dem Thema „Symbiotische Wechselbeziehung bei Nacktschnecken: Einfluss von Klimawandel bedingten Umweltstressfaktoren auf die photosynthetische Performanz von Aeolidiella stephanieae und Elysia crispata“.

Das reichliche Mittagessen (Suppe,  Rahmschnitzel mit Spätzle und Salat sowie Eis) half allen wieder „zu Kräften“ zu kommen.

 

Dennoch verfiel danach beim ersten Nachmittagsthema bei den Referaten trotzdem niemand in einen Mittagsschlaf, denn Helmut und Gudrun Strutz präsentierten ihren Diavortrag "Meeresaquaristik in der DDR". Helmut erzählte dabei zu den Bildern zahlreiche Geschichten und Erlebnisse, wie sie sich damals die Meeresaquaristik in der DDR organisiert hatten, was es zu kaufen (oder nicht zu kaufen) gab und was daher wie selbst gefangen, getauscht, organisiert oder gebastelt wurde und wie man sich sonst behalf. Recht beeindruckend – vor allen für uns aus dem „Westen“ die wir doch alle recht gut finanziell ausgestattet sind und auch so gut wie problemlos an alle Produkte und Tiere kommen können und solche Verhältnisse nicht kennen.

 

Wieder aus Bremen angereist war bereits zum zweiten Mal Jörg Kokott. Er referierte in seinem Vortrag über das Thema:
Aquariengestaltung: Allgemeine Prinzipien und Auswirkungen auf die Aquarienbiologie“

 

Im Anschluss zeigte ich noch Bilder des Ozeanographischen Museums und Aquariums von Monaco, die ich gut einen Monat vorher bei einem Besuch dort aufgenommen hatte.

Die Vorträge waren wie all die Jahre zuvor kostenlos für die Besucher und Zuhörer.

Im Anschluss erhielten die Referenten wieder als kleines Dankeschön das schon traditionelle handgeschliffene Erinnerungsglas – dieses Jahr mit dem Motiv eines Centropyge bispinosa.

Für das Abendprogramm „übersiedelten“ wir nach den Vorträgen wieder in den Gasthof Ruetz statt, wo es dieses Jahr zum Abendessen Suppe und danach verschiedenste Sorten Fondue samt diversen Soßen und Beilagen bis zum „Abwinken“ gab. Das Fleisch kommt zum Großteil aus der eigenen Biohaltung und der Chef selbst steht mit dem Sohn hinterm Herd. Die Qualität der Gerichte ist dementsprechend ausgezeichnet.

 

Anschließend hielt Helmut Strutz noch einen Lichtbildervortrag über die „Faszination Meeresaquaristik“.

Danach wurde teilweise noch lange über unser faszinierendes Hobby geplaudert.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen hieß es für die meisten wieder langsam die Heimreise antreten; eine kleine Abordnung machte noch eine gemütliche Wanderung zur über St. Sigmund gelegenen Sonnbergalm mit Einkehr zu Mittag und fantastischem Blick auf die Bergwelt bis zu den Gletscherregionen.

 

Ich möchte mich bei allen Referenten und den Teilnehmern recht herzlich fürs Kommen bedanken und würde mich auf ein Wiedersehen beim 12. int. Tiroler Meerwassertreffen, das wieder Ende September 2014 in St. Sigmund geplant ist (genauer Termin wird noch festgelegt und bekannt gegeben), freuen.

Danke den Gastgebern vor Ort für die Gastfreundschaft und ihre Beiträge zum Gelingen der Veranstaltung durch eine perfekte Infrastruktur und „Drum-herum“

Markus Köchle 

Bilder: Copyright Ruedi Furter und Markus Köchle


Dieser Artikel ist am 25.12.2013 erschienen

Bilder-Galerie Pfeil Zum Seitenanfang
Bisher wurden keine Kommentare abgegeben
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie Registriert und Angemeldet sein



Werbung
Coralseahop