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Aquariensteuerung von Bess Electronic


Nach dem bereits seit vielen Jahren bekannten IKS Aquastar und dem seit wenigen Jahren erhältlichen Riffcontrol von ATS kommt nun ein dritter Aquariencomputer Names "AquaControl" auf dem Markt.

Bereits im November 2003 hatten wir den ersten Kontakt zu den Inhabern der Fa. Bess Electronic. Leider reichte damals aber die Zeit auf der Messe in Sindelfingen nicht für mehr ... - da wir alle ja einen Messestand zu betreuen hatten.

Kurz nach der Messe aber folgte Robert einer Einladung der Fa. Bess nach Wuppertal wo ihm der neue Computer vorgeführt wurde. Letztlich hat Frank Diehl einen hohen Anteil, das wir uns überhaupt mit einem Aquariencomputer eingelassen haben. Seine Vorstellung des AquaControl auf www.matuta.com und sein persönlicher Rat, gab den Ausschlag das wir uns für einen Test mit dem Aquacontrol bereit erklärten. Sein Rat war eindeutig: "Der ist so einfach und unkompliziert, probier den ruhig aus!" , so in etwa lautete Franks Tenor zum Produkt. Wer Robert etwas besser kennt, weiss um seine "zwei linken Hände" gegenüber technischen Dingen, ausser wenn es um Handyneuheiten geht. :-) Hier sind einfach "Berührungsängste" die abgebaut werden müssen...

Natürlich hat Robert die Gelegenheit genutzt um bei seinem Besuch in Wuppertal ein wenig mehr über die Macher des Aquacontrols zu erfahren. Es war ein sehr angenehmes Gespräch mit den beiden sympatischen Bayer-Brüdern.   Die Bayer Brüder haben in den letzten Jahren ein Entwicklungs- und Fertigungsunternehmen aufgebaut, und sind in den Bereichen Automobilindustrie, Medizintechnik und der allg. Industrie tätig. Der AquaControl kam durch ihre Liebe zur Aquaristik zustande.

Beide haben in ihrem Büro ein grosses Diskussbecken stehen in dem sie sehr farbige Exemlare pflegen, und früher sogar gezüchtet haben. Berkay Bayer [links im Bild] fährt zudem gerade sein erstes Meerwasserbecken ein. Man merkt beide sind Aquarianer mit Leib und Seele. Beide zeigten bei Roberts und Frank Diehls Besuch einige Dinge, die in den nächsten Wochen und Monaten auf den Markt erscheinen werden. Hierzu gehört auch ein Mondlicht das einen überzeugenden Eindruck machte.   Zu guter letzt übergab Berkay Bayer an Robert einen nagelneuen Aquacontrol AC 14, mit der Bitte diesen mal "auf Herz und Nieren" zu testen. So läuft nun seit gut zwei Wochen der AquaControl AC 14 an unserem neuen Becken mit dem Massen 110 x 30 x 55 cm.

Auspacken und Anschliessen:
So sieht es also aus, wenn man die Packung öffnet und den Inhalt herausnimmt. Es befindet sich eine Steckdosenleiste in schwarz sowie das Anzeigemodul darin. Das Anzeigemodul gibt es wahlweise in den Farben: orange, grün und blau. Wir haben uns natürlich für die blaue Variante entschieden. Das grüne Gerät ist der TerraControl, das orange wird gerne von Süßwaseraquarianern genommen.

Das Anzeigemodul braucht keine extra Stomzuführung da dies über die Steckdosenleiste geschieht. Einfach einstecken und das Gerät ist bereit für die ersten Einstellungen. Mit am Aquacontrol Anzeigemodul ist der Temperatursensor angschlossen, auf dem nachfolgenden Bild, rechts unten, am schwarzen zusammengerollten Kabel zu sehen. Das Ganze ist in der Tat sehr einfach zu "installieren". Wir haben die mitgegebene PH Elektrode angeschlossen was sich ganz einfach durch Öffnen des Deckels ermöglichen lässt. Nachfolgend steckt man nur noch den Anschluss der PH Elektrode in den dafür vorgesehen Platz. Deckel wieder drauf und fertig. Das Gerät merkt zudem sofort das eine PH Elektrode angebracht wurde und springt auf Cal, was für Kalibrieren steht. Auch das geht sehr einfach. Der Computer gibt vor, wann man die Elektrode in welche Flüssigkeit tauchen mussen. Hierbei kommt PH 4 und 9 zum Einsatz. Kurze Zeit später ist die PH Kalibrierung abgeschlossen. Erwähnenswert ist sicher für interessierte Leser, dass man keine PH Elektrode verwenden muss. Es ist einfach für interessierte Aquarianer eine gute Option eine PH Elektrode anschliessen zu können.

Unsere ersten Erlebnisse mit dem Aquacontrol:
Nach einigen Tagen Dauerbetrieb hatten wir durch Zufall nachts einen Stromausfall. Daraufhin konnte ich durch die Eingabe des Codes nicht mehr auf das Gerät zugreifen. Aber hier half der General Reset: Dieser ist ganz einfach: Stecker ziehen, Mode Taste gedrückt halten und Stecker wieder in die Steckdose stecken. Danach lief er wie gewohnt wieder. Schön ist das man mit jeder Programmierung schneller und einfacher durchsteigt. Das Gerät ist recht einfach in der Programmierung und Bedienung, also genau das richtige für einen technisch nicht so versierten Menschen wie mich, Robert.

Ebenfalls konnten wir auch testen wie sich ein Alarm anhört wenn das Wasser die vorher festgelegte Temperatur übersteigt. Ab dem erreichen von 27 Grad (eingestellt 25 Grad mit 2 + und - Karrenz) piept das Gerät akustisch und zeigt optisch einen Temperaturalarm an. Das ist so sehr schön gemacht, da hier optisch und arkustisch auf den Temperatur-Alarm hingewiesen wird. So sollte nichts mehr schiefgehen. Ganz wichtig wäre in unseren Augen noch das die Fa. Bess Electronic eine Niveauregulierung mit anbietet. Es gibt sicher viele die gerne Ihre Wassernachfüllung über so einen Computer regeln lassen würden, über einen genauen "Wasserstandsgeber".

Möglichkeiten des AquaControl:

1. Temperatur - Regelung:
Man schliesst den vorhandenen Heizstab an dem vorhandenen Platz der Steckdosenleiste an. Achtung, bitte den Heizstab ca. drei Grad höher stellen, damit der Aquacontrol auch regeln kann... eine gleiche Temperatur beim Aquacontrol und Heizstab zu wählen würde wenig Sinn machen. Die Temperatur - Regelung des Aquacontrol gegel im Berich von 10 bis 35 °Grad, und das mit einer Genauigkeit von + - 0,1 °C: Der Schaltvorgang erfolgt nicht über einen Kontakt sondern elektronisch. Hierbei kann man laut Hersteller eine Überhitzung durch verkleben der Kontakte des Heizstabes ausschliessen. Wir erinnern uns an einen Unfall wo ein Heizstab defekt war und ein kleines Becken mit zwei Garnelen so überhitze das diese starben. Wir hatten darin über °35 Grad als wir es merkten. Wäre mit dem Aquacontrol nicht passiert, da es eine Meldung geben hätte falls eine vorgeschriebene Temperatur über oder unterschritten wird. Das ist einer der wichtigsten Punkte für uns, das sich der Computer dann auch lautstark bemerkbar macht, wenn etwas nicht stimmt.

2. Temperatur Nachtabsenkung:
Es ist mit dem Aquacontrol möglich nachts die Temperatur abzusenken. Wir haben dieses genutzt und nachts eine Temperatur von 24,5 vorgegeben. Tagsüber erreichen wir an die 25,9 bis zum Ausschalten des Lichtes.

3. pH - Regelung über Co²:
Wie schon im Text erwähnt kann man eine PH Elektrode anschliessen und das Aquarium steuern. Der Regelbereich liegt hierbei bei pH 4,50 bis pH 9,50


4. DCF Funkuhr:
Wohnen Sie in einem DCF Empfangsbereich stellst sich der Aquacontrol selbst ein da er über eine Funkuhrfunktion verfügt. Hat man keine Versorungen, was heutzutage eher selten ist, kann man den AquaControl ganz normal wie jeden Digitalwecker einstellen. Gut ist dabei das nach einem Stromausfall keine negativen Auswirkungen zu erwarten hat und der AquaControl seine Arbeit wie programmiert wieder aufnimmt.

5. Multifunktions-Zeitsteuerung:
Über die Steckdosenleiste kann man zusätzlich drei Steckplätze mit einer Zeitsteuerung belegen. Das heisst bis zu 8 x an und aus je Steckplatz! Darüber kann man zum Beispiel sehr gut auch eine variable also wechselnde Stömung sehr gut bewerkstelligen. Es sind noch viele andere Möglichkeiten gegeben wie Beleuchtung an/aus, Mondlich etc.

6. Sonnenaufgangs - und Untergangssimulation:
Man kann über diese Funktion eine zusätzliche Glühlampe langsam hochdimmen. Über den AquaControl wird dann die Hauptbeleuchtung zugeschaltet. Vor allem bei neuen Fischen eine gute Funktion da diese nicht mehr erschrecken wenn plötzlich das Licht ausgeht. Abends wird das Licht natürlich wieder sanft abgedimmt.

7. Filter-Pause
Mit einem einfachen Tastendruck kann diese Funktion alle vorher gewählten Stromquellen (Strömungspumpen, Luft etc. ) für eine vorher definierte Zeit ausschalten. Keine Angst, das wiedereinschalten funktioniert auch automatisch so das man es auf keinen Fall vergessen kann.

8. Alarmfunktionen:
a.Temperatur-Alarm:
AquaControl überwacht wie im Text oben schon angekündigt die Temperatur im Aquarium. Wird eine voreingestellte Temperatur unter oder überschritten gibt es einen Alarm. Zusätzlich erfolgt laut Hersteller eine tägliche Selbstkalibrierung und Prüfung des Temperatursensors auf Bruch oder Kurzschluss.
b. Wasser-Alarm:
Über einen speziellen Wasser-Band-Sensor (als Zubehör) erhältlich, kann man auch hier eine Absicherung erreichen. Man legt dieses Band um das Aquarium herum, sobald Wasser das Band berührt gibt es einen Alarm. Gut wenn Wasser überläuft !

9. Wasserkühlung im Sommer:
Über einen Zusatzsteckplatz (Zubehör) kann ein beliebiges externes Kühlgerät bei Tmeperaturalarm so lange zugeschalten werden, bis die Temperatur im Aquarium wieder im Normalbereich liegt.

10. Kindersicherung
Bess hat an Kinder gedacht, die ihre Fingerlein nicht immer still halten können. Das Gerät ist mit einem PIN Code gesichert, so das ein unbewusstes Verstellen auch ausscheidet.

Das waren zusammengefasst die wichtigsten Eckpunkte des Aquacontrol AC 14.

Wir werden per e-Mail nicht gerade selten gefragt ob man denn so einen Computer wirklich braucht. Auch heute nach dem Test mit dem Gerät möchten wir sagen, brauchen nein - das nicht unbedingt. Aber es ist eine nette und interessante Sache die einem dazu noch viel Arbeit und Aufmerksamkeit erspart. Auch sollte man bestimmte Sicherheitsaspekte wie die Temperaturüberwachung nicht vergessen. Auch wenn es nur EINMAL hilft seinen Tierbesatz zu retten hat sich so ein Gerät schon mehr als bezahlt gemacht. [Sommertemperaturen, defekter Heizstab, etc.]

Daher kann man die Frage nach dem Sinn oder Unsinn bei so einem Gerät mit folgenden Worten beantworten: Wenn man es nicht kennt vermisst man es nicht. Kennt man es hingegen und findet den gebotenen Komfort gut, dann vermisst man es schon :-)

So sieht der AQUACONTROL aus wenn er an der Wand hängt und läuft... Hier ist das Gerät so eingestellt, das um 14:00 Uhr die Nacht um ist. Der Temperaturfühler ist absichtlich neben der Pumpe angebracht, sodass hier ein Teperatur Alarm (blinkend und piepsend) angezeigt wird. Bei unsachgemäßer Anbringung des Temperaturfühlers (z.B. in der Nähe des Heizstabes oder in der Nähe von Pumpen..) steigt die Temperatur um gute 2°C an. Natürlich bringt keiner den Temperaturfühler absichtlich in der Nähe einer Pumpe oder ähnlichem an, wir wollten nur mal testen, wieviel das mindestens ausmacht. Beim Heizstab ist der Wert natürlich höher. Wenn das Gerät "denkt" es wären 2° C mehr im Aquarium, dann macht das schon was aus... Also bitte weg mit dem Fühler von Pumpen oder ähnlichem!

Was man hier auf dem Foto oben auch sehr gut sieht ist: es sind nur wenige Tasten nötig, um das Gerät zu bedienen. Das macht die Funktionen überschaubar. Temperatur: Ein Blick zur Kontrolle genügt um die Temperatur abzulesen, wichtig vor allem im Sommer!


Das Gerät ist im Fachhandel erhältlich.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage von BESS ELECTRONIC

 


Dieser Artikel ist am 20.07.2007 erschienen

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